Manuel / 02.03.21 / 16:51

Sixt: Erich sagt Tschüss!

Nach fünfzig Jahren in Verantwortung läutet Erich Sixt (WKN: 723132) den Generationenwechsel an der Vorstandsspitze ein – jedoch nicht im Aufsichtsrat. In diesen wird der erfahrene Manager als Boss wechseln. Bei der Hauptversammlung am 16. Juni ist Schluss, wie Sixt am Montag bekanntgab.

"Value Creator" Erich Sixt hat den Münchner Premium-Mobilitätsdienstleister mit SDAX-Zugehörigkeit zu dem geformt, was er heute ist: ein international agierender und führender Branchenplayer. Der 76-Jährige resümiert:

Sixt hat gehandelt, seinen Kurs gehalten und die Krise vor allem als Chance genutzt, anstatt einfach auf bessere Zeiten zu warten. [...] Auch wenn die aktuelle Situation in unserer Branche weiterhin von hohen Unsicherheiten geprägt ist, bin ich dennoch vorsichtig optimistisch, dass wir nach dem Ende von Kontaktverboten und Reiserestriktionen wieder in einen Wachstumsmodus kommen werden und an unsere Erfolgsgeschichte anknüpfen können.

Wie Sixt mitteilte, werden die beiden Söhne Alexander und Konstantin Sixt zu gemeinsamen Vorstandsvorsitzenden und Co-CEOs bestellt. Erich Sixt hingegen wechselt zum Ablauf der diesjährigen Hauptversammlung am 16. Juni vom Posten des CEO an die Spitze des Aufsichtsrats.

Corona verhagelt auch Sixt 2020

Heute schiebt Sixt die Nachricht hinterher, dass es 2020 im Bereich Mobility in Europa insgesamt mit einem leichten Gewinn vor Steuern von 7,3 Millionen Euro abschließen konnte, auf Konzernebene wurde allerdings in einem von Nachfragerückgängen geprägten Zeitraum ein Vorsteuerergebnis von -81,5 Millionen Euro verbucht. Negativ beeinflusst wurde das Ergebnis zudem von „hohen Investitionen in den USA“, von denen sich Anleger perspektivisch viel versprechen.

Auf Konzernebene verschwanden im Vorjahresvergleich 39 Prozent vom 2019er Umsatz, sodass der Sixt-Konzern in 2020 nur noch 1,53 Milliarden Euro umsetzte. Besonders krass ist der Rückgang im internationalen Airport-Vermietungsgeschäft, dessen Erlöse brachen um drei Viertel ein.

Nach eigenen Angaben ist man solide finanziert. Sixt verweist auf über 2 Milliarden Euro verfügbare finanzielle Mittel nach erfolgreicher Anleiheplatzierung von 300 Millionen Euro und neuem Konsortialkredit von 750 Millionen Euro, der die bisher ungenutzte Kreditlinie unter Beteiligung der KfW ablöst.

Die USA rufen

Rückblickend erschüttert Corona auch den Sixt-Konzern, allen jüngsten, erfreulichen Entwicklungen zum Trotz. Dank seiner Wachstumsperspektiven als Branchenführer bleibt Sixt prinzipiell ein Top-Pick mit bester Renditeperspektive. Ziemlich wichtig wird das US-Geschäft, in dem Sixt sich ideal positionieren will. Das zeigt die Akquisition von zehn strategisch bedeutsamen Terminal-Stationen, drei davon an den bekannten drei New Yorker Flughäfen sowie in Las Vegas.

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