Günther / 31.08.21 / 8:30

Sonder-Chance: Ist das der heißeste Rohstoff für Herbst 2021?

Kaum ein Rohstoff war für fast ein Jahrzehnt so aus dem Fokus der Anleger. Und kein anderer Rohstoff steht vor einem so fulminanten Comeback, wenn das Angebot zusammenbricht. Die Rede ist vom Brennstoff Uran. Ich verrate Ihnen heute, warum ich schon in den nächsten Monaten einen deutlich höheren Uranpreis für möglich halte – und welche Aktie neben den Standard-Werten Cameco (WKN: 882017) und Sprott Uranium Trust (WKN: A3CU5R) mein Top-Favorit ist.

In Deutschland ist dies heute schwer vorstellbar, aber in vielen Ländern dient Atomkraft immer noch der Grundversorgung. Daran wird sich kurzfristig auch nichts ändern. Selbst in unserer direkten Nachbarschaft, in Frankreich, stammen fast 80% des Stroms aus Nuklear-Energie. Der Brennstoff Uran wird also auch zukünftig gebraucht. Allerdings ist der Uranpreis seit einem guten Jahrzehnt am Boden – und so wurden fast keine neuen Vorkommen mehr gesucht. In diesem kleinen Markt, der schon viele Jahre chronisch unterversorgt ist, wird dies zwangsläufig dramatische Auswirkungen haben...

Der Uran-Markt befindet sich in einer dramatischen Unterversorgung

Der Uran-Spot-Preis verhält sich noch ruhig und steht unter der Schwelle von 35 US$ pro Pfund. Experten rechnen in den kommenden Monaten aber durchaus mit Kurschancen in Richtung 50-60 US$ pro Pfund, die den gesamten Uransektor beleben dürften.

Mit scharfem Blick auf das prognostizierte Angebotsdefizit in der laufenden Dekade wird schnell klar, dass das nicht mehr allzu lange so bleiben wird.

  • Das Minenangebot von ca. 163 Millionen Pfund fiel in jüngster Zeit unter 120 Millionen Pfund. Die Branchenexperten von UxC schätzen, dass sich in den nächsten zehn Jahren ein jährliches Defizit von ca. 100 Millionen Pfund ergibt.
  • Die ungedeckte Nachfrage, worunter der Uran-Bedarf der Versorger ohne langfristige Abnahmeverträge zu verstehen ist, wird in den nächsten Jahren rasch steigen und bis 2025 schon 40% der Nachfrage und 65 % der Nachfrage im Jahr 2030 ausmachen.

So profitieren Anleger vom bevorstehenden Uran-Boom

Nach fast einem Jahrzehnt Funkstille kommt nun wieder Leben in die Uranaktien: Die Aktie des weltgrößten Uran-Produzenten Cameco ist in den letzten 12 Monaten um +55% gestiegen. Da wir aber noch am Anfang des neuen Uran-Zyklus stehen, ist eines klar: Kleine Projektentwickler mit erwiesenen Vorkommen dürften deutlich höhere Kursgewinne verbuchen. So konnte zum Beispiel mein Favorit Skyharbour Resources (WKN: A2AJ7J) im gleichen Zeitraum bereits einen Kursanstieg um satte +118% verbuchen.

Das ist jedoch erst der Anfang: Selbst bis zum Jahreshoch von 0,60 CA$ winken bereits +50% Kurspotenzial. Warum ich für Skyharbour Resources so optimistisch bin? Skyharbour ist eben nicht ein beliebiger Explorer.

Bei dem Unternehmen handelt es sich um einen dynamischen Uran-Projektentwickler und „Prospect Generator“. Das heißt, man entwickelt Projekte gemeinsam mit führenden Uran-Konzernen weiter. Dabei identifizieren die Geologen von Skyharbour die aussichtsreichsten Projektgebiete und machen diese für eine Entwicklung zur Mine startklar.

Alle sechs Explorationsprojekte befinden sich in der Nähe der gut ausgebauten regionalen Infrastruktur im Südosten des Athabasca-Beckens. In einem Gebiet, wo praktisch alle bedeutenden Uranunternehmen der Welt beheimatet sind, inklusive dem Weltmarktführer Cameco.

Die Projektgebiete von Skyharbour:

Skyharbour hält nicht nur ein Uran-Projekt, sondern besitzt vermutlich den größten Fußabdruck im Athabasca-Becken (240.000 Hektar) von entwickelbaren Projekten mit teils enormer historischer Vorarbeit. Quelle: Investorenpräsentation

Joint-Venture mit dem strategischen Partner Orano (ehemals Areva)

Einer der bekanntesten Partner bei der Entwicklung des Preston-Vorkommens ist dabei der französische Atomkonzern Areva, der mittlerweile Orano heißt. Der Uran-Produzent gehört zu den drei größten der Welt und erreicht eine Förderleistung von knapp 16 Millionen Pfund Uran (U308). Der Fokus auf der Entwicklung weiterer Vorkommen liegt hierbei im Athabasca-Becken.

Dort sicherte sich Orano eine 51%-Beteiligung am Preston Projekt von Skyharbour, indem man bis zu knapp 5 Millionen CA$ in die Entwicklung investiert, während sich Skyharbour und Dixie Gold jeweils die verbliebenen 49% des Projektes je zur Hälfte teilen.

Es gibt starke Gründe, warum Anleger sich bei dieser Aktie für den Herbst erneut positionieren sollten.

Spannende Projektentwicklung bei Moore Lake

Bei Moore Lake handelt es sich um ein Projekt, das vom amtierenden Chefgeologen von Skyharbour, der zuvor mehr als zwei Jahrzehnte für den weltgrößten Uran-Produzenten Cameco arbeitete, schon länger mit größtem Interesse verfolgt wird. Im letzten Zyklus war das Projekt ein Teil der Übernahme von JNR Resources durch Denison Mines, die das Projekt vor fünf Jahren an Skyharbour veräußerten.

