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Varta-Aktie: Wann fährt der Zug in die richtige Richtung?

Frank Giarra / 25.11.22 / 10:52

Eines der misslichsten Investments in diesem Jahr dürfte das in Varta (WKN: A0TGJ5) sein. Die Aktie notiert bei 29,38 € und hat damit -75% an Wert eingebüßt. Schlechte Nachrichten in Serie und die jüngsten katastrophalen Geschäftsergebnisse haben zum Niedergang des Papiers geführt. Anleger fragen sich: Gibt es irgendetwas, was für eine Wende spricht?

Der Batterie-Hersteller Varta aus dem baden-württembergischen Ellwangen hat sich in den vergangenen 15 Jahren einen Marktführerstatus im Hörgerät-Segment erarbeitet und nutzt seine Erfahrung mit Mikrobatterien bei den derzeit beliebten kabellosen Kopfhörern. Zum Kundenkreis gehören auch die Tech-Giganten Apple und Samsung. An der Börse hat das Unternehmen einen Wert von 1,2 Milliarden €.

Ein Kursdebakel sondergleichen

Meist ist es an der Börse so, dass Kleinanleger im Hype auf den Zug aufspringen und bei steigenden Kursen kaufen. Wer im Sommer vergangenen Jahres bei Varta auf die Idee gekommen ist einzusteigen, hat leider ein Debakel sondergleichen erlebt.

Der Kurs stand im August 2021 bei 160 € und rauscht seitdem immer weiter in die Tiefe. Da ist guter Rat teuer.

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Bescheidene Prognose für 2023

Die zuletzt vorgelegten Quartalszahlen verheißen zunächst für die nahe Zukunft nichts Gutes. Varta peilt für 2022 einen Umsatz zwischen 805 und 820 Millionen € sowie ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBITDA9 von 55 bis 60 Millionen € an.

Die Prognose für nächstes Jahr sieht auch nicht viel besser aus: Der Umsatz soll leicht steigen auf 850 bis 880 Millionen €, das bereinigte EBITDA soll sich gegenüber 2022 auf 90 bis 110 Millionen € erhöhen.

Zum Vergleich: Vergangenes Jahr standen beim EBITDA 282,9 Millionen € in den Büchern.

Kosten sollen reduziert werden

Zumindest gibt es ein deutliches Zeichen des Managements in die richtige Richtung. Das Zauberwort lautet: Kostenreduzierung.

Unter anderem will die Ellwanger Traditionsfirma temporär Kurzarbeit am Produktionsstandort Nördlingen fahren.

Man fragt sich als Investor unweigerlich, warum die Varta-Bosse nicht viel eher diese Reißleine gezogen haben. Denn es war schon lange absehbar und wurde auch so postuliert, dass man die gestiegenen Kosten für Energie und Rohstoffe nicht an die Kunden weitergeben könne.

Ein kleiner Hoffnungsschimmer

Immerhin bedeutet das Maßnahmenpaket aus Anlegersicht einen kleinen Hoffnungsschimmer. Im dritten Quartal 2022 wurden beim operativen Ergebnis vor Steuern und Zinsen rote Zahlen geschrieben – wenn dem Kapitalmarkt angezeigt werden kann, dass sich hier die dringend notwendige Trendwende abzeichnet, könnte das auch wieder Investoren anlocken.

Ich habe mehrfach, unter anderem in diesem Artikel, dargelegt, warum ich aktuell trotz der Kursrutsche und vermeintlich günstiger Preise nicht in die Varta-Aktie investieren würde.

In erster Linie gelten meine Bedenken dem Management, das meiner Ansicht nach in diesem Jahr nicht gerade geglänzt hat, um es vorsichtig zu formulieren. An anderer Stelle, Beispiel Adidas, wurden diesbezüglich Konsequenzen gezogen.

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Aktie auf der Wachtlist

Auf der anderen Seite erscheint mir die Aktie derart „ausgebombt“, dass sie in nächster Zeit durchaus interessant werden könnte. Denn wie sagte Börsenlegende Warren Buffett: „Kaufen, wenn die Kanonen donnern.“

Ich bin aber noch nicht davon überzeugt, dass bei dem an der Börse immer noch mit 1,2 Milliarden € bewerteten Unternehmen schon genug Luft entwichen ist. Das Papier kommt deshalb bei mir zunächst auf die Watchlist.

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