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Günther / 13.12.19 / 15:18

Sibanye: Feiert Südafrika Weihnachten bei Kerzenschein?

Der Palladiumpreis eilt täglich auf neue Rekordstände. Davon profitiert massiv Sibanye-Stillwater (WKN: A1KBRZ). Grund sind die Stromausfälle in Südafrika.

In weiten Landesteilen Südafrikas ist es seit Beginn der Woche praktisch zappenduster. Wenn nicht schnellstmöglich reagiert wird, droht für Südafrika ein Weihnachtsfest mit Kerzenschein. Doch das juckt die Minen-Aktionäre nicht, die dieses Jahr zu Weihnachten neue Rekordgewinne feiern.

Stromrationierung mit immer dramatischeren Ausmaßen

Der staatliche Stromversorger Eskom meldete am Montag eine rekordverdächtige Eskalation infolge einer unerwarteten Versorgungslücke und drosselte den Strom so stark wie noch nie zuvor.

Bislang galt eine mehrstündige Stromabschaltung als normal, was auch die meisten Südafrika-Kenner wissen. Doch am Montag wurde eine völlig neue Dimension erreicht, die als Stufe 6 bezeichnet wird. Dies bedeutet, dass temporär bis zu 6.000 Megawatt an Erzeugerkapazitäten stillgelegt werden oder 12 Prozent der landesweiten Stromversorgung. Bislang waren für eine effektive Stromrationierung die Stufen 1-4 ausreichend. 

Die Minenförderung fällt in weiten Landesteilen aus

Gold-, Platin- und Palladium-Minen sind das Rückgrat der südafrikanischen Rohstoffproduktion und sorgen für 7 Prozent des Wirtschaftsaufkommens. Die ansässigen Minengesellschaften Harmony Gold, Impala Platinum und Sibanye-Gold waren seit Montag gezwungen, die Produktion aufgrund von Stromausfällen zu reduzieren. 

In der Nacht zum Freitag haben sich die akuten Probleme entspannt, könnten aber jederzeit erneut auftreten. Die Rohstoffexporte sind vor allem für die Devisenbeschaffung erforderlich, die Südafrika dringend benötigt, um seine Anleihen weiter zu bedienen.

Es könnte noch brenzliger werden

Noch halten sich die Eskom-Anleihen, auch wegen der staatlichen Garantien, über Pari, was wiederum den Südafrikanischen Rand um 14 US-Dollar relativ stabil hält. Gleichwohl bleibt die Lage insgesamt sehr instabil.

Die externe Verschuldung zum Bruttoinlandsprodukt verdoppelte sich in den Jahren seit der Finanzkrise von rund 20 auf zuletzt über 46 Prozent. Bei einem anhaltenden Leistungsbilanzdefizit von 3,7 Prozent der Wirtschaftsleistung im 3. Quartal bleibt für die Regierung nur wenig Spielraum. 

Südafrika konnte bisher weiterhin auf zahlungskräftige Unterstützer aus dem Westen zählen, die nach dem Ende der Apartheid versuchen, das Land irgendwie auf den Beinen zu halten, obwohl es immer stärker in Chaos und Kriminalität zu versinken droht.

Ein großes Problem ist, dass die südafrikanische Stromindustrie seit Jahrzehnten vernachlässigt wurde, was immer wieder zu erheblichen Stromausfällen führte und die Wirtschaftsleistung bremste.

Die gegenwärtigen Verbindlichkeiten des in der Insolvenz befindlichen Stromkonzerns Eskom belaufen sich auf über 30 Milliarden Euro. Die südafrikanische Regierung ringt seit Monaten damit, die nötigen Milliardenbeträge aufzutreiben, damit das Licht nicht vollends ausgeknipst wird.

Palladiumpreis explodiert auf 2.000 US-Dollar

Wie immer fallen Licht und Schatten zusammen, wie Sie an den Rohstoffpreisen sehen. Durch die Einschränkungen der Minenproduktion steigen zurzeit die Notierungen für Palladium rasant. In den letzten zwei Wochen gab es ausnahmslos nur grüne Tage und mit einem aktuellen Kurs von 1.970 US-Dollar notiert Palladium rund 50% höher als zu Jahresbeginn. Damit notiert Palladium höher, als der Goldpreis in seiner über 10.000 Jahre zurückliegenden Historie jemals handelte.

Kursziele bis Mitte 2020 liegen bei 2.500 US-Dollar 

Die Citigroup hat für Palladium vor wenigen Tagen sogar ein Kursziel von 2.500 US-Dollar pro Unze für Mitte nächstes Jahr ausgerufen. Nach Meinung des Analysten wird die weltweite Automobilindustrie weiterhin relativ mehr Palladium nachfragen, als gefördert und durch Lagerbestände geliefert werden kann. Nicht zuletzt, weil das für Benzinautos weiterhin die beste technische Lösung bleibt und Diesel, die mehr Platin brauchen, bei vielen Konsumenten, vor allem in Deutschland, unattraktiver werden.

