Günther / 18.02.21 / 16:26

Rio Tinto: Das ist die Rekorddividende seit 148 Jahren

Die Großbank JP Morgan kündigte vor wenigen Wochen den Beginn eines neuen Superzyklus der Rohstoffe an. Davon profitieren längst die Aktionäre des Bergbauriesen Rio Tinto (WKN:852147), der zu den weltgrößten Eisenerz- und Kupferproduzenten gehört und gestern satte Gewinne und eine Rekorddividende meldete, die einer Dividendenrendite von über 6,5 Prozent entspricht.

Rekordpreise für Eisenerz lassen Gewinne sprudeln

Der Preis für Eisenerz, der rund 90 Prozent der Einnahmen von Rio Tinto ausmacht, stieg 2020 um +70%. Deshalb meldete der Bergbaukonzern gestern über 6 Milliarden US-Dollar Nettogewinn, den er mehrheitlich an seine Aktionäre ausschüttet in Form einer Rekorddividende und einer weiteren Zusatzdividende, die zusammen umgerechnet etwas über 4,60 Euro beträgt und allen Aktionären, die vor dem Stichtag am 4.3.2021 Aktien halten, zugute kommt und voraussichtlich am 15.4. ausbezahlt wird.

Offenbar konnte man gar nicht anders entscheiden, wie der neue CEO Jakob Stausholm bei der Pressekonferenz mitteilte:

Wir haben in diesem Jahr auch eine Menge Schulden abgebaut und haben jetzt weniger als 1 Milliarde US-Dollar Nettoverschuldung. Es ist also schwierig zu argumentieren, dass wir uns mit der Dividende zurückhalten sollten.

Chinas Stahlnachfrage zeigte sich über das Jahr 2020 sehr robust und lag im Jahresdurchschnitt deutlich über den letzten Jahren. Der chinesische Staat hat längst den wichtigen Ausbau seiner Infrastruktur beschleunigt, während in den westlichen Staaten mehr geplant, reguliert und angekündigt, aber immer weniger geleistet wird.

Die Produktivität unserer Gesellschaft lässt sich vielleicht mittels Künstlicher Intelligenz und Apps ein wenig erhöhen, die tatsächlichen Zuwächse bringen aber seit Jahrhunderten neue Straßen, Brücken, Eisenbahnen oder Schiffe, die uns weltweit verbinden und den kommunikativen Verbindungen wie dem Internet auch wahre Taten folgen lassen.

Darum braucht die Welt in Zukunft weiterhin mehr Eisen und Stahl und davon profitieren Bergbaukonzerne wie BHP Billiton oder Rio Tinto.

148-Jahres-Rekorddividende dank Oligopol

Seit 1873 ist Rio Tinto im Eisenerzabbau tätig. Das Geschäft ist ungefähr so spannend wie das Spielen im Sandkasten. Im Wesentlichen wird das Erz mit Schaufelbaggern abgebaut, auf riesigen Kippladern abgefahren, in einer Fabrik gereinigt, auf Waggons verladen und auf den firmeneigenen Eisenbahnen zu den zum Konzern gehörenden Häfen verbracht und dort mittels Schiffen in alle Welt exportiert.

Wer das mindestens 100 Jahre lang macht, versteht irgendwann so viel von diesem Geschäft, dass er sich im Laufe der Zeit oligopolartige Strukturen sichert. Die besten Vorkommen mitsamt angeschlossener Logistik sind längst in der Hand von drei Konzernen, zu denen außer Rio Tinto die australische BHP Billiton und die brasilianische Vale gehören.

Der Aufbau jedes einzelnen dieser Konzerne würde hunderte Milliarden kosten, vorausgesetzt man würde noch irgendwo auf der Welt neue ergiebige Eisenerzlagerstätten mit einem ausreichend hohen Erzgehalt finden. Selbst dann müsste man zunächst zehn Jahre lang explorieren und ein jahrelanges Genehmigungsverfahren durchlaufen. Mindestens in der ersten Dekade nach dem Produktionsstart wäre man auch gar nicht wettbewerbsfähig, weil man seine frischen Anlageinvestitionen erst mal abschreiben und die womöglich aufgenommenen Kredite tilgen müsste, denn ich hatte vergessen zu erwähnen, dass Rio Tinto bis auf die "symbolische" eine Milliarde US-Dollar netto schuldenfrei ist.

