Adler Group: ARD-Bericht offenbart gewaltige Baustellen

Manuel
28.06.22 um 15:19

Über die Adler Group (WKN: A14U78) lief am Montag um 23 Uhr im ARD eine Enthüllungs-Dokumentation. Ein Millionenpublikum weiß nun, welche Herausforderungen auf den Immobilienverwalter warten.

Altbau-Wohnhäuser in Häuserzeile

Die Adler Group ist ein luxemburgisches Immobilienunternehmen. Mit der Fusion der ADO Properties, Adler Real Estate und Consus Real Estate im Jahr 2020 entstand zunächst ein Konzern mit einem Portfolio im Wert von 11,4 Milliarden €. Im Zuge der Verschmelzung firmierte das Unternehmen in Adler Group um. Mittlerweile sind diverse Wohneinheiten verkauft worden.

Fernsehbericht zeigt Probleme auf

Vorweg: Die TV-Doku mit dem Titel „Immobilienpoker – Die dubiosen Geschäfte eines Wohnungskonzerns“ wusste inhaltlich und technisch zu gefallen. Offensichtlich kann die ARD neutral berichten, wenn es nicht gerade (klima-)politische Themen sind.

Einer der zentralen Diskussionspunkte waren die Deals rund um den Adler-Strippenzieher Cevdet Caner. Die Doku beleuchtete die bis ins Jahr 2016 zurückreichende Transaktion mit der CG Gruppe, im Rahmen derer ein künstlicher Wert geschaffen worden sei (ab 25:20). Laut dem ARD-Bericht wurden 50% der CG Gruppe zu „weniger als 50 Millionen € gekauft“. Nur ein paar Monate später wurde die CG Gruppe den Angaben nach für 800 Millionen € in die Consus-Gesellschaft eingebracht. 

Und auch Fraser Perring kam zu Wort, der allseits bekannte Londoner Viceroy-Leerverkäufer und Initiator der Adler-Shortstudie. Mit diesem Bericht war Fraser  Perring definitiv erfolgreicher als mit seinen Enthüllungen über den Linzer IoT-Player S&T, bei denen sich der Shortseller in Widersprüche verstrickte (wir berichteten). 

Vieles unklar – zu viel

Das Adler-Group-Papier schwächelte am Dienstag zunächst. Auf dem Xetra-Kurszettel handelte es zum Auftakt -4,22% schwächer bei 4,13 € und konnte sich bis zur Stunde jedoch auf 4,28 € erholen.

Anleger müssen sich im Klaren sein: Kein Testat bedeutet Unsicherheit. Verwaltungsrats-Chef Stefan Kirsten zwar arbeitet daran. Den Fokus auf den Aktionärswert zu bekommen, wird allerdings schwer werden.

In der Gesamtschau ist die Adler Group nachweislich nicht stabil und deshalb gilt: Finger weg.

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