Sears: Kodak-Moment für US-Retail-Giganten

von Redaktion  /   07. November 2018, 19:45  /   unter Aktien, Nasdaq, OTC  /   Keine Kommentare

Die Pleite des traditionsreichen US-Einzelhändlers Sears (WKN: A0D9H0) rückt näher. Einst war Sears im S&P 500 gelistet und nach Walmart (WKN: 860853) und Home Depot der drittgrößte Händler des Landes. Amazon (WKN: 906866) dürfte eine Mitschuld am Niedergang des Retail-Giganten haben, der einst Malls füllte. 

Die Sears-Aktie stürzte im laufenden Jahr von 3,78 US-Dollar auf unter 20 Cent ab. Am 15. Oktober beantragte Sears Insolvenz und flog am 24. Oktober von der Nasdaq. Nach Informationen von Reuters nähert sich der Konzern einem Deal mit neuen Geldgebern, die nun 600 statt 300 Millionen US-Dollar in den Einzelhändler pumpen wollen.

Einst erste Wahl für Amerikaner: Stores von Kmart, die zum Sears-Konzern gehören.

Sears: Unprofitabel und hochverschuldet – Aktie ab sofort an den Pink Sheets

Da Sears das Nasdaq-Listing mit Wirkung vom 24. Oktober entzogen wurde, handelt die Aktie nun an der OTC. Wie das Unternehmen bekannt gab, wird die Abstufung keinen Einfluss auf die laufenden Geschäfte haben. Und diese liefen in der Vergangenheit mehr schlecht als recht.

Zuletzt erlöste der schuldengeplagte Konzern, abgesehen von der Aufnahme neuer Kredite, liquide Mittel nur aus dem Verkauf von Immobilien und anderem Eigentum, die das laufende Geschäft aber gleich wieder auffras.

Im letzten Quartal (bis 4. August) verbuchte Sears bei 3,2 Milliarden US-Dollar Umsatz einen Quartalsverlust über 508 Millionen US-Dollar, das entspricht einem Verlust pro Aktie von 4,68 US-Dollar. Bereits im den Vorjahren standen ähnliche Defizite.

Das Unternehmen hat hohe Langzeitschulden, nämlich 3,7 Milliarden US-Dollar. Ein Teil stammt vom Hedgefonds ESL Investments des Sears-Chairman Eddie Lampert, der dem Konzern bereits Kredite zur Verfügung stellt.

Sears hat in seinem Insolvenzantrag eine Art Klassifizierung seiner Läden vorgenommen und einen Plan vorgelegt. Demnach sollen 188 Stores bis Jahresende schließen und bis zu rund 500 profitablere Läden könnten durch neue liquide Mittel weiter existieren.

Die große Rebound-Chance tut sich hier nicht auf, vemutlich geht die Aktie eher den Steinhoff-Weg. Gut möglich, dass bald die Liquidation folgt, der (operative) Cashburn ist massiv.

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