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Steigende Zinn-Preise locken seltsame Gestalten an

Andreas Lambrou / 16.12.22 / 10:22

Der Zinn-Markt ist nichts für schwache Nerven. Durch die verhältnismäßig geringe Größe zeigen sich die Zinnpreise äußerst volatil und sensibel gegenüber Spekulationen. Zinn-Aktien wie Alphamin Resources (WKN: A12GSG) und Rome Resources (WKN: 886289) geraten mit AVZ Minerals (WKN: A0MXC7) wieder ins Kreuzfeuer der abenteuerlichen Zocker, aber sind dementsprechend heiße Eisen. Investoren schauen dagegen eher auf profitable Unternehmen wie die indonesische Timah Tbk PT (WKN: A0Q7SR).

Kennen Sie spontan eine Zinn-Mine oder einen Weltkonzern, der mit Zinn sein Geld verdient? Also mir fiel es schwer, überhaupt zwei bis drei Zinn-Aktien aufzuzählen. Die meisten Zinn-Werke in der EU sind längst geschlossen und die weltgrößten Produzenten stammen fast alle aus China und Indonesien.

Zinn ist gegenüber anderen Basismetallen wie Kupfer, Blei oder Zink ein relativ seltenes Element. Insgesamt wird die weltweite Produktion von raffiniertem Zinn in diesem Jahr auf fast 380.000 Tonnen geschätzt.

Das weiche Metall mit einem geringen Schmelzpunkt findet zumeist Verwendung als Legierung wie der Bronze oder für Lote, unter anderem bei der Verbindung von elektronischen Bauteilen.

Spekulations-Rohstoff Zinn

Die Zinn-Preise präsentieren sich äußerst volatil. Im Frühjahr 2022 erreichten sie rasant ein Niveau von rund 50.000 US$ pro Tonne. Darauf folgte ein Einbruch auf unter 20.000 US$ je Tonne – ein wilder Ritt. Durch den Preis-Kollaps könnte allerdings das Fundament für die nächste dynamische Aufwärtsbewegung gesetzt worden sein.

Langfristig scheint der Zinn-Markt höchst spannend, denn das Metall spielt eine wichtige Rolle in der Energiewende. Während Rohstoffe wie Lithium oder Nickel vermehrt im Fokus der Öffentlichkeit stehen, ist Zinn eher der „Underdog“ unter den „grünen“ Metallen.

Das Metall ist zunehmend ein wichtiger Bestandteil von Solartechnologie sowie der Elektroautomobilindustrie – zum Beispiel als Lot, das elektronische Komponenten zusammenhält.

Nach den Schätzungen der ITA (International Tin Association) wird die Welt bis 2030 weitere 50.000 Tonnen Zinn pro Jahr benötigen, um die Nachfrage zu decken. Wie klein der Zinn-Markt ist, erkennt man daran, dass geschätzt lediglich 1,4 Milliarden US$ an Investitionen nötig sind, um dies zu erreichen. In anderen Metallmärkten wie dem Kupfer- oder dem Eisenerzmarkt sind solche Summen manchmal nur ein Bruchteil einer einzigen Mine.

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Zinn-Preise auf Rebound-Kurs

Die ITA geht davon aus, dass die Zinn-Nachfrage im Zuge der Energiewende stark ansteigen wird. Allein in der Solarindustrie sollen im laufenden Jahr über 22.000 Tonnen Zinn verbraucht werden. So soll sich der Zinn-Bedarf der Branche in den letzten zehn Jahren mehr als versechsfacht haben.

Im Zuge des verabschiedeten „Inflation Reduction Acts“ der USA schätzen die Solar Energy Industries Association (SEIA) und Wood Mackenzie, dass sich allein die US-Solarkapazität bis 2027 verdreifachen könnte.

Die Solarindustrie wird zu einem immer größeren Endverbraucher von Zinn und dürfte durch den rasanten Ausbau der Kapazitäten auch den Zinn-Preisen unter die Arme greifen.

Zuletzt sind die Zinn-Preise bereits wieder an die Marke von 24.000 US$ je Tonne geklettert. Nicht zuletzt da Indonesien, der weltweit größte Zinn-Exporteur außerhalb Chinas, zuletzt ein Exportverbot für Zinn ins Gespräch gebracht hatte. Dadurch werden die ohnehin großen Schwankungen des Metalls abermals befeuert.