Platin profitiert auch davon

Platin befindet sich ebenfalls in einem leichten Aufwärtstrend und konnte in den letzten Monaten immerhin knapp 20% von rund 800 auf fast 950 US-Dollar pro Unze steigen. Darum bin ich der Meinung, dass eine Umstellung von Palladium, das knapp 2.000 US-Dollar kostet, auf Platin sinnvoll wäre. 

Auch die Schmuckindustrie wird das Weißgold gegenüber dem Gelbgold schätzen und nächstes Jahr wieder eher mehr Platin nachfragen. Langfristanlegern würde ich darum auch eher zu Platin- als zu Palladium-Investitionen raten.

Südafrikanische Minenaktien bleiben gefragt

Trotz der Produktionsausfälle beurteilen die Investoren die Gesamtsituation für südafrikanische Minen optimistisch, da diese durchaus mit Stromausfällen zurechtkommen und darauf hoffen dürfen, für ihre aufgeschobene Förderung überkompensiert zu werden.

Die Frage, ob Platin oder Palladium besser steht, stellt sich für die PGM-Produzenten auch nur sekundär, weil das Erz eine Mischung aus allen Edelmetallen der Platin-Gruppe ist. Außerdem dürften sie zurzeit mit heller Freude den Terminmarkt für Verkäufe ihrer Produktion nutzen, sodass weiter explodierende Gewinne vorprogrammiert sind. 

Deshalb markieren die Aktien von Impala Platinum, Sibanye-Stillwater sowie Anglo American Platinum allesamt neue Jahreshochs und haben sich seit Jahresbeginn mehr als verdoppelt bis verdreifacht.

Weitsichtige Anleger profitieren von ihrer Aussaat 

Wer an der Börse richtig viel Geld verdienen will, braucht laut meinem Vorbild André Kostolany die 3Gs: Gedanken, Geld und Geduld. Exakt in dieser Reihenfolge.

Leider fehlt es den meisten Anlegern meistens am Geld, vor allem um nachzukaufen, oder an Geduld, um an seiner Einschätzung festzuhalten. Darum gehen so viele Spekulationen schief, die eigentlich viel Geld bringen sollten.

Ich erinnere mich darum gerne an meine vor rund zweieinhalb Jahren begonnene Spekulation mit der südafrikanischen Bergbauaktie Sibanye Gold. Diese schien sich durch die Übernahme von Stillwater Anfang 2017 exakt in die richtige Ausgangslage zu bringen, die ich für rentabel hielt. 

Die Aktien von Sibanye-Stillwater befinden sich im Höhenrausch

Mit dem Anlauf der Produktion in der weltweit neuesten Palladium-Mine außerhalb Südafrikas, mitten im US-Bundesstaat Montana, sicherte Sibanye seine Zukunft. Jetzt profitieren das Unternehmen und die Aktie von dieser weitsichtigen Entscheidung. Die neuen Minen East Boulder und Stillwater steuerten im 3. Quartal schon 32 Prozent des Gewinns bei.

Für den größten Gewinnanteil von 53 Prozent sorgt weiterhin die PGM-Produktion und hierbei erweist sich die 2015 zu Ramschpreisen durchgeführte Übernahme des Rustenburg-Komplexes in Südafrika sowie die anschließend in 2017 begonnene, aber erst in diesem Jahr abgeschlossene Übernahme von Lonmin als strategische Meisterleistung.

Mittlerweile ist Sibanye zum weltweit zweitbedeutendsten Lieferanten der wichtigen PGM-Metalle aufgestiegen, mit 20 Prozent Weltmarktanteil. Nur die russische Norilsk Nickel weist mit 23 Prozent noch einen höheren Marktanteil aus. Dies alles, während die südafrikanische Goldproduktion, mit der Sibanye einst als Spin-Out von Gold Fields startete, nur noch 15 Prozent des jüngsten Quartalsgewinns einspielte.

Diese Aktie wird jetzt massiv steigen

Für meine Abonnenten habe ich für nächste Woche eine neue chancenreiche Palladium-Aktie, die vom Rekord des Palladiumpreises profitieren wird. Der Kurs hat soeben seinen Aufwärtstrend gestartet, steht aber noch immer auf einem für chancenorientierte Anleger sehr attraktiven Niveau unter 0,20 Euro, von dem ich in den nächsten Wochen bis spätestens März schnelle Gewinne bis zu +100% erwarte. 

Wenn Sie gleich zu Beginn von dieser neuen Chance Wind bekommen möchten, bevor andere Anleger sie entdecken, sollten Sie sich zu Weihnachten ein Geschenk gönnen und ein Goldherz PLUS-Abo abschließen:

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