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BASF-Aktie: Das sieht alles andere als gut aus

Frank Giarra / 29.08.22 / 13:47

Die große Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen macht der BASF-Aktie (WKN: BASF11) weiterhin arg zu schaffen. Das Papier pendelt zwischen 40 und 42 €, kommt also nicht vom Fleck. Trotz einer mittlerweile sehr guten Dividende scheuen Investoren das Risiko, das vom unberechenbaren Kreml-Chef Wladimir Putin ausgeht. Fragt sich nur, wie lange noch...

Die BASF SE mit Sitz in Ludwigshafen ist gemessen am Umsatz (2021: 79 Milliarden €) der größte Chemiekonzern der Welt. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 111.000 Mitarbeiter an knapp 400 Produktionsstandorten in mehr als 80 Ländern. An der Börse hat der DAX-Titel derzeit einen Wert von 37,8 Milliarden €.

Die große Gefahr lauert weiter

Kaum eine andere deutsche Aktie leidet so sehr unter den unsicheren Verhältnissen bei der Energieversorgung wie die von BASF. Wir haben bereits Ende März in diesem Artikel als eines der ersten Medien auf die große Gefahr hingewiesen, der man sich als Anleger bei diesem Papier bewusst sein muss. Fünf Monate später muss man leider konstatieren, dass sich daran nichts geändert hat. Folglich steht der Titel, vom Jahresbeginn an betrachtet, bei -39% und notiert nahe des Jahrestiefs, das bei 39,32 € liegt.

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Unternehmen trotzt allen widrigen Umständen

Erstaunlich ist, wie das Unternehmen bislang allen widrigen Umständen trotzt. Weder die stark gestiegenen Preise für Energie und Rohstoffe noch der jüngste Chemieunfall im Mannheimer Hafen brachten den Chemieriesen außer Tritt. In der ersten Jahreshälfte hat er vielmehr starke Geschäftsergebnisse erzielt und einen guten Ausblick vorgelegt.

Der Umsatz soll zwischen 86 und 89 Milliarden € und damit über Vorjahresniveau liegen. Das operative Ergebnis vor Sondereinflüssen (EBIT) prognostiziert der Konzern in einer Spanne von 6,8 bis 7,2 Milliarden €.

Die alles entscheidende Frage

Aber diese Ergebnisse wären natürlich nahezu Makulatur, sollte der Despot in Moskau mit Hilfe des russischen Staatskonzerns Gazprom tatsächlich ernst machen und die derzeit schon gedrosselte Gaszufuhr nach Deutschland ganz einstellen. BASF-Boss Martin Brudermüller hat schon sehr frühzeitig aufgezeigt, welches Fiasko dann drohen würde, nämlich deutliche Einschränkungen in der Produktion und im schlimmsten Fall sogar die komplette Schließung des Ludwigshafener Stammwerks, mit rund 40.000 Mitarbeitern das größte Chemiewerk der Welt.

Zwar ist die BASF-Aktie mit einem KGV unter 7 derzeit günstig bewertet. Zudem läuft ein großzügiges Aktienrückkaufprogramm und es gibt eine der höchsten Dividendenrenditen im DAX , die aktuell bei rund 8% liegt.

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Warum fackelt Russland große Gas-Mengen ab?

Ich muss aber sagen, dass bei mir jüngst alle Alarmglocken geschrillt haben. Und zwar deshalb, weil die Nachricht die Runde machte, dass Russland offenbar nahe der Pipeline Nord Stream 1 in der Ostsee große Gas-Mengen lieber abgefackelt hat, als sie nach Deutschland zu liefern. Vom benachbarten Finnland aus ist anscheinend bereits seit einigen Wochen eine ungewöhnlich große Flamme zu sehen.

Mein Fazit: Nur wirklich sehr langfristig denkende Investoren sollten hier an Bord bleiben. Mich locken jedenfalls derzeit auch die vermeintlich günstigen Kurse nicht, meiner Meinung nach ist das Risiko aktuell einfach viel zu groß. Da gibt es bessere, ebenfalls dividendenstarke Titel, mit denen man sogar von der aktuellen Energiekrise profitiert.

Allenfalls Zocker wetten bei BASF auf eine Entspannung der Lage im heraufziehenden Herbst.

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