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Redaktion / 12.06.20 / 8:11

Wirecard 6 Tage vor dem großen Knall: Letzte Schnäppchen?

Nach längerer Erholungsrallye gingen die Märkte gestern noch einmal auf Tauchstation und verzeichneten den höchsten Tagesverlust seit den großen Crashwochen im März. Der heftigen Korrektur von fast -6% im DAX und -7% im Dow konnte sich sich auch Wirecard (WKN: 747206) nicht entziehen.

"Dank" der tiefgreifenden Konsolidierung im Markt rutschte auch die Aktie des Zahlungsabwicklers am Abend auf Tradegate noch einmal kurz in unsere Kaufzone unterhalb der 90-Euro-Marke. Zuvor hatte sich das Papier auf Xetra um überschaubare -2,7% leichter aus dem Xetra-Handel verabschiedet.

Woche der Entscheidung naht

Über die Situation beim DAX-Konzern brauchen wir nicht mehr viele Worte verlieren: Es ist alles gesagt! Kommende Woche Donnerstag blicken Anleger weltweit gespannt nach Aschheim und lauschen der Bilanzpressekonferenz.

Kann Wirecard einen testierten Jahresabschluss 2019 vorweisen? Gibt es neue Personalentscheidungen und Maßnahmen, um Anlegervertrauen zurückzugewinnen? Welche Wachstumsziele verfolgt man in den kommenden Jahren?

Wir bleiben dabei: Im aktuell niedrigen Aktienkurs Wirecards sind große Fake-Buchungen eingepreist, deren tatsächliche Existenz höchst zweifelhaft ist und mutmaßlich nur in den Träumen der Shortseller gegeben ist.

Hohe Kursgewinne kurz- und langfristig wahrscheinlich

Kann das Unternehmen am 18. Juni überzeugen, winken kurzfristig Kurse nahe der Jahreshochs bei rund 140 bis 150 Euro – und damit Kursgewinne von über +60%. Bis Jahresende sind dann nochmals deutlich höhere Notierungen möglich. Langfristig hat die Wirecard-Aktie ohnehin das Zeug zu einem weiteren Tenbagger. Die lange Zeit einflussreiche Schmutzpresse dürfte zunehmend an Einfluss verlieren.

Im Idealfall schießen Shorteindeckungen rund um den Jahresabschluss den Kurs schon diesen Monat in den Orbit. Sollte das uneingeschränkte Testat der Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young ausbleiben, dürfte es hingegen noch einmal zu einer ernsthaften Shortattacke kommen. Doch selbst in diesem Fall rechnen wir nicht mit neuen Jahrestiefs, da es sich bei einem eingeschränkten Prüfurteil lediglich um eine Vorsorgemaßnahme handeln dürfte.

Mach Dich bereit für die Woche der Entscheidung: Sichere Dir einen Platz in unserem kostenlosen Live Chat für Wirecard-Trader, um schneller als der Markt auf die neuesten Entwicklungen reagieren zu können und Dich für alle Szenarien bestmöglich zu rüsten!

Interessenkonflikt: Herausgeber, Mitarbeiter und NBC-Clubmitglieder halten selbstverständlich Aktien des besprochenen Unternehmens Wirecard. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Autor, Herausgeber, Mitarbeiter und NBC-Clubmitglieder beabsichtigen die Aktien – je nach Marktsituation auch kurzfristig – zu kaufen oder zu veräußern und könnten dabei von erhöhter Handelsliquidität profitieren.

Zugehörige Kategorien: Dividenden-AktienTechnologie-Aktien
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Kommentare
Jakub / 12.06.20 / 8:26 Uhr Ich bin selbst investiert aber sehr zwiegespalten was die Erwartungshaltung für den 18. Juni angeht. Das letzte mal war ich bitter enttäuscht über die Verschleierungstaktiken und einen CEO der viel versprochen und wenig geliefert hat um die Sorgen der Anleger vom Tisch zu räumen.
Oliver / 12.06.20 / 10:22 Uhr @Jakub: Ich persönlich denke, man sollte hierbei den Werdegang des Unternehmens berücksichtigen. Und den Werdegang sowie die Eigenarten von Markus Braun. Dieser hat das Unternehmen Wirecard quasi mit aus der Regionalliga in die 1. Bundesliga geführt. Um das mal plakativ zu formulieren. Und in der Regionalliga gelten hinsichtlich der Unternehmenskommunikation sicherlich andere Gepflogenheiten als in der 1. Bundesliga. Markus Braun ist zudem keine solche "Labertasche" wie z.B. Elon Musk, der sich in der Öffentlich ganz anders verkaufen kann. Markus Braun ist, so mein persönlicher Eindruck, eher ein Macher, der mit Fakten punkten kann. Und der sich bisher wohl eher mit interessanten neuen Geschäftsfeldern für Wirecard als mit (langweiliger) Compliance beschäftigt hat. Zudem ist es beim Unternehmen Wirecard aufgrund der enormen(!) Zunahme an Datensätzen in den vergangenen Jahren vermutlich viel schwieriger, mit der Überprüfung der selbigen hinterherzukommen, als bei anderen wachsenden Unternehmen, die eine moderatere Zunahme der Datensätze mit entsprechend auf dem Markt verfügbarer und bewährter IT in den Griff bekommen können. Den Begriff "Verschleierungstaktik" halte ich deshalb im Falle von Wirecard für unangemessen. (Dieser Begriff wird meiner Meinung nach gerne von solchen Journalisten verwendet, die sich von den Shortsellern benutzen lassen, um Stimmung gegen Wirecard zu machen.)
RaG / 14.06.20 / 11:50 Uhr Guter, plausibler Artikel. Aber unabhängig von Jahreszahlen oder Testat gehe ich davon aus bzw. hoffe ich dass ein größeres (Kreditkarten) Unternehmen in naher Zukunft ein großzügiges Übernahmeangebot im Bereich 150 € bis 250 € macht.