Evotec-Aktie: Dank KI in der Champions League angekommen

23.06.23 um 12:54

Die Evotec-Aktie (WKN: 566480) macht den nächsten kräftigen Kurssprung, nachdem die nächste Top-Investmentbank den MDAX-Titel geadelt hat. Der Analyst macht den Markt darauf aufmerksam, dass die Hamburger in Zukunft von dem Megatrend schlechthin profitieren dürften.

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Evotec vorgestellt
Die traditionsreiche Hamburger Biotech-Firma Evotec erforscht in vielen Forschungs- und Entwicklungspartnerschaften verschiedene Therapieansätze. Der Pharma-Hersteller hat eigene Wirkstoffkandidaten in der klinischen sowie in der präklinischen Entwicklung. An der Börse hat das Unternehmen derzeit einen Wert von über 3,6 Milliarden €.

Endlich Champion League

Bei Investmentbanken ist es wie bei Fußballvereinen: Die Top-Vier spielen in der Champions League, wo das große Geld und die Beachtung der Massen winkt. In der Europa League oder gar der Conference League geht es hingegen fast nur noch um Peanuts, das Interesse beschränkt sich mehr oder weniger auf die eigenen Fans.

Evotec-Anleger können daher hocherfreut sein, dass das Hamburger Unternehmen seit einer Weile auch in der Königsklasse spielt. So hatte Anfang des Monats zunächst die Citigroup (Platz 4 nach Marktanteil) die Biologika-Abteilung des Wirkstoffentwicklers mit einem Tesla-Vergleich geadelt. Am Freitagmorgen folgte nun der nächste Ritterschlag, der die Aktie prompt um mehr als +4% auf über 21,50 € bugsiert hat.

So hat die US-Investmentbank Morgan Stanley (Platz 3) ihr Evotec-Rating von „Equal-weight“ auf „Overweight“ hochgestuft und ihr Kursziel von 22 auf 29 € angehoben. Das stark laufende Geschäft des Wirkstoffforschers und mögliche neue Kooperationen dürften bei den Anlegern wieder auf Interesse stoßen, schrieb Analyst James Quigley in seiner neuen Studie.

Was vor allem aufhorchen lässt: Quigley verknüpft Evotec mit dem Megatrend schlechthin. Der MDAX-Konzern sei demnach bestens positioniert, um von der „KI-Revolution“ in der Pharmabranche zu profitieren.

International kein Nobody mehr

Mit diesem überaus positivem neuen Analystenkommentar aus dem Branchenoberhaus dürfte Evotec nun endgültig aus der Nebenwerte-Schublade verschwunden sein. Die optimistischen Coverage der Investmentriesen wird die Hamburger nun auch international auf das Radar vieler neuer privater und institutioneller Investoren bringen.

Was die geschäftlichen Beziehungen angeht, ist der Biologika-Spezialist schon längst kein Nobody mehr. Firmenangaben nach befinden sich in dem mächtigen Partner-Netzwerk der Hamburger alle „Top-20-Pharmaunternehmen“ sowie 800 weitere Biotech-Schmieden. Hinzu kommen finanzstarke regelmäßige Geldgeber wie die Europäische Investitionsbank und die Bill & Melinda Gates Foundation.

Fazit zur Aktie: Ruhigen Gewissens zugreifen

Seit dem Cyberangriff-geschuldeten MDAX-Rauswurf im Frühjahr läuft es rund bei Evotec. Der positive Newsflow legt nahe, dass sich zahlreiche Partnerschaften dynamisch entwickeln und das Biologika-Geschäft profitabler wird. Vor wenigen Tagen wurde der Biotech-Titel zudem wie erwartet von der Deutschen Börse in die DAX-Familie wiedereingegliedert.

Das Morgan-Stanley-Update für die Evotec-Aktie bestätigt mich in meinem bisherigen Fazit:

Evotec-Aktionäre müssen – das hat die Vergangenheit gezeigt – zwar immer mit empfindlichen Kurskorrekturen rechnen; mittel- bis langfristig dürfte sich die hervorragend vernetzte Traditionsfirma aber zu einem grundsoliden Investment mausern.

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