Markt nichts für Anfänger

Der Zinn-Markt ist also nichts für Anfänger und sollte im Portfolio von Anlegern keine allzu große Gewichtung erhalten. Für Kenner und Spekulanten ist der Markt durchaus interessant und kann am leichtesten über die Aktien von Zinn-Produzenten oder -Explorern gespielt werden.

Die indonesische Bergbaukonzern PT Timah Tbk betreibt einige der größten Zinn-Minen und Zinn-Schmelzen der Welt. Der Konzern verfügt über Bergbaugenehmigungen für eine Fläche von 512,369 Hektar an Land und vor der Küste der Inseln Bangka, Belitung und Kundur.

In den letzten Jahren waren die Förderraten häufiger stark schwankend, doch konnte man die Schulden aufgrund hoher Zinn-Preise zurückführen. Das erlaubt die Planung weiterer Expansionsvorhaben wie im neuen Bereich der Offshore-Zinnförderung.

Ein Weltvorkommen in der Hand von Laien?

Die kanadische Alphamin Resources besitzt ebenfalls ein hochwertiges Zinn-Projekt und wäre möglicherweise sogar relativ günstig bewertet.

Allerdings möchte ich von einem Investment abraten. So befindet sich das Projekt in der Demokratischen Republik Kongo. Dieser Standort bringt natürlich ein extremes politisches Risiko mit sich, womit auch sicher ein Teil des offensichtlichen Bewertungsabschlags zu erklären ist.

Als profunder Kenner der kanadischen Rohstoffszene kenne ich zudem einige fragwürdige Hintergründe. So scheint es bei Alphamin noch immer recht anrüchige Verbindungen zu geben.

Eine Verbindung weist von Alphamin direkt zu einem Deal mit Rome Resources, einer Firma, die einige Projekte von Alphamin akquirieren konnte.

Rome ist eine kanadische Gesellschaft, die vom „Schlossherrn von Enzesfeld-Lindabrunn", Dr. Georg Schnura, geleitet wird, einem recht umtriebigen Geschäftsmann.

Ebenfalls dabei als Großaktionär mit rund 30% Besitz an Rome ist zudem Klaus Eckhof, der Gründer der australischen AVZ Minerals, die eines der weltgrößten Lithiumvorkommen im D.R. Kongo entwickelt. Eckhof besitzt seit Jahren beste Verbindungen zum korrupten Regime im D.R. Kongo.

Beide Geschäftsleute werden allerdings seit längerem von erfahrenen Rohstoff-Anlegern verschmäht, weil bisher kaum eines ihrer Investitionsvorhaben jemals erfolgreich aufging und aus dieser Ecke im letzten Rohstoffzyklus viel verbrannte Erde hinterlassen wurde, um es einmal vorsichtig zu formulieren.

Jedenfalls stufe ich persönlich die Wahrscheinlichkeit für Privatanleger, mit Aktien wie einer Alphamin oder einer Rome am Ende zu verdienen, als verschwindend gering ein, obgleich es natürlich immer wieder Zocker-Gewinner aufgrund der erheblichen Kursschwankungen gibt.

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Die besten Zinn-Vorräte zeigen Anzeichen einer Erschöpfung. Das ist besorgniserregend. Wir laufen kaum Gefahr, dass die Leute weniger Elektronik kaufen.

Im Gegenteil, es wird weltweit ja immer mehr Elektronik gebraucht. Computerchips sind heute extrem knapp. Produktionsbänder deutscher Autofabriken standen bereits still, weil kein Nachschub kommt. Die neue Technologiewelle führt zur wachsenden weltweiten Elektronisierung. Das sorgt beim Zinn für Engpässe.

PLUS-Abonnenten hatte ich vor knapp zwei Jahren die ersten Zinn-Aktien vorgestellt. Eine australische Gesellschaft notierte schließlich im Frühjahr diesen Jahres +270% über dem Vorstellungskurs zwölf Monate zuvor.

Nach dem erfolgten Kursrückgang werde ich Ihnen demnächst neue spannende Bergbauaktien im Zinn-Sektor präsentieren.

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