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Administrator / 14.06.18 / 21:41

Steinhoff: 500 Millionen Euro für totgeglaubte Tochter (Update)

Aktuellen Medienberichten zufolge kann Steinhoff (WKN: A14XB9) einen wichtigen Erfolg im Kampf um die Rettung seiner österreichischen Kika/Leiner-Möbelkette verbuchen. Der von der Karstadt-Übernahme bekannte Immobilienmogul René Benko hat offensichtlich zugeschlagen.

Die stolze Summe von etwa 500 Millionen Euro werde Benkos Signa Holding für das zuvor insolvenzgefährdete Unternehmen zahlen, heißt es. Der Betrag soll einem Vielfachem von dem entsprechen, was die Kika/Leiner-Immobilien wert sind und dürfte direkt an die Muttergesellschaft Steinhoff fließen. Der skandalerschütterte Handelskonzern kämpft seinerseits ums Überleben und konnte seine Gläubiger zuletzt mit einem in Aussicht gestellten Restrukturierungskonzept bis Monatsende vertrösten.

Jetzt wird's richtig spannend!

Der Verkauf von Kika/Leiner an Signa außerhalb eines Insolvenzverfahrens war vermutlich nur möglich, weil es dem Vernehmen nach eine Reihe von Interessenten - unter anderem aus aus England und den USA - gegeben hatte.

Die Liquiditätsspritze könnte für Steinhoff und seine Anteilseigner Gold wert sein, da sich die Verhandlungsposition gegenüber den Gläubigern nun verbessern sollte. Mit Hochspannung blickt die Börsenwelt derweil auf die für den 29. Juni angekündigten Halbjahreszahlen und die Vorstellung eines Sanierungsplans. Berücksichtigt letzterer auch in einem nicht unerheblichen Ausmaß die Aktionäre, so könnte die Steinhoff-Aktie kurzfristig zu einer gigantischen Kursrallye ansetzen.

Auch heute waren SD-Live-Chat-Nutzer wieder am schnellsten und haben bereits vom ersten Kurssprung nach den positiven News profitiert.

Update: Mittlerweile scheint klar, dass Steinhoff entgegen ursprünglicher Erwartung mit keinen signifikanten Zuflüssen aus der Transaktion rechnen kann. So sei für das operative Geschäft lediglich der symbolische Kaufpreis von einem Euro geflossen. Zudem wurden 100 Millionen Euro an Schulden übernommen. Die wertvollen Kika/Leiner-Immobilien sollen sich hingegen nicht mehr im Besitz von Steinhoff befunden, sondern bereits Hedgefonds gehört haben.

Interessenkonflikt: Der Autor dieser Publikation hält zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aktien des hier besprochenen Unternehmens und hat die Absicht, diese je nach Marktsituation – auch kurzfristig – zu veräußern und könnte dabei insbesondere von erhöhter Handelsliquidität profitieren. Hierdurch besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt. Bitte beachten Sie unseren vollständigen Haftungsausschluss.

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