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Redaktion / 24.06.20 / 8:06

Wirecard weiter im Blick: Thema Kunden und Banken

Papiere von Wirecard (WKN: 747206) schießen heute vorbörslich weiter auf rund 19 Euro in die Höhe. Über die potenziellen Kurstreiber hatten wir bereits gestern Morgen berichtet. Von ihren Tiefs hat die Aktie mittlerweile mehr als +80% hinzugewonnen.

SD-Informationen zufolge rückt aktuell das Thema Bankeneinigung in den Fokus und dürfte noch diese Woche entschieden werden. Kann der skandalerschütterte DAX-Konzern auf die weitere Unterstützung seiner Geldgeber bauen, dürfte auch der Kurs noch einmal deutlich nach oben springen.

Kursbelastend war zuletzt nicht nur der Skandal an sich, sondern auch die Tatsache, dass Ex-Chef Markus Braun einen Großteil seiner als Sicherheit hinterlegten Aktien verkaufen musste. Rund 150 Millionen Euro wurden damit erlöst.

Rettung oder Insolvenz?

Im anderen Fall droht bei einer Fälligstellung von Krediten die Insolvenz. Reihenweise Kunden würden sich zudem von dem Zahlungsabwickler abwenden. Wie sharedeals.de erfahren hat, kann das Unternehmen sein Kartenhaus derzeit noch weitgehend zusammenhalten.

Nach SD-Informationen telefoniert Neu-CEO James Freis seit Tagen Großkunden des Unternehmens ab, um diese zumindest bis Jahresende zu einem Stillhalten zu bewegen. Andernfalls sähe sich Wirecard offensichtlich einem Zusammenbruch des Geschäfts ausgesetzt.

Bereits abgewendet haben soll sich der französische Mobilfunkanbieter Orange. Auch die britische Digitalbank Revolut habe ihren Kunden geraten, zumindest vorübergehend auf andere Systeme auszuweichen. Der asiatische Uber-Konkurrent Grab hat seine Partnerschaft ebenfalls auf Eis gelegt. Die wichtigen Kreditkartenanbieter Mastercard und Visa beobachten die Lage genau.

Die Zeit drängt also: Wirecard muss diese Woche liefern. Die Aktie bleibt ein Spielball für Spekulanten. Den wahren Wert kennt nach dem Bilanzloch derzeit niemand.

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Interessenkonflikt: Herausgeber, Mitarbeiter und NBC-Clubmitglieder halten selbstverständlich Aktien des besprochenen Unternehmens Wirecard. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Autor, Herausgeber, Mitarbeiter und NBC-Clubmitglieder beabsichtigen die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.

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Kommentare
Spoo / 24.06.20 / 16:18 Uhr potenziellen Kurstreiber? Rettung oder Insolvenz?? Sorry dieses Papier ist ein kompletter Totalausfall, alles andere zu berichten ist schlichtweg unseriös. Die ersten Kunden, die sogar wirklich existieren sind bereits abgesprungen und mittlerweile steht sogar die Bankenlizenz auf dem Spiel. Niemand weiss genau was da überhaupt wirklich erwirtschaftet wurde, die "hochprofitable" Sparte war eine Milliardenschwere - Luftnummer, die Klagewelle wird folgen und sobald die BAFIN auch nur im Ansatz die Kundengelder in Gefahr sieht, wird sie dem ganzen treiben ein Ende setzen um zumindest halbwegs das Gesicht zu wahren im vermutlich schlimmsten Betrugs-Vorfall der DAX-Geschichte. Klar es könnte... aber es könnte auch die Meldung kommen, dass die Bankenlizenz entzogen wird/Kreditlinien gestrichen werden/weitere Grosskunden abgesprungen sind/Kundenkonten bis zur Zahlungsunfähigkeit von WDI abgezogen wurden... usw.. dann kann man das Papier binnen Minuten nur noch zum tapezieren benutzen, Tochtergesellschaften hin oder her.. und hier Kursgewinne, die vermutlich durch die ganzen ausgleichungen der Shorter als positives Signal zu verkaufen ist einfach nur noch kriminell. Ich zitiere hier gerne mal Günther Nicht weil ich mir unsicher war hinsichtlich meiner Prognose, sondern nur aus dem einzigen Grund, weil ich tatsächlich kein Interesse hatte, ins Fadenkreuz zwielichtiger Gestalten zu kommen, die offenbar ein Interesse hatten, Wirecard lange zu schützen, um ihr perverses Bereicherungsspiel bis auf die Spitze zu treiben.