Skyharbour verfolgt weiterhin die Entwicklung eines eigenen Projekts mit einem Bohrprogamm auf seinem 35.705 Hektar großen Vorzeige-Uran-Projekt Moore Lake, das sich etwa 15 Kilometer östlich des Wheeler River Projekts von Denison Mines befindet. Das Wheeler River Projekt besitzt eine ähnliche Geologie und konnte mittlerweile auf einen Projektwert von über 1 Milliarde US$ entwickelt werden.

Hochgradige Uran-Mineralisierungen wurden hierbei vor allem in der Maverick Zone festgestellt mit historischen Bohrungen von 4,03% Uran (U3O8) über 10 Meter in einer Tiefe von 265 Metern. Daraufhin führte Skyharbour 2017-2021 mehrere Bohrprogramme auf dem Projekt durch und meldete dabei Spitzenergebnisse von bis zu 20,8% U3O8 auf 1,5 Metern innerhalb von 6,0% U3O8 auf 5,9 Metern.

Anleger werden darum in den kommenden Wochen auf starke News mit ersten Hinweisen der Auswertung dieser Bohrergebnisse unter Einbezug der neuen Bohrresultate von 2021 schauen.

Sondersituation mit Uran-Aktien ETF verspricht schnelle Kursgewinne

Es gibt einen weiteren Grund, der für rasant steigende Uranpreise in den kommenden Monaten spricht. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der milliardenschwere Vermögensverwalter Sprott Asset Management den größten Fonds für Uran-Investitionen, die Uranium Participation Corp. übernommen hat. Kurz darauf wurde der Fonds in Sprott Physical Uranium Trust umgetauft. Außerdem dürfen die interessierten Kunden für bis zu 300 Millionen US$ neue Anteile zeichnen. Das dürfte das Investitionsvolumen deutlich erhöhen und dem drastisch unterversorgten Markt weitere 10 Millionen Pfund entziehen.

Damit wird der ohnehin enge physische Uran-Markt noch knapper, und ich erwarte nun einen beschleunigten Anstieg des Uranpreises.

Vor diesem Hintergrund gibt es weitere Überlegungen, die zu einem der führenden Uran-Aktien ETFs führt. Dieser könnte demnächst seine Gewichtung bei Skyharbour Resources (WKN: A2AJ7J) wieder deutlich erhöhen. Nach meinem Informationsstand sollte das im Laufe des Monats September erfolgen.

Damit liegt die Spekulation nahe, sich im Vorfeld dieser Anpassung der Gewichtung mit Aktien von Skyharbour zu positionieren. Denn die Fondszuflüsse sollten den Kurs hier über die kommenden Wochen deutlich steigen lassen.

Für Anleger bietet das eine gute Chance, weil ich glaube, dass das Management bis Herbst weitere möglicherweise stark kursbeeinflussende Bohrergebnisse veröffentlichen wird.

Nach meinem neuesten Kenntnisstand schreitet das aktuelle Bohrprogramm bei Moore Lake gut voran und hat laut Managementangaben eine deutliche Ermutigung zur Erweiterung des aktuellen 3.500 Meter Bohrprogramms auf insgesamt 5.000 Meter in 12 bis 14 Bohrlöcher ergeben.

Sprich: Die Sichtungen der Bohrkerne vor Veröffentlichung der Laborergebnisse erhöhten bei den Geologen den Optimismus, sodass sie diesen Sommer länger als geplant bohren möchten.

Eine sehr günstige Vergleichsbewertung

Ich bin überzeugt, dass Sie unter den spekulativen Titeln keinen qualitativ besseren Uran-Explorer im Herzen der weltweiten Uran-Förderung, dem Athabasca-Becken, finden können, der noch so günstig bewertet wird wie Skyharbour Resources (WKN: A2AJ7J).

Meine Einschätzung: Skyharbour mit Blick auf die ETF-Anpassungen ein starker Kauf

Zuletzt hatte ein Uran-Aktien-ETF Skyharbour Anfang 2021 in seinen Bestand aufgenommen, was zu starken Algo-Käufen der Aktie und einer ersten Kursspitze bei 0,60 CA$ führte. Dies ist insofern bemerkenswert, als bis dahin gar keine aktuellen Bohrergebnisse vorlagen.

Mit dem nächsten Termin zur Neugewichtung im September könnte ein ähnlicher Fall eintreten. Wie im März wird dann der ETF zum Quartalsende neu gewichtet. Die Gewichtung von Skyharbour liegt momentan mit 0,3% auf dem Minimum der ETF-Gewichtung. Das bedeutet: Steigen die Kurse mit guten Daten bis September, müsste der ETF seine Gewichtung womöglich wieder deutlich erhöhen. Das wäre ein großer zusätzlicher Katalysator für den Kurs.

Vom Markt kaum beachtet wurde der nächste kommende Meilenstein auf dem Kernprojekt Moore Lake, das im Sommer 2021 gebohrt wird und auf Grundlage aller gesammelten Daten aus vier Jahren Explorationstätigkeit in diesem Jahr eine erste Kalkulation der Maiden Ressource erwarten lässt.

Interessenkonflikt: Für die Berichterstattung über das Unternehmen Skyharbour Resources wurden der Herausgeber bull markets media GmbH und der Autor entgeltlich entlohnt. Der Herausgeber und mit ihm verbundene Personen halten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aktien des besprochenen Unternehmens und haben die Absicht, diese je nach Marktsituation – auch kurzfristig – zu veräußern bzw. Optionen auszuüben und könnten dabei insbesondere von erhöhter Handelsliquidität profitieren.

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