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/ 14.12.17 / 8:35

Steinhoff: Schlechte News? Von wegen!

Wieder einmal lässt sich der Markt von scheinbar schlechten News bei Steinhoff (WKN: A14XB9) verunsichern. Nach der zwischenzeitlichen +100%-Rallye hat die Aktie wieder deutlich nachgegeben. Die neueste Meldung ist aber weder überraschend noch ausschließlich negativ.

"Die Lage spitzt sich deutlich zu", "der Skandal zieht immer größere Kreise" etc. heißt es aktuell von fragwürdigen Klickfänger-Medien, von denen wir noch nie einen guten Aktientipp gesehen haben. Tatsächlich lassen sich Marktteilnehmer von solchen Kommentaren immer wieder verunsichern, dabei war die gestrige Ankündigung des Handelskonzerns, auch den Jahresabschluss für 2016 neu aufstellen zu müssen, nur logisch.

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Nächste Woche könnte die Aktie schon wieder über 2 Euro stehen

Die mögliche Korrektur älterer Zahlen hatte Steinhoff schon mit seiner Meldung vom Monatsanfang in Aussicht gestellt. Da es bei den Bilanzfehlern weiterhin nur um bestimmte europäische Assets gehen soll, lag es auf der Hand, dass der Ursprung der Unregelmäßigkeiten nicht erst im gerade abgelaufenen Fiskaljahr zu finden sein würde, sondern bereits in jener Zeit, als der Konzern in Europa auf Einkaufstour war.

Wir halten es für positiv, dass die Überprüfung und Korrektur der Zahlen in Zusammenarbeit mit unabhängigen Expertenteams offensichtlich schnell voranschreitet und in der jüngsten Nachricht lediglich vom Jahr 2016 die Rede ist. Mit dieser schnellen Aufarbeitung dürfte Steinhoff auch seine Geldgeber im Rahmen des Treffens am 19. Dezember wieder mit ins Boot bekommen. Die ersten Banken hatten bereits ihre Unterstützung signalisiert.

Nach der Bilanzbereinigung könnte sich für die Steinhoff-Aktie ein Buchwert von deutlich über 2 Euro ergeben. Ob es so kommen wird, erfahren Sie wahrscheinlich wie immer am schnellsten in unserem kostenlosen Live Chat.

Interessenkonflikt: Der Autor dieser Publikation hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aktien des hier besprochenen Unternehmens Steinhoff International Holdings und hat die Absicht, diese je nach Marktsituation – auch kurzfristig – zu veräußern und könnte dabei insbesondere von erhöhter Handelsliquidität profitieren. Hierdurch besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Bitte beachten Sie unseren vollständigen Haftungsausschluss.

Zugehörige Kategorien: Finanznachrichten
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Kommentare
elk / 14.12.17 / 8:58 Uhr leute, leute, hellgraue schrift auf weissem hintergrund! schon mal etwas von nutzerfreundlichkeit und kontrast gehoert? kontrast heisst, schwarz auf weiss oder dunkelblau auf weiss...aber sicherlich nicht hellgrau auf weiss. probiert es doch einmal mit weiss auf weiss...
Redaktion / 14.12.17 / 9:09 Uhr Hallo und danke für Ihren Kommentar. Der Fehler scheint jedoch bei Ihnen zu liegen. Die Texte sind allesamt in leserlichem Dunkelgrau. Viele Grüße Ihre Redaktion
Maik / 14.12.17 / 14:38 Uhr Anbei zur Info ein lesenswerter Kommentar zu Steinhoff aus Onvista. #5393 . 14.12.17 14:03. Gemäß Meldung von Steinhoff wird "the validity and recoverability of certain Steinhoff Europe balance sheet assets" genauer untersucht. Meiner Ansicht wird es sich dabei nur um die Posten "Goodwill" mit 9,2 Mrd. EUR per 30.9.2016 und "Intangible Assets" mit 7,3 Mrd. EUR handeln. Wenn man sich den Anteil der dort enthaltenen Werte für Steinhoff Europa anschaut, stellt man fest, dass beim Goodwill im Bereich Household Goods ein Anteil von 2,0 Mrd. EUR auf Europa entfällt und im Bereich General Merchandise ein Betrag von maximal 4,3 Mrd. EUR in den Bereichen Pepkor (3,5 Mrd. EUR) und Poundland (0,8 Mrd. EUR). Poundland entfällt mit Großbritanniens voll auf Europa, Pepkor nur zum einem geringen Teil (schätzungsweise 20% = 0,7 Mrd. EUR, da 80% der Filialen in Australien und Afrika liegen). Rechnen wir also zusammen: 2,0 Mrd. + 0,8 Mrd. + 0,7 Mrd. = 3,5 Mrd. maximales Risiko im Bereich Goodwill. Bei den Intangible Assets (Markennamen) haben wir 2016 einen Zugang von insgesamt 2,0 Mrd. für den Bereich Europa (Genesis Group 1,9 Mrd. und Poundland 0,1 Mrd.). Auch hier könnte es Probleme geben. Insgesamt haben wir also ein Risiko von 3,5 + 2,0 = 5,5 Mrd. EUR. Das Eigenkapital per 30.9.2016 betrug 16,0 Mrd. EUR. Selbst wenn sich herausstellen sollte, dass der oben dargestellte Goodwill und die Markennamen im Bereich Europa nichts wert sind, hätte man noch ein Eigenkapital von über 10 Mrd. EUR. Das hat der Markt bisher überhaupt nicht realisiert! Alle haben gelesen, worauf sich die Untersuchung der Bilanzen im Wesentlichen erstreckt (Assets aus dem Bereich Steinhoff Europa), aber darüber, welche Risiken konkret dahinter stecken, habe ich noch nichts gelesen. Wenn es hierzu die ersten Berichte gibt, werden wir eine äußerst erfreuliche Kursentwicklung sehen. Die bisherige Bewertung des Unternehmens und die daraus resultierende Marktkapitalisierung basierte ja nicht auf dem bilanzierten immateriellen Vermögensgegenständen, sondern auf den erwarteten zukünftigen Erträgen der Steinhoff-Gruppe. Und das operativer Geschäft wird ja weiterhin laufen. Das Vertrauen der Investoren mag derzeit zerstört sein, aber den Kunden von Steinhoff wird das egal sein, die werden nicht wegbleiben, weil das Unternehmen bilanzielle Probleme hat. Liquiditätsprobleme resultieren aus den Vorfällen direkt nicht. Aufgrund der bilanziellen Unregelmäßigkeiten könnten Kreditgeber womöglich Finanzierungen aufkündigen. Dies ist aber unwahrscheinlich, da es grundsätzlich kein Liquiditätsproblem geben dürfte, sondern nur aufgrund der Aufkündigung der Finanzierungen Liquiditätsprobleme auftreten können. Die Kreditgeber würden die Probleme also selbst verursachen, das werden sie nicht tun. Fazit: Abwarten, bis die Meldung über das Ergebnis der Abschlussprüfung 2016 und 2017 kommt. Dann wird meiner Ansicht nach klar sein, dass die bilanziellen Auswirkungen sich in Grenzen halten und der Kurs sich vervielfachen.