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BASF-Aktie: Guter Start ins Jahr, doch es bleibt heikel

Frank Giarra / 29.04.22 / 11:06

Der Chemie-Riese BASF (WKN: BASF11) untermauert mit den heute präsentierten Zahlen zum ersten Quartal seinen zuvor schon prognostizierten guten Jahresstart. Doch die Geschäfte werden weiterhin von hohen Energie- und Rohstoffpreisen infolge des Ukraine-Kriegs belastet. Der Aktienkurs verharrt entsprechend auf einem Niveau zwischen 50 und 52 €.

Die BASF mit Sitz in Ludwigshafen ist ein Chemiekonzern. Sie beschäftigt weltweit rund 111.000 Mitarbeiter an über 390 Produktionsstandorten in mehr als 80 Ländern. Das Portfolio umfasst die sechs Segmente Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition & Care sowie Agricultural Solutions.

Starke Ergebnisse im ersten Quartal

Trotz erheblich höherer Energie- und Rohstoffpreise sowie Unterbrechungen in den Lieferketten, unter denen fast alle Unternehmen weltweit leiden, hat die BASF im ersten Quartal von Januar bis März starke Ergebnisse erzielt. So kletterten die Umsätze um 19% auf 23,1 Milliarden €.

Ausschlaggebend für das Umsatzwachstum waren nach Unternehmensangaben höhere Preise, insbesondere in den Segmenten Chemicals und Materials. Man hat es also geschafft, gestiegene Kosten an die Kunden weiterzugeben. Außerdem halfen positive Währungseffekte in allen Segmenten, sprich der schwache Euro.

Wertberichtigungen schlagen ins Kontor

Der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Sondereinflüssen (EBIT) legte im Jahresvergleich um 21% auf 2,8 Milliarden € zu. Die Wertberichtigung in Höhe von 1,1 Milliarden € für die Beteiligung an der Wintershall Dea schlug jedoch ins Kontor und schmälerte das Ergebnis nach Steuern und nicht beherrschenden Anteilen auf 1,2 Milliarden € (Vorjahr: 1,7 Milliarden €).

Insofern hatte der Ukraine-Krieg also durch Abschreibungen am Darlehen an Nord Stream 2 sowie an Vermögenswerten in Russland und am Gastransportgeschäft bereits unmittelbare Auswirkungen.

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Unsicherheiten und Unwägbarkeiten

Welche Unwägbarkeiten hier allerdings noch herrschen, beschreibt der Konzern in seiner Pressemitteilung so:

Der Ausblick für die Entwicklung der Weltkonjunktur ist derzeit mit sehr hoher Unsicherheit behaftet. Insbesondere sind die weitere Entwicklung des Krieges in der Ukraine und ihre Auswirkungen auf die Preise und Verfügbarkeit von Energie und Rohstoffen nicht vorhersehbar.

Das aus geschäftlicher Sicht gefährlichste Szenario für die Ludwigshafener, das wir bereits mehrfach beleuchtet haben, verhehlt der Chemie-Gigant ebenfalls nicht: eingeschränkte Gaslieferungen aus Russland oder sogar ein Gasembargo. Ihre Lieferungen nach Polen und Bulgarien haben die Russen bereits eingestellt.

Konzernchef Martin Brudermüller und seine Mitstreiter halten trotz aller Risiken und Unwägbarkeiten an ihren bereits verkündeten Jahreszielen fest. So soll der Jahresumsatz im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen auf 74 bis 77 Milliarden €. Das EBIT vor Sondereinflüssen soll im Bereich zwischen 6,6 Milliarden und 7,2 Milliarden € liegen.

Fragwürdige makroökonomische Annahmen

Etwas merkwürdig mutet in diesem Zusammenhang an, dass die BASF bei ihren makroökonomischen Annahmen weiterhin mit einem Ölpreis der Sorte Brent von 75 US$ pro Barrel im Jahresdurchschnitt kalkuliert. Bekanntlich liegt selbiger seit längerem konstant über 100 US$.

Auch ein angenommener US-Dollar-Wechselkurs von durchschnittlich 1,15 US$/€ erscheint etwas seltsam, da die US-Notenbank viel stärker an der Zinsschraube dreht als die bislang unbewegliche Europäische Zentralbank.

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Heikel bleibt jedoch das politische und gesamtwirtschaftliche Umfeld. Anleger sollten sich des Risikos bewusst sein, dass die Aktie bei einem russischen Gasembargo auf Talfahrt gehen dürfte.

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