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Varta-Aktie -8%: Kommt jetzt der Boden in Sicht?

Frank Giarra / 05.09.22 / 14:08

Vergangene Woche haben wir in diesem Artikel davor gewarnt, die Varta-Aktie (WKN: A0TGJ5)  nach dem Kursrutsch als vermeintliches Schnäppchen zu kaufen. Siehe da: Heute stürzt das Papier um weitere -8% auf 60,32 € ab. Aber allmählich müsste doch jetzt der Boden erreicht sein, oder?

Der Batteriehersteller Varta aus dem baden-württembergischen Ellwangen hat sich in den vergangenen 15 Jahren einen Marktführerstatus im Hörgerät-Segment erarbeitet und nutzt seine Erfahrung mit Mikrobatterien bei den derzeit beliebten kabellosen Kopfhörern. Zum Kundenkreis gehören auch die Tech-Giganten Apple und Samsung. Die Ellwanger bereiten zudem ihren Einstieg ins E-Auto-Geschäft vor. An der Börse hat das Unternehmen derzeit einen Wert von 2,44 Milliarden €.

Sorgenfalten werden immer größer

Nein, das macht definitiv keinen Spaß mehr: Bei Anteilseignern von Varta werden die Sorgenfalten immer größer. Allein in einem Monat hat der Titel rund -25% an Wert eingebüßt. Auf Jahressicht sind es sogar -49%. Und heute wurde bei 59,08 € vorerst ein neues 52-Wochen-Tief markiert.

Viele Kleinanleger sagen sich, das müsste es doch jetzt bald gewesen sein. Und DAX-Aktien notieren allgemein tiefer, denn der Index verliert heute -2,7% auf aktuell 12.697 Punkte. Daran seien vor allem die Russen schuld, weil sie kein Gas mehr liefern und offenbar auch keins mehr liefern wollen.

Wir haben schon zuletzt konstatiert, dass der Batteriehersteller mehr als andere Firmen unter dem miserablen wirtschaftlichen Umfeld leidet und von den hohen Preisen für Energie und Rohstoffe extrem belastet wird. Insofern ist es nur folgerichtig, dass die Aktie heute mächtig in die Tiefe rauscht als Folge der neuerlichen Entwicklung in der Gas-Krise.

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Lockdown in Chengdu wird verlängert

Hinzu kommt noch die heutige Hiobsbotschaft, dass in der chinesischen Millionen-Metropole Chengdu der Corona-Lockdown verlängert wird. Derzeit sind 33 Städte in China mit rund 65 Millionen Einwohnern von Lockdowns oder anderen Corona-Beschränkungen betroffen. Bekanntermaßen führt dies unter anderen zu einem Chip-Mangel sowie zu Produktionsausfällen bei Varta-Kunden.

Kurzformel aus Sicht des Unternehmens: weniger Produkte, weniger Kunden, weniger Umsätze, weniger Gewinne.

Bereits die Halbjahreszahlen haben kürzlich deutlich gezeigt, welche negativen Folgen das auf die Geschäfte der Ellwanger hat: -5,2% beim Umsatz (376,8 Millionen €), -42% beim bereinigten Betriebsgewinn (68,9 Millionen €). Der Ausblick wurde folglich stark gesenkt.

Und nun steht angesichts der jüngsten Entwicklungen zu befürchten, dass auch diese Prognosen noch zu hoch gegriffen sein könnten.

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Aktie immer noch nicht günstig

Wenn ich ehrlich bin, graust es mich bei dem Gedanken, wie tief die Aktie noch fallen könnte. Denn Anleger dürfen nicht vergessen, dass hier trotz des Kursdebakels immer noch mächtig Fleisch am Knochen ist. Will heißen: Bei einem Börsenwert von 2,44 Milliarden € und einem KGV knapp unter 30 ist das Unternehmen keinesfalls günstig.

Insofern kann ich nur noch einmal betonen, was ich zuletzt schon betont habe: Ich würde weiterhin die Finger von dieser Aktie lassen. Wer sich das charttechnische Desaster mit einem heute generierten neuen 52-Wochen-Tief ansieht, muss schon prophetische Gaben besitzen, wenn er hier einen Boden voraussagen will.

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Kommentare

Olli
Hallo Frank, genau wie von Dir erwähnt muss man sich mal ein KGV von 30 vorstellen und das nach solch einem Rückgang! Wer da bei einem noch höheren KGV rein ist, braucht sich nicht wundern wenn er nach unten durchgereicht wird, wenn an der Börse das Hirn plötzlich zurückkehrt ;-)