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Sascha / 02.12.21 / 12:39

Moderna: Gleich mehrere Schocknachrichten!

Zu den größten Gewinnern an den US-Börsen gehörte gestern die Aktie des kleinen Biotech-Unternehmens Arbutus Biopharma. Im Gegenzug zählte das Papier von Moderna (WKN: A2N9D9) zu den größten Verlierern. Wir erklären, was das eine mit dem anderen zu tun hat.

Moderna ist ein Biotechnologie-Unternehmen mit Hauptsitz in Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts. Der Standort gilt als das Herz der Branche in den Vereinigten Staaten. Moderna wurde erst 2010 unter dem Namen ModeRNA gegründet und hat sich auf die Entdeckung und Entwicklung von Arzneimitteln auf Basis von Messenger-RNA (mRNA) spezialisiert. Damit ist die Gesellschaft der Weltmarktführer und zugleich größte Wettbewerber der deutschen BioNTech in Mainz.

Omikron-Mutation des Coronavirus: (K)ein Problem?

Zuletzt standen die Aktienmärkte allgemein unter Abgabedruck. Hierfür wurden und werden immer wieder zwei Gründe genannt. Erstens die in Südafrika entdeckte sogenannte Omikron-Mutation des Coronavirus sowie zweitens eine zunehmend hawkischer werdende US-Notenbank Federal Reserve (Fed). Denn die möchte aufgrund langsam ausufernder Inflationssorgen ihre Geldpolitik nun schneller und stärker straffen, als bisher in Aussicht gestellt.

Auch wenn das auf den ersten Blick kaum ersichtlich ist, stehen beide Dinge in einem engen Zusammenhang. Denn sollte sich bestätigen, dass die Omikron-Mutation zwar ansteckender, aber zugleich auch harmloser ist, wäre dies der Anfang vom Ende der Covid-19-Pandemie. Selbst wenn die Covid-19-Impfstoffe schlechter oder gar nicht mehr wirken würden. Denn gegen einen harmlosen Schnupfen benötigt man im Zweifel keine Impfung mehr.

Ohne Covid-19-Pandemie aber kann sich die US-Notenbank voll und ganz auf das Mandat der Preisstabilität konzentrieren. Daher ist es auch wenig verwunderlich, dass die Fed zuletzt zunehmend hawkischer wurde. Aktionäre sollten sich daher schon mal auf deutlich schwierigere Zeiten vorbereiten. Wobei eine Normalisierung, auch an der Börse, langsam wünschenswert ist. Für die Moderna-Aktie sind alle diese Entwicklungen jedoch schlecht.

Patentstreitigkeiten on top!

Doch das waren noch längst nicht alle schlechten News, die das Papier zurzeit verkraften muss. So gibt es in den USA massive Patentstreitigkeiten, zum einen mit dem U.S. National Institutes of Health (NIH), zum anderen mit Arbutus Biopharma. Das NIH wirft Moderna vor, in dem Patentantrag zu seinem Covid-19-Impfstoff Spikevax drei Wissenschaftler, die als Miterfinder gelten (John Mascola, Barney Graham und Kizzmekia Corbett), verschwiegen zu haben.

Dieser Streit soll nun sogar vor Gericht ausgefochten werden, wie das NIH verkündete. Bereits vor Gericht verloren hat Moderna den Prozess um die Verwendung von Lipid-Nanopartikeln bei Spikevax. An diesen Lipid-Nanopartikeln hält nämlich Arbutus Biopharma Patentrechte und warf Moderna vor, diese verletzt zu haben. Moderna sah und sieht das anders.

Vielmehr habe Arbutus eine Lizenz an ein anderes Biotech-Unternehmen vergeben, und hier habe man sich eine Unterlizenz geholt. Dies sei auch nach den Verträgen zwischen Arbutus und diesem Biotech-Unternehmen rechtlich zulässig. Arbutus wies das zurück und bekam nun vor Gericht Recht.

Bleibt es dabei, könnte Arbutus entsprechende Zahlungen von Moderna verlangen. Spannend, aber schlecht für Moderna und seine Aktionäre. Die Aktie ist daher derzeit für mich kein Kauf mehr!

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