Sie merken schon, das ist alles wesentlich aufwendiger, zeitintensiver und teurer als eine neue App zu entwickeln. Darum wird Rio Tinto, komme was wolle, sein natürliches Oligopol in diesem Markt behalten und auch in 100 Jahren noch Dividendenrekorde feiern.

Natürlich können die Dividenden schwanken und in einem schlechteren Jahr erhalten Sie vielleicht nur 4-5 Prozent oder auch mal weniger, wenn der Vorstand über die Stränge schlägt. Andererseits profitieren Anleger heute von den ehemaligen "Überinvestitionen" von vor zehn Jahren, die erst jetzt Gewinne einfahren.

Der neue Superzyklus der Rohstoffe hat begonnen

Das werden diesmal die Preistreiber des Superzyklus sein:

  • post-pandemischer Aufschwung ("Goldene 20er"),
  • ultra-lockere Geld- und Fiskalpolitik,
  • schwacher US-Dollar,
  • stärkere Inflation,
  • unbeabsichtigte Folgen der Umweltpolitik und deren Reibung mit physikalischen Einengungen in Bezug auf den Verbrauch und die Produktion.

Der letzte Punkt ist nicht so leicht zu verstehen. Es geht hierbei um das Ergebnis der dramatischen Investitionskürzungen im Rohstoffsektor der letzten Jahre und einen Megatrend, bei der das Kapital stattdessen vermehrt in verschiedene ESG-Projekte geflossen ist. Daraus ergibt sich, dass nicht annähernd genug Förderkapazitäten aufgebaut wurden, um den zukünftigen Bedarf zu decken. Das unmittelbare Ergebnis daraus sind weitaus höhere Preise, sei es für Energie wie Öl und Gas oder andere industrielle Rohstoffe.

Der neue Rohstoff-Superzyklus
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Wie lange wird diese Rekordfahrt anhalten?

Nun, in der Historie dauerte ein Aufschwung bei den Rohstoffen in etwa zwischen 7 bis 12 Jahren. Es kommt dabei ein bisschen darauf an, ob man die Ausreißer mitzählt oder nur den Durchschnitt betrachtet. Der letzte markante Hochpunkt erfolgte 2008 vor der Finanzkrise gefolgt von einem zyklischen Aufbäumen zwischen 2009 und 2011. Der Tiefpunkt für den Rohstoffsektor erfolgte zu Beginn des Jahres 2016, als ich meinen Rohstoffdienst Goldherz PLUS startete, gefolgt von einem zyklischen Ausreißer nach unten infolge der COVID-19-Pandemie im Frühjahr 2020, von dem sich die Rohstoffpreise und Aktien rasend schnell erholten.

Darum nehme ich an, dass wir weiterhin am Beginn eines neuen Boomzyklus stehen, der mindestens bis Mitte der Dekade, wahrscheinlich sogar eher bis zum Ende anhalten wird. In den nächsten fünf Jahren brauchen Sie sich darum gar keine Sorgen machen, wenn Sie in den entsprechenden Minenaktien investiert bleiben, die Ihnen den besten Inflationsschutz bieten.

PLUS-Leser kassieren 9% Dividendenrendite

Gewöhnlich argumentiere ich mit hohen Kurszuwächsen, um Leser von einer Mitgliedschaft meines exklusiven Börsenclubs namens Goldherz PLUS zu überzeugen. Doch langjährige Leser wissen es außerdem zu schätzen, dass ihr geplanter Vermögensaufbau mit den dividendenstärksten Rohstoffaktien zum Kinderspiel wird.

Darum gehören Aktien wie Rio Tinto in jedes Vermögensdepot, egal ob jung oder alt und völlig unabhängig von der Investmentstrategie. Es sei denn, Sie können auf Dividenden verzichten, die bezogen auf den jüngsten Einstiegskurs im Goldherz PLUS Premiumdienst, nun einer 9% Dividendenrendite entsprechen. Zusätzlich zu den über +50% Kursgewinnen seit Herbst.

Der US-Aktienmarkt, gemessen am Dow Jones Industrial Index, schaffte seit seiner Auflegung im Jahr 1896 in über 100 Jahren den wohl unbestritten größtmöglichen Vermögens- und Wohlstandszuwachs der Menschheitsgeschichte, rund 9 Prozent Rendite inklusive Dividenden jährlich. Es ist rekordverdächtig, wenn Sie bei Rio Tinto solche Renditen sowie weitere Kurszuwächse einstreichen können.

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