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Norwegian Air Shuttle-Aktie: Nach Freudensprung wieder zugreifen?

Simon Ruic / 26.10.22 / 16:50

Anleger von Norwegian Air Shuttle (WKN: A0BLAH) haben heute endlich wieder was zu lachen: Nach Zahlenvorlage springt die Airline-Aktie um bis zu +13,5% auf 8,41 norwegische Kronen (NOK) hoch. Die Fluggesellschaft überraschte den Markt mit hohen Überschüssen, kündigt jedoch an, den Gürtel im Winter enger schnallen zu müssen. Kann eine gesundgeschrumpfte NAS-Aktie bald wieder das Vorkrisenniveau erreichen, als der Kurs noch +70% höher notierte?

Norwegian Air Shuttle ist eine norwegische Billig-Fluggesellschaft mit Basis auf dem Flughafen Oslo-Gardermoen. Nach einem verheerenden Krisenjahr 2020 strich die Airline ihre Langstreckenflüge und reduzierte ihre Flotte auf ein Drittel. An der Osloer Börse hat das Unternehmen derzeit einen Wert von 950 Millionen €.

Überschüsse mehr als versechsfacht

Nachdem Anleger von Norwegian Air Shuttle seit vielen Monaten wenig Grund zur Freude hatten, hat sich das Sentiment am Mittwoch schlagartig gedreht. So ist die Aktie nach Vorlage der Quartalszahlen im Laufe des Tages um mehr als +13,5% auf 8,41 NOK geklettert.

Für eine positive Überraschung am Markt sorgte insbesondere der Nettogewinn der Fluggesellschaft. So sind für die Monate Juli bis September unter dem Strich etwa 910 Millionen NOK in der Unternehmenskasse geblieben, nach nur 169 Millionen NOK im Vorjahreszeitraum. Profitiert haben die Norweger den Angaben nach insbesondere von der Pandemie-Erholung und einem ausgedehnten Pilotenstreit beim Konkurrenten SAS.

Das Betriebsergebnis (EBIT) belief sich angetrieben durch einen rekordhohen Umsatz auf 1,03 Milliarden NOK, wobei sich gestiegene Treibstoffpreise und der Starke US-Dollar negativ ausgewirkt hatten. Zum Quartalsstichtag konnte die Airline ihr Cash-Polster laut dem Zwischenbericht auf 8,2 Milliarden NOK vergrößern, die Flotte umfasste 69 Flugzeuge

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Zahl der Winterflüge deutlich verringert

Angesichts der soliden Ergebnisse blickt Norwegian-CEO Geir Karlsen optimistisch auf das kommende Jahr:

Auch wenn die Nachfrage nach Flugreisen durch die derzeitige makroökonomische und geopolitische Unsicherheit beeinträchtigt sein mag, sind die Buchungstrends weiterhin ermutigend, da sich immer mehr Passagiere für einen Flug mit Norwegian entscheiden.

Dennoch plant die Billig-Fluglinie in den kommenden Wintermonaten die flexiblen Mietverträge zu nutzen, um die Kapazität zunächst um etwa ein Viertel reduzieren. Im darauffolgenden Sommer will der Konzern die Flotte aber wieder auf 85 Flugzeuge erweitern, weil das Angebot an europäischen Städte- und Strandzielen erweitert wird.

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Weiterhin krisenanfällig

Der Quartalsbericht zeigt, dass Norwegian im Sommer von einer kräftigen branchenweiten Erholung profitieren konnte. Das Segment der inländischen Geschäftsreisen ist laut Mitteilung bereits wieder auf Leveln wie vor der Corona-Pandemie.

In den anderen Bereichen sind die Norweger jedoch längst noch nicht so weit und daher muss das Unternehmen angesichts rezessiver Tendenzen in Europa den Gürtel enger schnallen und sich auf die Profitabilität konzentrieren. In dieser Hinsicht ist die kleine Billig-Airline eben deutlich anfälliger als Schwergewichte wie Lufthansa oder American Airlines, die im Eiltempo auf ihre Vorkrisenniveaus zufliegen.

Die Norwegian Air Shuttle-Aktie ist im Zuge des Corona-Crashs heftig eingebrochen und befindet sich weiterhin rund -70% unter den damaligen Niveaus von 25-30 NOK. Entsprechend hoffen viele Anleger, dass sich die Airline nun gesund schrumpft und dann mit einer Geschäftserholung sein mutmaßliches Kurspotenzial realisiert.

Ich für meinen Teil lasse aber lieber die Finger von dem Papier. Auch wenn das Unternehmen einen starken Sommer hatte, reicht es meiner Meinung noch nicht, um eine mögliche Konjunkturflaute unbeschadet zu bestehen.

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