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Netflix und andere US-Aktien vor den Zahlen – jetzt zugreifen?

Simon Ruic / 15.01.23 / 9:26

Den Auftakt der US-Berichtssaison ist am Freitag schlussendlich positiv ausgefallen: Mehrere Großbanken lieferten besser als erwartete Zahlen ab und legten trotz vorbörslicher Verluste an den Handelsplätzen deutlich zu, während die Delta-Air-Lines-Aktie nach einer schlechten Gewinnprognose abgerutscht ist. Ist das ein schlechtes Omen für Konkurrent American Airlines (WKN: A1W97M), der kommende Woche am gleichen Tag wie Netflix (WKN: 552484) seine Bücher öffnet? Und könnte es sich beim Streaming-Dienst hingegen lohnen, vor den Quartalsergebnissen zuzugreifen?

Übertroffene Erwartungen, aber sinkende Kurse: So ließ sich der Auftakt zur US-Berichtssaison am Freitag zunächst zusammenfassen. Mehrere Großbanken, der Vermögensverwalter BlackRock und die Fluggesellschaft Delta Air Lines übertrafen mit ihren Quartalsberichten die Analystenschätzungen zum Teil zwar deutlich; ihre Aktien sackten vorbörslich jedoch unisono ab. Im Laufe des Handelstages drehten die Bank-Titel dann jedoch deutlich ins Plus und sorgten so für eine gelungene Eröffnung des Bilanz-Reigens.

Bis die in der SD-Community heiß gehandelten Biotech-Titel mit ihren Earnings an der Reihe sind, wird es noch bis Ende des Monats dauern. Kommenden Donnerstag werden zunächst einmal der Streaming-Dienst Netflix und die Fluggesellschaft American Airlines ihr Zahlenwerk vorlegen. Nur eine der beiden Aktien gehört meiner Meinung nach dabei ins Depot.

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Netflix: Kann das auf Dauer gut gehen?

Netflix, das seine Bücher am kommenden Donnerstag öffnen wird, hat in meinen Augen ein bilanzielles Problem: 6,1 Milliarden US$ an liquiden Mitteln stehen 13,9 Milliarden US$ an langfristigen Schulden gegenüber. Um Endes des letzten Quartals hatte der Streaming-Anbieter 21,5 Milliarden US$ an Verpflichtungen angesammelt für Content-Produktion, von denen 4,3 Milliarden US$ innerhalb des nächsten Jahres beglichen werden sollen.

Und das ist nicht die einzige Stelle, wo der Schuh drückt: Wegen des starken Wettbewerbs im Streaming-Bereich, der die zahlungskräftigen Tech-Riesen Apple, Amazon und den Google-Konzern Alphabet einschließt, muss Netflix enorme Investitionen in die Content-Erstellung leisten.

Auf Dauer wird der Streaming-Dienst aber kaum mithalten können mit den US-Tech-Titanen, die über große Mengen an freien Cashflows (FCF) verfügen. So erwirtschaftete Alphabet in den letzten zwölf Monaten einen FCF von 69,8 Milliarden US$. Zum Vergleich: Der nachlaufende 12-Monats-Free-Cashflow von Netflix lag im dritten Quartal 2022 bei relativ mageren 717 Millionen US$.

Rating-Agenturen und Analysten haben dieses Ungleichgewicht längst erkannt. Von den sechs FAANMG-Aktien ist nur Netflix nicht mit einem Investment-Grade-Rating bewertet, sondern eine Stufe niedriger. Die 12-Monats-Analysten-Kursziele von Meta, Apple und Microsoft liegen etwa 30% über den aktuellen Kursen, bei Amazon und Google sind es über 60%. Und Netflix? Dieser Aktie gibt die Wall Street ein Kurspotenzial von gerade einmal 1,3%.

Bei den neuen Bilanzzahlen von Netflix erwarte ich ebenfalls keine positiven Überraschungen. Unter dem Strich gibt es für mich in Hinblick auf diese Aktie zu viele Stolpersteine, um ein Investment in Betracht zu ziehen.

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American Airlines: Das hat der Markt nach Covid nicht erwartet

American Airlines wird seinen finalen Bericht für das Schlussquartal ebenfalls am Donnerstag vorlegen. Mit überaus starken vorläufigen Zahlen hat die Fluglinie den Markt bereits vollends überrascht. Die Highlights:

  • Im Vergleich zu Q4 2019 ein Umsatzplus von 16% bis 17% gegenüber 11% bis 13% in früheren Prognosen
  • Bereinigtes EPS in einer Spanne von 1,12 bis 1,17 US$ – etwa doppelt so hoch wie die vorherige Prognose von 0,50 bis 0,70 US$ und auch deutlich über dem Konsens (0,58 US$)
  • Bei der bereinigten operativen Marge wurde die Prognosespanne ebenfalls enorm angehoben: von 5,5 bis 7,5% auf 10,25 bis 10,5%.

Das Unternehmen hat zuletzt von den Problemen des direkten Rivalen Southwest Airlines profitiert, sodass sich Analysten zurecht fragen, ob die starken Ergebnisse im kommenden Jahr replizierbar sind.

Dennoch: Ein EPS von rund 1,15 US$ bedeutet, dass die Airline-Aktie vor kurzem noch zu gerade einmal dem 10-Fachen des Quartalsgewinns gehandelt wurde. Angesichts der derzeit erzielten Überschüsse ist der Reise-Titel geradezu lächerlich günstig. Anleger können hier vor den endgültigen Quartalszahlen ruhigen Gewissens zuschlagen.

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