Takkt-Aktie: Wenig beachtet, aber viel Potenzial

28.10.22 um 12:30

Abseits von den großen Börsenwerten tummeln sich viele weniger beachtete Aktien. Dass diese oftmals profitabler sind als die Schwergewichte, ist selten bekannt. Eine solche Aktie ist die von Takkt (WKN: 744600). Die jüngsten Geschäftszahlen zeigen, dass das Unternehmen auf einem sehr guten Weg ist. Seit dem letzten Tief ist das Papier wieder um +27% auf 12,68 € gestiegen. Kann man es dennoch jetzt kaufen?

takkt.de

Takkt mit Sitz in Stuttgart ist ein deutscher Versandhändler für Büro- und Reststrandausstattungen. Das Unternehmen ist international in 25 Ländern tätig, die Schwerpunkte liegen allerdings in Europa und Nordamerika. Das Sortiment liegt bei ca. 600.000 Artikeln, somit können ganze Firmen mit den benötigten Utensilien beliefert werden.

Analyst sorgt für Kurseinbruch

Ende Juli kam es zum Kurseinbruch des im SDAX notierten Unternehmens. Er erfolgte nach einer Herabstufung durch die Bank Hauck & Aufhäuser auf 12 €. Begründet wurde diese Senkung des Kursziels mit den angeblich mauen Aussichten wegen drohender Konjunkturverschlechterung. Die Aktie sank daraufhin um -38%.

Umsatz- und Ertragswachstum in den ersten neun Monaten

Entgegen der Einschätzung der Analysten konnte Takkt jedoch bei wichtigen Kennzahlen deutlich zulegen. Es wurden folgende Zahlen bekannt gegeben:

Drittes Quartal:

Neun-Monats-Zahlen:

Diese Ergebnisse zeigen, dass das Unternehmen bisher ein stabiles Geschäft vorweisen konnte. Aufgrund der guten bisherigen Geschäftsentwicklung sowie dem hohen Auftragsbestand geht die Gesellschaft davon aus, dass die Jahresprognose eingehalten werden kann. Demnach wird ein Umsatzwachstum im hohen einstelligen Prozentbereich erwartet. Das EBITDA soll zwischen 120 und 130 Millionen € liegen.

Großaktionär stockt auf, Aktienrückkaufprogramm gestartet

Der bisherige Großaktionär Franz Haniel GmbH hat seine Beteiligung von 59,45% auf 64,5% aufgestockt. Takkt begrüßt diese Erhöhung, zeigt es doch das Vertrauen in das Unternehmen.

Zudem haben die Stuttgarter im Oktober ein Aktienrückkaufprogramm im Volumen von 25 Millionen € gestartet. Man wolle den Aktienkurs damit stabilisieren und die Aktionäre am Erfolg teilnehmen lassen, hieß es dazu.

Konzernumbau hin zu einer einheitlichen Struktur

Die Organisationsstruktur soll umgebaut und das Geschäft in drei Divisionen unterteilt werden. Diese sind Grow, OneTakkt und Caring. Die dabei anfallenden Kosten wurden als Einmalaufwendungen in den jeweiligen Quartalen verbucht. Nach Abschluss des Umbaus dürfte das Unternehmen effizienter arbeiten.

War der Kurseinbruch gerechtfertigt?

Bisher hat Takkt gezeigt, dass die Herabsetzung durch die Analysten unberechtigt ist. Die gilt zumindest für das Geschäftsjahr 2022. Sollte es zu keinen gravierenden Verwerfungen an der Börse oder einem starken Konjunktureinbruch kommen, dürfte das Unternehmen sich weiterhin gut entwickeln.

Als Depotbeimischung geeignet

Vielleicht ist das Wachstum im neuen Geschäftsjahr nicht mehr ganz so stark, ein gravierender Umsatz- und Ertragseinbruch dürfte jedoch nicht zu erwarten sein. Ein Indiz, das dagegen spricht, ist die gute Auftragslage.

Das vorherige Kursniveau von 15 € dürfte meiner Meinung nach wieder erreichbar sein. Die jetzige Marktkapitalisierung von 832 Millionen € unter dem erwarteten Umsatz dürfte im Hinblick auf die soliden Geschäftszahlen zu niedrig sein.

Auch wenn die Aktie kein Überflieger ist, eignet sie sich meiner Ansicht nach hervorragend für eine Depotbeimischung.

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