Evotec-Aktie: Geben die neuen Deals Impulse?

28.09.23 um 8:04

Nachdem die Evotec-Aktie (WKN: 566480) vergangenen Donnerstag ohne nennenswerte News böse abgestürzt ist, meldet der Wirkstoffentwickler diese Woche starke Neuigkeiten im Doppelpack. Involviert ist ein Pharmakonzern, der sich in den vergangenen Monaten zum absoluten Börsenüberflieger gemausert hat.

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ℹ️ Evotec vorgestellt

Evotec mit Sitz in Hamburg ist ein international tätiges Unternehmen im Bereich der pharmazeutischen Wirkstoffforschung. In Forschungs- und Entwicklungspartnerschaften mit Biotech-Unternehmen und Pharmakonzernen weltweit erforscht und entwickelt Evotec Wirkstoffkandidaten für Therapieansätze in verschiedensten medizinischen Richtungen. Das Unternehmen wird an der Börse mit rund 3,25 Milliarden € bewertet.

„Share Economy“-Ökosystem wächst

Am Mittwochabend hat Evotec bekanntgegeben, dass man drei Partnern Zugang zur eigenen F&E-Plattform gewährt: LabCentral, BioLabs und MBC BioLabs. Die Vereinbarung unterstütze demnach das gemeinsame Ziel, die Erfolgsrate von Unternehmen in der Frühphase in dem „Share Economy“-Ökosystem zu erhöhen.

Bei den drei neuen Partnern, die zusammen mehr als 400 Biotech-Firmen betreuen, handelt es sich um ein „Sprungbrett“ für Start-ups (LabCentral), ein Labor- und Büroraum-Netzwerk (BioLabs) und einen Anbieter von Co-Working-Laborfläche (MBC BioLabs). Sie sollen dabei helfen, Biotech-Innovationen im Rahmen von Evotecs End-to-End-Plattform an wichtigen Wertschöpfungspunkten zu unterstützen, etwa beim Zugang zu Wirkstoffforschung im industriellen Maßstab.

Robert Blazej, Director von MBC BioLabs, zeigte sich begeistert von der Partnerschaft und erklärte:

Wir freuen uns sehr, Evotecs weltweit führende F&E-Plattform noch näher an die Unternehmen heranzubringen, die in unseren Einrichtungen in der San Francisco Bay Area tätig sind.

Partnerschaft mit Pharmaüberflieger vertieft

Erst am Vortag hatte Evotec eine Vertiefung der Partnerschaft mit Novo Nordisk verkündet, dem dänischen Pharmariesen und Börsenüberflieger der vergangenen Monate. Die Unternehmen starten demnach zusammen LAB eN², ein Beschleunigungsprogramm für die Wirkstoffforschung bei kardiometabolischen Erkrankungen, Blut- und endokrinen Störungen.

Für die Teilnahme an der neuen Plattform habe man den Angaben nach eine Top-Auswahl der weltweit angesehensten Institute gewonnen, darunter die Harvard University, das Mass General Brigham, die Yale University und das Beth Israel Deaconess Medical Center.

Anlegern winkt +50% Kurspotenzial

Wenn es darum geht, in der vielfältigen Biotech-Branche Netzwerke zu schließen, macht Evotec so schnell niemand was vor. Die Hamburger arbeiten Firmenangaben nach mit den „allen Top-20-Pharmakonzernen“ zusammen und pflegen Beziehungen zu 800 weiteren Biotech-Unternehmen und medizinischen Instituten.

Angesichts der zahlreichen sich dynamisch entwickelnden Projekte und Partnerschaften hat die Evotec-Aktie aus meiner Sicht sehr viel Potenzial, sich in ein veritables Investment zu verwandeln. Das sehen auch die meisten Analysten so, die den Anteilen des Wirkstoffentwicklers im Mittel ein 12-Monats-Kurspotenzial von über +50% bescheinigen.

Derzeit ist die Bewertung des MDAX-Titels noch sehr hoch, angesichts der Tatsache, dass erste kleine Gewinne erst im kommenden Jahr geplant sind. Aus diesem Grund ist das Papier auch anfällig für plötzliche Rücksetzer – wie vor einer Woche, als der Kurs ohne nennenswerte Nachrichten deutlich zweistellig in den Keller rauschte. Anleger müssen sich vorerst mit solchen Korrekturen anfreunden, um sie gegebenenfalls für (Nach-)Käufe zu nutzen.

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