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BASF-Aktie: Guter Ausblick der Befreiungsschlag?

Frank / 27.07.22 / 10:01

Ungeachtet der Gas-Krise und der schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen liefert der Chemiekonzern BASF (WKN: BASF11) weiter starke Zahlen ab. Auch im zweiten Quartal sind die Geschäfte gut gelaufen, und zwar so gut, dass der Vorstand die Jahresprognose anhebt. Doch die Aktie tritt bei einem Kurs um die 42 € weiter auf der Stelle. Wie lange bleibt das noch so?  

Die BASF SE mit Sitz in Ludwigshafen ist gemessen am Umsatz (2021: 79 Milliarden €) der größte Chemiekonzern der Welt. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 111.000 Mitarbeiter an knapp 400 Produktionsstandorten in mehr als 80 Ländern. An der Börse hat der DAX-Titel derzeit einen Wert von rund 40 Milliarden €.

Die vorläufigen Zahlen des Chemieriesen für das zweite Quartal waren bereits seit dem 11. Juli bekannt. Sie wurden nur noch einmal bestätigt. Doch CEO Martin Brudermüller und seinen Kollegen gelingt dennoch heute eine große Überraschung: Der Konzern hebt seine Jahresziele an.

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Neues Jahresziel: 12 Milliarden € mehr Umsatz

Bislang waren die Ludwigshafener aufgrund der gestiegenen Preise für Energie und Rohstoffe eher vorsichtig und hatten einen Umsatz zwischen 74 und 77 Milliarden € unter dem Vorjahresniveau von 78,6 Milliarden € prognostiziert. Jetzt heißt es, dieser Wert werde zwischen 86 Milliarden und 89 Milliarden € liegen.

Auch beim operativen Ergebnis vor Sondereinflüssen (EBIT) hebt der Konzern das untere Ende der Prognosespanne von zuvor 6,6 auf 6,8 Milliarden € an, das obere Ende wird mit 7,2 Milliarden € bestätigt. Zum Vergleich: 2021 wurden 7,8 Milliarden € Gewinn vor Zinsen und Steuern erzielt.

CEO Martin Brudermüller kommentiert:

Trotz anhaltend hoher Rohstoff- und Energiepreise haben wir im zweiten Quartal erneut ein starkes Ergebnis erzielt.

Die BASF geht in ihrer Prognose fürs zweite Halbjahr von einer „allmählichen Abkühlung der wirtschaftlichen Entwicklung weltweit aus, jedoch deutlich stärker ausgeprägt für Europa“. Dabei wird unterstellt, dass es nicht erneut zu Corona-Lockdowns in China kommt.

Das böse Wort Gasmangellage

Und dann fällt das böse Wort, das derzeit alle Aktionäre wohl am meisten beschäftigt: Der Chemiekonzern geht bei seinen Jahreszielen davon aus, dass es in Europa nicht zu einer Gasmangellage kommt.

Hinsichtlich dieser Gefahr, die schon seit Monaten den Aktienkurs ausbremst, werden die Ludwigshafener sogar noch konkreter: „Risiken können sich insbesondere durch Produktionsunterbrechungen an den großen europäischen Standorten infolge weiterer Einschränkungen der europäischen Gasversorgung aus Russland ergeben.“

Gaslieferungen aktuell auf 20% gedrosselt

Aber es kommt ein sehr wichtiger Zusatz: „In diesem Fall könnte der Ausfall europäischer Kapazitäten teilweise durch höhere Anlagenauslastung an außereuropäischen Standorten ausgeglichen werden.“

Derzeit drosselt der russische Staatskonzern Gazprom seine Lieferungen nach Deutschland über die Pipeline Nord Stream 1 auf 20%, was zuletzt die zum Erholungskurs ansetzende BASF-Aktie jäh gestoppt hat. Angeblich infolge einer notwendigen Wartung einer weiteren Turbine. Die Bundesregierung hält das für vorgeschoben und sieht hinter der Einschränkung politische Gründe des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

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Aktie günstig, aber das Gas-Risiko bleibt

An unserer insgesamt positiven Einschätzung zur BASF-Aktie ändert sich nichts: Bei einem aktuellen Börsenwert des Unternehmens von 38,8 Milliarden € und einem KGV unter 8 ist das Papier weiterhin fundamental günstig. Andererseits schwebt natürlich immer noch die Gefahr im Raum, dass der unberechenbare Despot Putin plötzlich den Gashahn komplett zudreht.

Wer die Aktie mit einer aktuellen Dividendenrendite von rund 8% bereits im Depot hat, sollte sich meiner Meinung nach nicht beirren lassen. Wer jetzt kaufen will, muss das Risiko darüber steuern, wie viel Gewicht er dieser Position beimisst.

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