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CompuGroup Medical-Aktie: Hoppla, was ist da passiert?

Rudolf Schneider / 31.10.22 / 10:46

„Gestern noch hui, heute pfui“: So ergeht es der Aktie von CompuGroup Medical, kurz CGM (WKN: A28890), nachdem das Unternehmen jüngst die Prognose nach unten revidieren musste. Dabei hatte das Management bei der Bekanntgabe der Halbjahreszahlen Anfang August noch die Jahresprognose bestätigt. Ist der Titel nach einem Kursrutsch um über -10% auf 32,66 € kaufenswert?

CGM ist ein Softwareanbieter für Arztpraxen und Krankenhäuser. Neben der Verwaltungssoftware bietet das Unternehmen eine Plattform an, auf der sich alle Beteiligten vernetzen können. Im Hinblick auf die bisherige schlechte Digitalisierung im Gesundheitswesen ist das ein absoluter Zukunftsmarkt. Das Unternehmen hat seinen Sitz in Koblenz.

Kurs hat sich 2022 halbiert

Seit Jahresbeginn hat sich das Papier des SDAX-Konzerns halbiert auf 32,66 € und ist wieder auf dem Niveau von 2015. Damit ist der stetige Anstieg seit damals dahin. Am 3. November werden die Zahlen für das dritte Quartal veröffentlicht, dann wird man mehr über die Gründe der Anpassung erfahren.

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Prognose gesenkt

Die bisherige Prognose wurde jetzt leicht nach unten korrigiert. Grund hierfür ist nach Unternehmensangaben die Verschiebung von Projekten ins neue Geschäftsjahr, insbesondere betrifft es das PTV5-Update.

Der Jahresumsatz soll nun zwischen 1,1 und 1,13 Milliarden € Euro liegen (bisher 1,1 bis 1,15 Milliarden €). Das bereinigt EBITDA wird jetzt in einer Größenordnung von 220 bis 240 Millionen € liegen (vorher 240 bis 260 Millionen €). Der Free Cashflow soll statt 100 Millionen € jetzt zwischen 40 und 70 Millionen € betragen.

Die Senkung bezieht sich nur auf die Jahresprognose. Die mittelfristige Prognose bis 2025 blieb unangetastet. Danach soll das organische Umsatzwachstum bei 5% pro Jahr liegen. Der Anteil der wiederkehrenden Umsätze soll dann bei 70% liegen. Die EBITDA-Marge soll 2025 bei 27% liegen.

Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr

Bis vor kurzem war die Welt noch in Ordnung. Umsatz und Ertrag konnten im ersten Halbjahr gesteigert werden. Der Umsatz stieg während dieses Zeitraums um +10% auf 516,7 Millionen €. Der größte Teil davon, nämlich 7,5%, basierte auf einem organischen Wachstum. Das bereinigte EBITDA verbesserte sich um +8% auf 105,1 Millionen €, das entspricht einer EBITDA-Marge von 20,3%. Der Free Cashflow sank um -56% auf nur noch 28,1 Millionen €.

Insgesamt war die Geschäftsentwicklung bis dahin positiv. Von den aktuellen Krisen ist CGM kaum betroffen.

Wechsel an der Vorstandsspitze und Transformation des Unternehmens

Völlig überraschend wurde das Vertragsverhältnis des CEO Dirk Wössner zum 30. Juni 2022 vorzeitig beendet. Als Grund wurde die unterschiedliche Auffassung zur zukünftigen Strategie angeführt. Neuer CEO ist der bisherige CFO Michael Rauch.

Das Unternehmen wird einem Transformationsprozess unterzogen. Ziel ist der Umbau des Konzerns hin zu einem profitableren Wachstum. Ein Teil hierzu dürfte die Übernahme von INSIGHT Health Group gewesen sein, die im Mai abgeschlossen werden konnte.

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Auswirkungen auf die Aktie

Der Kursrückgang fiel schon sehr heftig aus. Der Grund hierfür dürfte insbesondere der sein, dass die Prognose noch im August bestätigt worden war und dann korrigiert wurde. Andererseits ist das Unternehmen verpflichtet, wichtige Ereignisse und deren Auswirkungen unverzüglich zu melden.

Eine Verschiebung von Projekten in das neue Geschäftsjahr bedeutet ja nicht, dass diese nicht mehr realisiert werden. Der daraus resultierende Umsatz wird dann im neuen Geschäftsjahr relevant. So sehen das auch die Analysten der Baader Bank, sie sprechen von einem Rückenwind für 2023.

Ich halte den extremen Kursrückgang für übertrieben und gehe davon aus, dass das Papier sich wieder beruhigen wird. Allerdings dauert es, bis der Imageschaden wieder behoben ist. Bei der Veröffentlichung der Quartalszahlen Anfang November dürfte mehr Licht ins Dunkel kommen.

Anleger sollten dennoch vorerst die Aktie meiden.

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