HomeToGo: Das macht die Aktie so interessant

26.09.23 um 16:28

Die Aktie des Ferienanbieters HomeToGo (WKN: A2QM3K) verliert -1,5% und steht aktuell bei 2,78 €. Damit setzt sie ihre Seitwärtsbewegung seit Anfang des Jahres innerhalb einer Range von 2,60 € bis 3,30 € weiter fort. Seit Börseneinführung hat sie sich rund geviertelt. Sind das jetzt günstige Einstiegskurse?

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ℹ️ HomeToGo vorgestellt

Die HomeToGo SE wurde 2014 mit der Idee gegründet, günstige Ferienunterkünfte über ihre Plattform leicht zugänglich zu machen. Der Hauptsitz der SE befindet sich in Luxemburg, das operative Geschäft der HomeToGo GmbH wird von Berlin aus geführt. Über lokale Plattformen ist das Unternehmen in 25 Ländern tätig. Die Marktkapitalisierung beträgt 331 Millionen €.

Höchste Quartalswerte erreicht

Das Unternehmen setzte seinen Aufwärtstrend auch im zweiten Quartal fort und erreichte beim Umsatz und Ertrag jeweils die höchsten Quartalswerte. Ein Highlight in der Unternehmensgeschichte ist ebenfalls, dass das operative EBITDA mit 1,4 Millionen € erstmals positiv ausfiel. Der IFRS-Quartalsumsatz verbesserte sich um 14% auf 42,8 Millionen € – damit erreicht er den 2,5-fachen Wert vor der Corona-Pandemie.

Der am 15. August veröffentlichte Halbjahresbericht zeigt eine deutliche Steigerung des IFRS-Umsatzes gegenüber dem Vorjahreszeitraum, mit 64,7 Millionen € bedeutet das einen Anstieg um 14%. Dieses Wachstum resultiert überwiegend aus dem starken Anstieg in den USA – die Zuwachsrate liegt hier bei 65%. Das profitable Subscription & Service Segment (Abo-Geschäft) verzeichnete einen Zuwachs von 85% auf 14,9 Millionen €.

Positiv hat sich auch der Cash-Bestand entwickelt. Dank eines operativen Free Cashflow von 8,8 Millionen liegt er bei 145,3 Millionen €.

Dr. Patrick Andrae, Mitgründer & CEO von HomeToGo, kommentiert die Entwicklung so:

Die erste Hälfte des Jahres 2023 hat uns ausgesprochen stolz gemacht, da HomeToGo nach einem starken Wachstum der Buchungserlöse im ersten Quartal nun im zweiten Quartal erstmals ein positives bereinigtes EBITDA erzielen konnte.

Prognose bestätigt

Im Hinblick auf die gute Entwicklung im ersten Halbjahr bestätigte das Unternehmen seine Jahresprognose. Danach soll ein IFRS-Umsatz von 165 bis 175 Millionen € erreicht werden – 2022 waren es 146 Millionen €.

Beim operativen EBITDA soll der Break-even angestrebt werden. Im vergangenen Jahr wurde ein operativer Verlust von 21 Millionen € erwirtschaftet. Dass im zweiten Quartal erstmals ein operativer Gewinn erzielt wurde, lässt hoffen, dass das EBITDA sich deutlich verbessern dürfte.

Stärkung des Managements vorgenommen

Mit der Ernennung von Dr. Bodo Thielmann Mitte September zum Chief Investment Director konnte ein erfahrener Branchenkenner gewonnen werden. Aufgrund seiner bisherigen Stationen bei anderen artgleichen Unternehmen verfügt er über ein hohes Fachwissen.

Mit ihm soll das bisherige Geschäft deutlich ausgebaut werden. Der hohe Cash-Bestand ermöglicht eine Expansion.

Wie sind die Aussichten der Aktie?

Der massive Kursverlust seit Börseneinführung zeigt, dass der damalige Finanzinvestor Kasse machen wollte und die Aktien zu einem überhöhten Kurs an die Börse gebracht hat. Mit dem Rückgang auf das jetzige Niveau ist diese Übertreibung weitestgehend abgebaut.

Wichtig sind jetzt die Zukunftsaussichten. Hier deutet sich bei der Ertragslage eine Wende an. Das Unternehmen will operativ profitabel werden. Das zweite Quartal zeigte, dass dieses Ziel in greifbare Nähe gerückt ist.

Positiv für den weiteren Kursverlauf dürfte sich auch das beschlossene Aktienrückkaufprogramm auswirken. Es sieht vor, dass 5,7 Millionen Aktien zu einem jeweiligen Höchstkurs von 3,16 € gekauft werden können. Das Programm läuft bis Ende 2024.

Insgesamt halte ich die Aktie für sehr interessant, insbesondere im Hinblick auf den Break-even. Wenn nachhaltig ein operativer Gewinn erzielt wird, bestehen gute Chancen auf Kurssteigerungen. Mein erstes Ziel liegt bei 3 € – das entspricht einem Anstieg von +13%. Die Mehrheit der Analysten sieht mittelfristig ein Kursziel über 6 €, ich bin da deutlich vorsichtiger.

Mein Fazit: ein guter Nebenwert zur Bereicherung des Depots.

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