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Fed & Co vor Zinsentscheid: Doch keine Jahresendrallye für den DAX?

Simon Ruic / 11.12.22 / 10:31

In der kommenden Börsenwoche dürfte es nochmal richtig spannend werden, denn es stehen richtungsweisende geldpolitischen Entscheidungen an. Sowohl US-Notenbank Fed als auch die Europäische Zentralbank und die Bank of England tagen und dürften ihre Geldpolitik angesichts der immer noch viel zu hohen Inflation weiter straffen. Vor allem die US-Währungshüter könnten nun wie erwartet mit einer Verlangsamung ihres Straffungstempos an den Börsen für eine Jahresend-Rallye sorgen. An den europäischen Märkten spricht dennoch einiges für einen schwachen Jahresabschluss.

Bei den US-Währungshütern gehen Ökonomen davon aus, dass die eine Zinserhöhung von 0,5 Prozentpunkten verkünden werden – gegenüber den Vormonaten eine Verlangsamung des Straffungstempos. So hatten Jerome Powell und Co. den Leitzins die letzten vier Male in großen 0,75-Schritten auf eine Spanne von 3,75 bis 4% angehoben. Damit handelte die Fed so aggressiv wie seit 40 Jahren nicht mehr.

Die Erwartung der Börsen, dass die US-Geldpolitiker die Zügel am kommenden Mittwoch weniger stark anziehen werden als zuvor, war der Hauptgrund für die beachtliche Herbst-Erholungsrallye: Von Anfang Oktober bis Ende November hatten sowohl der DAX als auch US-Leitindex Dow um ein Fünftel zugelegt.

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Herbstrallye abgekühlt, US-Verbraucherpreise für November nun wegweisend

Und doch hat sich die Begeisterung an der Wall Street über langsameres Vorgehen der Notenbanker in der vergangenen Woche schnell abgekühlt, nachdem sich der US-Arbeitsmarkt zuletzt noch überraschend robust zeigte. Dies könnte die Fed dazu bewegen, ihr bisheriges Straffungstempo doch beizubehalten, befürchten Händler. Am Häusermarkt dagegen sind die Folgen der hohen Zinsen sehr deutlich zu spüren, daher müssen die US-Währungshüter ihre Entscheidung sehr gut abwägen.

Das Zünglein an der Waage könnte die US-Verbraucherpreise im November sein, die am Dienstag, einen Tag vor der Fed-Sitzung verkündet werden. Im Oktober hatte sich deren Anstieg deutlich abgeschwächt, was die Erholung an den Aktienbörsen befeuert hatte. Im November dürften wir nun eine weitere Abschwächung der Teuerung erleben, die auf Jahressicht auf 7% zurückgehen könnte. Der Jahreshöchststand lag bei mehr als 9%.

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Inverse Zinskurve & schlechtere Inflationserwartungen für Europa

An den US-Anleihemärkten stehen die Zeichen derweil klar auf Rezession. Die Zinskurve der wichtigsten Bonds weist aktuell ein extrem inverses Verhältnis auf. Die kurzfristigen Renditen liegen also anders als meist üblich über den langfristigen, was als Warnsignal für die Konjunktur gilt.

Auch die EZB wird den Leitzins voraussichtlich um 0,5 Prozentpunkte anheben. Deutliche Unterschiede gibt es jedoch zu den Erwartungen an die zukünftige Inflation: Während die Finanzmärkte für die USA in den kommenden zwölf Monaten eine Inflation von 2,6% einpreisten, sind es für die Eurozone 4,8%.

Das sind ganz offensichtlich keine guten Vorzeichen für Aktien der Eurozone. Gut möglich, dass auch den deutschen Märkten jetzt nach der Herbstrallye die Puste fehlt für eine Jahresendrallye. Das Börsenjahr droht damit mit derzeitigen Verlusten von rund 10% das tristeste seit 2018 zu werden.

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