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Sascha / 23.10.19 / 13:38

United Mobility Technology: Überzeugende Halbjahreszahlen, aber...

Sehr volatil ging es zuletzt bei der Aktie von UMT United Mobility Technology (WKN: A2YN70) zu. Grund für die kurzfristig starken Kursgewinne war dabei der vorgelegte, starke Halbjahresbericht. So verzeichnete die Gesellschaft solide Zuwächse bei allen wichtigen Finanzkennziffern, ob Umsatz, Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) oder auch Konzernüberschuss. Doch damit noch nicht genug, denn auch der Ausblick des Managements klingt vielversprechend.

Aber kommen wir zunächst einmal zum aktuellen Zahlenwerk. So erzielte UMT im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2019 einen Umsatz von 5,724 Mio. Euro, was einer leichten Steigerung (+7,5%) gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum entsprach. Das EBITDA stieg jedoch deutlicher, nämlich um knapp +64% von 1,03 Mio. auf nunmehr 1,689 Mio. Euro. Unter dem Strich konnte UMT daher im ersten Halbjahr 2019 den Konzernüberschuss von 485.000 auf 980.000 Euro mehr als verdoppeln.

Wichtig für den Erfolg des Unternehmens war dabei nach Auffassung des Managements besonders der Erwerb des Lizenzrechts des langjährigen Kooperationspartners PAYBACK. Denn dadurch habe man die Möglichkeit die entwickelte White-Label-Lösung sowie damit im Zusammenhang stehende Beratungsleistungen einem erweiterten Kundenkreis anbieten zu können. Viel verspricht sich das Management dabei vom Internet der Dinge (IoT), insbesondere nach Start des neuen Mobilfunknetzes der fünften Generation (5G).

Wichtiger als das Marketing-Blabla sind die mittel- bis langfristigen Perspektiven!

Ebenfalls wichtig für den weiteren Unternehmenserfolg ist, laut Vorstand, die App LOYAL, die man im August 2019 gelauncht hat und die nun sowohl im Apple AppStore als auch im Google Play-Store zur Verfügung steht. So wird diese App sukzessive um Features erweitert, um den Nutzern speziell auf sie abgestimmte Cashbacks, Prämien oder Rabatte anbieten zu können. Hierbei kommen auch neueste Verfahren der Künstlichen Intelligenz (KI) wie Natural Language Processing (NLP), Reinforcement Learning oder Unsupervised Learning zum Einsatz.

Letztlich hat es die PR-Abteilung von UMT damit geschafft wirklich nahezu alle derzeit an der Börse heiß gehandelten Themen in die Ad hoc-Meldung zu packen. Dies wäre jedoch gar nicht nötig gewesen, zumal das Unternehmen ja in der Vergangenheit bereits erlebt hat, dass so etwas auch nach hinten los gehen kann. Denn im Hype der Kryptowährungen anno 2017 hatte UMT noch versucht sich selbst als der große Blockchain-Spezialist zu vermarkten. Bis dann der große "Krypto Winter" kam...

Entscheidender als dieses ganze Marketing-Blabla ist für Anleger die geschäftliche Entwicklung des Unternehmens – und diese konnte sich zuletzt sehen lassen. Allerdings ist UMT eben immer noch ein sehr kleines Unternehmen. Daher sind die mittel- bis langfristigen Perspektiven extrem schwierig zu beurteilen. Denn schon ein einzelner Großauftrag kann die geschäftliche Entwicklung kurzfristig sehr stark beeinflussen. Anleger, die auf die Aktie setzen, sollten sich daher nicht nur die Chancen, sondern auch die Risiken bewusst machen!

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