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Redaktion / 25.06.20 / 12:43

Wirecard ist platt: Unsere Lehren aus diesem Desaster!

Vom Überflieger zum Pleitegeier: Der Absturz der Wirecard AG (WKN: 747206) sucht seinesgleichen. Der DAX-Konzern beantragte heute die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens wegen drohender Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung.

Mit dem jüngsten Schritt ist der Worst Case offiziell: Eine ausreichende Einigung mit den kreditgebenden Banken konnte offensichtlich nicht rechtzeitig realisiert werden. Dem einstigen "Innovationsführer" der Finanzbranche droht nun die Zerschlagung.

Auch wir haben falsch spekuliert

Noch am Wochenende hatten Berichte über eine voraussichtliche Bankeneinigung die Runde gemacht. Darauf hatten auch wir gesetzt und spekulativ orientierten Anlegern zu einer Position geraten. Der Absprung der Geldgeber hat nicht nur uns überrascht. Noch vor drei Tagen schrieb etwa die FAZ:

Doch wie wahrscheinlich ist überhaupt eine Insolvenz? Branchenbeobachter halten das derzeit für ausgeschlossen.

Wären Kredite verlängert worden und das Kerngeschäft Wirecards profitabel, wäre eine nachhaltige Sanierung des Zahlungsabwicklers das wahrscheinlichste Szenario gewesen. Doch offensichtlich ist der Betrug noch größer als zuletzt vermutet.

Mit der Insolvenz dürfte Wirecard potenziellen Klägern den Wind aus den Segeln nehmen. Diese dürften sich stattdessen nun verstärkt auf die Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young konzentrieren. Umgekehrt könnte Wirecard demnächst Klage gegen seine früheren Manager einreichen.

Die gefährliche Gier und was wir aus Wirecard lernen

Die Wirecard-Aktie verlor nach der Insolvenznews und einer kurzzeitigen Handelsaussetzung zeitweise weitere -80% an Wert, handelt aktuell noch bei knapp 3 Euro. Noch letzte Woche wanderten die Stücke für mehr als 100 Euro über die Broker-Tresen.

Wirecards Zahlen schienen für viele zu gut, als dass man die Finger von der Aktie lassen konnte. Auch wir haben uns hier mitunter blenden lassen und mehr Substanz erwartet als in Wahrheit vermutlich vorhanden ist.

Dass SD-Nutzer dennoch auch mit Wirecard Geld verdient haben, liegt an den unschätzbaren Vorzügen unseres kostenlosen Live Chats. Selbst an einem schwarzen Tag wie heute konnten Tausende Sharedealer von Profiansagen profitieren und mehr als +100% innerhalb kürzester Zeit beim Rebound-Trade kassieren.

Mit einer Marktkapitalisierung von derzeit 300-400 Millionen Euro hat die Wirecard-Aktie als Insolvenztitel weiterhin viel Luft nach unten. Es ist davon auszugehen, dass am Ende nichts für Aktionäre übrig bleibt. Hoffen können maximal noch die Besitzer der ausstehenden Anleihe. Kurzzeitige Zocks im Zuge von neuen Nachrichten dürften die Aktie dennoch immer mal wieder beleben.

Der Weg: No Brainer Club 

Mitgliedern des exklusiven No Brainer Clubs war die Risikoseite einer Wirecard zuvor intensiv beleuchtet worden. Wirecard war keine Empfehlung des NBC. Stattdessen setzen die Experten des Clubs auf zuverlässige Rendite durch die einmalige NBC-Strategie. Mit dieser sind negative Überraschungen wie bei Wirecard ausgeschlossen.

Das Stockpicking im NBC beschränkt sich auf Aktien mit niedrigem und bestens kalkulierbarem Risiko bei gleichzeitig enorm viel Upside-Potenzial. Eine Auswahl der unzähligen Volltreffer der Vergangenheit findest Du hier. Das Feedback der Club-Mitglieder ist überwältigend. Frage einfach in unserem Live Chat nach den außergewöhnlich positiven Erfahrungen.

Interessenkonflikt: Herausgeber, Mitarbeiter und NBC-Clubmitglieder halten selbstverständlich Aktien des besprochenen Unternehmens Wirecard. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Autor, Herausgeber, Mitarbeiter und NBC-Clubmitglieder beabsichtigen die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.

Zugehörige Kategorien: Small CapsTechnologie-Aktien
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Kommentare
Andre Ringel / 25.06.20 / 13:10 Uhr Ich habe in den letzten Wochen eure Berichterstattung über Wirecard verfolgt. Sie war einseitig positiv und hatte propagandistische Züge. Mir fehlte die kritische Distanz, die guten Journalismus ausmacht. Zitat „Wirecard wird siegen und die Welt erobern!“. Tja, war wohl nichts mit der Welteroberung.
Markus Wicard / 25.06.20 / 14:17 Uhr Würde sich vernünftig lesen, wenn diese armselige Rechtfertigung nicht enthalten wäre: "Dass SD-Nutzer dennoch auch mit Wirecard Geld verdient haben, liegt an den unschätzbaren Vorzügen unseres kostenlosen Live Chats. Selbst an einem schwarzen Tag wie heute konnten Tausende Sharedealer von Profiansagen profitieren und mehr als +100% innerhalb kürzester Zeit beim Rebound-Trade kassieren."
Spoo / 25.06.20 / 16:52 Uhr Also SD-Leser die euch durch die WDI-Berichterstattung gefolgt sind stehen heute mit einem Totalschaden da, eure zurückgezogene Empfehlung habt ihr ja nur dem NBC mitgeteilt und nicht den SD-Lesern. Was Günther vor Tagen schon sagte und ich auch unter vielen Beiträgen schrieb, die Bude ist tot und ihr quakt was von Tradinggewinne, das ist einfach nur noch absurd nach der ganzen positiv eingestellten Nachrichten von euch bezüglich wdi. Aber hey, niemand ist unfehlbar und bei einem Management, welches so kriminell handelt kann man auch noch als Börsenguru auf die Nase fallen. Aber ein bisschen mehr Selbstkritik wäre schon angebracht.
thommi01 / 25.06.20 / 22:32 Uhr Im No Brain Club wird Wirecard nicht empfohlen, aber hier wird der Wert bis zum Abwinken gepuscht. Ziemlich übles Verhalten, wie kann so etwas sein. Das Ding sollte abgeschaltet werden, die 10 Live Chat Teilnehmer werden es verschmerzen können.
Oliver / 02.07.20 / 11:24 Uhr Ich finde es auch unter aller Kanone, dass hier offiziell bei SD große Sprüche in Punkto "Wirecard ist nicht mehr aufzuhalten" geklopft wurden, während im "No Brain Club" nicht zum Kauf geraten wurde. Habe so den Eindruck, dass man das Fähnchen bei SD lieber nach dem Wind ausrichtet, statt die Aktienunternehmen kritisch zu hinterfragen. Und von Demut bei Fehlentscheidungen (welche auch den Profis unterlaufen können - siehe Wirecard) kann auch überhaupt nicht die Rede sein. Ganz im Gegenteil. Das erinnert mich an so manchen Politiker, der die Wahl zwar haushoch verloren hat, sich aber dennoch in den Medien als Gewinner darstellt.