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Sascha / 11.05.20 / 18:45

SAP: Für einen Corona-Gewinner recht schwach auf der Brust

Die Technologiebranche gehört bekanntlich zu den Gewinnern der Corona-Krise. Wie eine Gewinneraktie sieht das Papier des größten europäischen Softwarekonzerns SAP (WKN: 716460) aktuell jedoch nicht aus.

So stürzte die Aktie im Zuge des Corona-Crashs von knapp 130 auf unter 88 Euro und somit um ziemlich genau ein Drittel ab. Die anschließende deutliche Kurserholung kommt nun aber im Bereich der charttechnisch wichtigen Widerstandszone zwischen 105 und 110 Euro ins Stocken. Sollte die Aktie nicht zügig wieder den Sprung über 110 Euro schaffen, wird es kritisch.

Schnelle Wechsel auf dem Posten des Vorstandschefs untypisch...

Allerdings gibt es durchaus einen guten Grund dafür, dass die Anleger die Aktie des Vorzeigekonzerns aus dem DAX aktuell nicht lieben. Denn SAP führte erst vor wenigen Monaten – nach dem Weggang von Bill McDermott zu ServiceNow – eine Doppelspitze, bestehend aus Christian Klein und Jennifer Morgan ein. Nur rund ein halbes Jahr später musste dann Christian Klein die Führung des Konzerns alleine übernehmen.

Solch schnelle Wechsel auf dem Posten des Vorstandschefs sind für SAP absolut untypisch. Daher zeigen sich die Anleger seit dieser Entscheidung auch stark verunsichert. Dies führte zu einem Käuferstreik, unter dem die Aktie derzeit leidet. Es ist nun die Aufgabe des neuen alleinigen CEOs das verloren gegangene Vertrauen der Anleger zurück zu gewinnen – und das ist sicherlich nicht einfach!

Unsicherheit in unsicheren Corona-Krisenzeiten!

Denn bekanntlich mögen Anleger nichts weniger als Unsicherheit. So ist oftmals zu beobachten, dass Aktien selbst nach schlechtesten Nachrichten steigen, weil mit Bekanntgabe dieser schlechten Nachrichten die Unsicherheit weg ist. Bei SAP hingegen wurde eine solche, für das Unternehmen – wie geschrieben – völlig untypische Entwicklung auch noch in der ohnehin unsicheren Corona-Krisenzeit getroffen.

Allerdings wird aus unternehmensnahen Kreisen kolportiert, dass kein Geringerer als SAP-Mitgründer und Ex-CEO Hasso Plattner die treibende Kraft hinter der Einsetzung des neuen Führungsduos sowie des schnellen Abgangs von Jennifer Morgan war. In der Vergangenheit waren die Entscheidungen von Plattner dabei in der Regel stets sehr gut – zumal er sich auch Fehlentscheidungen eingestehen und diese schnell korrigieren konnte. Vielleicht hat er das einmal mehr geschafft!

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