BYD: Fabelzahlen und ein historischer Meilenstein

27.04.23 um 17:02

BYD (WKN: A0M4W9) legt einmal mehr starke Zahlen vor und erreicht einen historischen Meilenstein, was den jüngsten Aufwärtstrend der Aktie weiter befeuern dürfte. Von der befürchteten Wachstumsdelle fehlt bislang jede Spur. Aber wird das im zweiten Halbjahr auch so bleiben?

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BYD ist ein agiler chinesischer Mischkonzern, der sich in drei Hauptgeschäftsfelder aufteilt: Automobile, das Batterie- und Solarsegment und die eigenständige Holding BYD Electronics. Fahrzeug-Komponenten wie Halbleiter und Akkus erhalten die Chinesen damit aus erster Hand – in Zeiten knapper Rohstoffe und Vorprodukte ein großer Wettbewerbsvorteil.

VW beim China-Absatz erstmals abgehängt

Wachstumsdelle 2023? Von wegen! BYD hat im Auftaktquartal genau dort angeknüpft, wo der Konzern im Vorjahr aufgehört hat: mit beeindruckenden Wachstumszahlen.

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat der chinesische Hersteller am späten Donnerstag für die ersten drei Monate im Vorjahresvergleich einen Gewinnsprung gemeldet von +410% auf umgerechnet rund 600 Millionen US$ – eine Marke leicht unter den Analystenerwartungen.

Auch der Umsatz des heimischen Marktführers für das erste Vierteljahr kletterte demnach kräftig: um fast +80% auf 17,35 Milliarden US$, was den Marktkonsens übertroffen hat. Laut der Börsenmitteilung hatten die Chinesen dabei zwischen Januar und März weltweit rund 550.000 E-Autos verkauft – fast doppelt so viele wie im Vorjahreszeitraum.

Zudem knackte BYD im Heimatland die Marke von 440.000 verkauften Fahrzeugen, womit das Unternehmen dem Konkurrenten Volkswagen die Marktführerschaft abluchste, die die Wolfsburger seit mindestens 2008 innehatten.

BYD lässt sich nicht kleinkriegen

Es ist schon bemerkenswert: Gerade wenn man glaubt, dass das Wachstum von BYD ins Stottern geraten sollte, erreicht der aufstrebende Mischkonzern wieder einen historischen Meilenstein.

Dabei ist es nicht so, als ob es auf dem chinesischen Markt nach der plötzlichen Corona-Politikwende derzeit keine Herausforderungen gäbe. Schließlich hat Peking vor kurzem die Kaufanreize für E-Autos gestrichen und US-Rivale Tesla einen Preiskrieg angezettelt, in den sich schon mehr als 40 andere Marken verstrickt haben.

Während bei Tesla und VW in China schon wieder der Wurm drin zu sein scheint, zeigt sich BYD ähnlich wie bei den weltweiten Lieferketten-Problemen im Vorjahr von den Makro-Gegenwinden unbeeindruckt. Das spiegelt sich auch im Aktienkurs wider, der seit Mitte März wieder eine klare Aufwärtstendenz zeigt.

 Große Wachstumschance in Südamerika

Neben der Krisen-Resilienz von BYD schätzen Investoren insbesondere die riesigen Marktchancen, die sich dem Konzern international eröffnen – allen voran in Südost-Asien und Südamerika, wo es die wachsenden Mittelschichten mehr und mehr auf erschwingliche E-Autos abgesehen haben.

Südamerikas größte Volkswirtschaft Brasilien buhlt bekanntermaßen schon seit geraumer Zeit darum, dass die Chinesen eine E-Auto-Werk in ihrem Land bauen. Anfang der Woche erschienen zudem Berichte, wonach der Mischkonzern eine Fabrik für Batteriekomponenten in Chile plane.

SD-Redaktion bleibt optimistisch

Schon zu Beginn des Jahres hatten wir in diesem Artikel argumentiert, dass es für BYD-Anleger 2023 keinerlei Grund für Schwarzmalerei gibt, und aufgezeigt, mit welchen Mitteln der Konzern seine Margen hochhalten kann. Die neuen Quartalszahlen bestätigen unsere bullishe Haltung.

Darüber hinaus glauben wir, dass Anteilseigner auch im Rezessionsfall im zweiten Halbjahr keine kalten Füße bekommen müssen und der BYD-Aktie einen Platz in ihrem Langfrist-Depot reservieren dürfen.

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