Günther / 02.06.21 / 16:02

Öl- und Gasaktien sind 2021 Pflicht für dicke Renditen trotz Energiewende

Dass die angelaufene Dekade im Zeichen der Energiewende steht, ist längst kein Geheimnis mehr. Doch auch wenn die Kapitalmärkte vom grünen Imperialismus geprägt sind, der Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) und BP (WKN: 850517) zum Umdenken zwingt, dominiert die Inflationsangst das Sentiment und der Trend tendiert weiterhin zu starken Öl- und Gaskonzernen wie dem kanadischen Ölsandproduzenten Suncor Energy (WKN: A0NJU2) oder der russischen Gazprom (WKN: 903276), die unabhängig des politischen Drucks verlässliche Renditen abwerfen und darüber hinaus hammermäßige Dividenden ausschütten.

Verteilt über den gesamten Globus zerbrechen sich die Regierungen tagtäglich den Kopf darüber, wie man die „Null Emissionsziele“ im geplanten Zeitrahmen verwirklichen könnte. An erste Stelle der Agenda steht dabei grundsätzlich über fossile Energien herzufallen und wie diese schnellstmöglich abdanken müssen. Ganz nach der Devise: Alles, außer fossile Brennstoffe.

Als Musterschüler aus der ersten Reihe meldete BP gestern die Übernahme des US-Solarprojektentwicklers 7X Energy, der einen 9 Gigawatt Solarpark baut.

Die Akquisition bringt BP auf Kurs, seine erneuerbaren Energiekapazitäten sofort von 14 auf 23 Gigawatt und bis 2030 weiter auf 50 Gigawatt zu erhöhen. Die Anlagen werden künftig durch ein Solar-Joint-Venture unter dem Namen Lightsource BP entwickelt.

Net Zero by 2050?

Vor wenigen Tagen meldete sich die Internationale Energieagentur IEA zu Wort. Sie fordert das sofortige Ende der fossilen Energie zugunsten der Umwelt. In der von der IEA veröffentlichten Studie „Net Zero by 2050“ wird ein Leitfaden für das Energiesystem zur Erreichung der Ziele dargestellt. Der Chef der IEA, Fatih Birol, betonte lautstark,

dass die Investitionen in neue Öl- und Gasvorkommen gestoppt werden müssen, um das Ziel bis 2050 zu erreichen.

Nach Einschätzung der Autoren wird die Ölnachfrage nie wieder ihren Höhepunkt aus dem Jahr 2019 übertreffen. Damit kehrt die IEA, die sich bislang stets positiv für fossile Energie ausgesprochen hatte, dem "schwarzen Gold" den Rücken zu.

Pensionsfonds investiert kräftig in die Öl-Sandaktie Suncor Energy

Währenddessen die IEA sowie die grüne Politik das Ende des Ölzeitalters herbeisehnen und mit CO2-Steuererhöhungen drohen, widerspricht der norwegische Industrieverband Norwegian Oil and Gas den Prognosen. Stattdessen äußert die Organisation eine kritische Annahme gegenüber dem IEA-Report.

Sollte die Nachfrage nicht so schnell abnehmen, wie die IEA in ihrem Szenario annimmt, und simultan die Angebotsseite abwürgt wird, könnte die globale Energieversorgung gefährdet sein.

Dies würde in rasant steigenden Energiepreisen resultieren.

Derweil scheint auch Kanada die Forderungen der IEA nicht allzu ernst zu nehmen.

Während sich weltweit viele der Pension-Fonds gegen Investitionen in den Ölsektor entscheiden und sich im Gegenzug zu einem klimaneutralen Portfolio bis 2050 verpflichten, kaufen die fünf größten kanadischen Pensionfonds mächtig im Sektor zu. So erhöhten sie ihre Invests in den vier größten Ölsandproduzenten Kanadas innerhalb eines Jahres um rund 147%. Damit erreichten ihre gemeinsamen Ölinvestitionen einen Wert von knapp 2,4 Milliarden US-Dollar.

Die Top-Positionen in den Fonds sind Canadian Natural Resources, Suncor Energy, Cenovus Energy und Imperial Oil. Es handelt sich dabei um Investitionen in den Ölsandsektor im Norden Albertas. Diese soll die Quelle mit den höchsten Emissionen pro Barrel Öl auf dem Planeten sein, wie es in einem 2020 erschienenen Bericht des Beratungsunternehmens Rystad Energy heißt.

Während ich selbst als starker Verfechter von Ölinvestitionen über die Ölsandaktivitäten der Kanadier nicht viel Positives sagen würde, bin ich dennoch ein Freund von minimalinvasiven Ölquellen, wie sie zu tausenden unsere Zivilisation beglücken.

Anfang vom Ende der fossilen Brennstoffe?

Weit gefehlt. Nicht nur wird die Energiewende ihren Tribut in Form einer steigenden Öl- und Gasnachfrage über die kommenden Jahre fordern, sondern zusätzlich wird der Sektor auch noch mit einem historischen Angebotsdefizit konfrontiert werden. Seitens der Politik wird immer gerne verschwiegen, dass der Bedarf fossiler Energieträger in den kommenden Jahren noch deutlich ansteigen muss, um die Umstellung auf erneuerbare Energien zu gewährleisten. Gerade in Schwellenländern hat das Öl-Zeitalter noch lange nicht sein Ende gefunden.

In Alaska (USA), eine der ältesten Ölförderregionen der Vereinigten Staaten, ist die Ölproduktion in letzter Zeit stetig rückläufig. Die zuständigen Behörden versuchen aktuell diesen Prozess umzukehren und damit die Ölförderung wieder anzufachen. Selbst die Biden-Administration, die ursprünglich auf erneuerbare Energien umschwenken wollte, unterstützt ein riesiges Öl-Projekt in Alaska von einem der größten Öl-Konzerne der USA.

Öl- und Gasaktien: Hier sind dicke Renditen trotz Energiewende Pflicht!

Selbstverständlich lässt sich zum jetzigen Zeitpunkt nicht bestimmen, ob Öl-Aktien 2050 immer noch attraktiv sind. Dennoch gehört der Öl- und Gassektor mit Sicherheit zu den Gewinnern auf Sicht eines Anlagehorizonts der nächsten ein bis drei und voraussichtlich auch fünf Jahre.

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