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Nel ASA-Aktie: Hilft das dem Kurs auf die Sprünge?

Simon Ruic / 24.06.22 / 13:21

Die Nel ASA-Tochter (WKN: A0B733) Glomfjord Hydrogen sichert sich Finanzierungsgelder für den Bau einer Wasserstoffanlage, die die gleiche Kapazität aufweisen wird wie das bislang größte H2-Werk Europas. Der Superzyklus in der Branche nimmt zwar Fahrt auf und das Papier legt heute um +6,5% auf 1,27 € zu. Ob Nel-Aktionäre jedoch davon profitieren können, bleibt fraglich.

Nel ASA ist ein global operierender Wasserstoff-Spezialist mit Sitz im norwegischen Oslo. Das Unternehmen ist unabhängig von speziellen Anwendungsbereichen des Gases und deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab – von der Produktion über den Vertrieb bis zu Tankstellen. An der Börse hat der Konzern aktuell einen Wert von umgerechnet 2,2 Milliarden €.

Norwegischer Staatskonzern finanziert neue 20-MW-Anlage

Die Nel-Tochter Glomfjord Hydrogen wird für den Bau einer 20-Megawatt-Wasserstoffanlage eine Finanzierung von bis zu 150 Millionen NOK (14,4 Millionen €) von Enova SF erhalten, einem norwegischen Staatsunternehmen für die Energiewende.

Das Werk soll eines von fünf Wasserstoffzentren entlang der norwegischen Küste werden. Neben Nel sind Greenstat ASA, Troms Kraft ASA und die Kommune Meløy an dem Projekt beteiligt, das 2016 gestartet wurde, um maritime Kunden mit grünem Wasserstoff zu versorgen.

Nel-CEO Jon André Løkke kommentierte:

Die Finanzierung durch Enova ist für die Realisierung des Projekts von entscheidender Bedeutung. […] Wenn die Wasserstoffanlage in Glomfjord realisiert wird, wird sie die gleiche Größe haben wie die derzeit größte Wasserstoffanlage Europas.

Løkke verwies dabei auf die Wasserstoffanlage von Iberdrola in Puertollano, Spanien, für die Nel auch die Elektrolyseure geliefert hat.

Insgesamt werden die fünf Wasserstoff-Hubs mit bis zu 669 Millionen NOK von Enova unterstützt, das auch bekannt gab, dass es sieben wasserstoff- und ammoniakbetriebene Schiffe mit mehr als 451 Millionen NOK unterstützen wird.

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Bis zu 300 Milliarden € für REPowerEU-Plan

Die Finanzspritze für die geplante Mega-Wasserstoffanlage von Glomfjord ist ein weiterer Hinweis darauf, dass wir am Anfang eines H2-Superzykus stehen. Seit Mitte Mai ist bekannt, wie die Europäische Kommission das Energiesystem des Kontinents mit seinem REPowerEU-Plan umgestalten will.

Nach Angaben von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sollen mit der Initiative bis zu 300 Milliarden € mobilisiert werden. Mit dem Geld will Brüssel unter anderem „wichtige Wasserstoffkorridore“ in der Nordsee und im Mittelmeer entwickeln, um Erdgas, Kohle und Öl in „schwer zu dekarbonisierbaren Industrien und Verkehrssektoren“ zu ersetzen.

Zuvor hatte Brüssel bereits angekündigt, dass es dafür seine bisherigen H2-Produktionsziele auf 10 Millionen Tonnen im Jahr verdoppeln und zusätzlich jährlich weitere 10 Millionen Tonnen importieren will.

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Weitere Verwässerung wahrscheinlich

Bis die zu erwartende Auftragsflut für Nel das Unternehmen in die Gewinnzone bugsiert, dürfte es jedoch noch einige Jahre dauern. Mit seinem Backlog befindet sich der Elektrolyse-Spezialist zwar schon auf Rekordkurs; das Unternehmen rutscht derzeit jedoch immer tiefer in die roten Zahlen. Im Auftaktquartal hatte sich der Verlust auf Stufe EBITDA von etwa 15 Millionen € gar verdoppelt.

Dank des günstigen politischen Umfelds plant CEO Løkke, schon im Jahr 2025 den entscheidenden Wendepunkt zu erreichen: die Kostenparität mit fossilen Brennstoffen. Ob das realistisch ist, bleibt jedoch fraglich, da steigende Betriebsaufwendungen durch den Inflationsdruck die Norweger derzeit belasten.

Die Profitabilitätsschwelle wird Nel bis dahin wohl ebenfalls nicht erreichen. In etwa zwei Jahren dürften jedoch die rund 400 Millionen € an Cash-Reserven aufgebraucht sein, sodass das Unternehmen wieder neue Mittel zulasten der Altaktionäre einsammeln muss.

Aufgrund der fortbestehenden Verwässerungsgefahr kommt ein Einzelinvestment bei der Nel-Aktie für mich noch nicht in Frage. Trotz des sich entwickelnden Wasserstoff-Hypes bleibt der Titel also vorerst auf meiner Watchlist.

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