Sascha / 19.08.20 / 15:55

Momenta Pharmaceuticals: Nächste Mega-Übernahme im US-Biotechsektor!

Zuletzt verging kaum ein Tag, an dem nicht irgendeine Mega-Übernahme im US-Biotechsektor vermeldet wurde. So auch heute. Denn heute verkündete Johnson & Johnson die Übernahme von Momenta Pharmaceuticals (WKN: A0B5Q8) für 6,5 Milliarden US-Dollar.

Dabei hatte erst zu Wochenbeginn der französische Pharmagigant Sanofi die Anleger mit einem Übernahmeangebot für Principia Biopharma über 3,68 Milliarden US-Dollar begeistert. Insbesondere die Franzosen schwimmen jedoch aktuell im Geld. Denn schließlich haben sie ja erst vor wenigen Monaten ihre Beteiligung am Biotechgiganten Regeneron Pharmaceuticals versilbert. Im Gegenzug erfolgte dann der Einstieg bei Translate Bio (wir berichteten) sowie eben die Übernahme von Principia Biopharma.

Nasdaq Biotechnology Index (NBI) vergleichsweise schwach unterwegs...

Doch trotz dieser zahlreichen Übernahmen in der US-Biotechbranche ist der wichtigste Branchenindex, der Nasdaq Biotechnology Index (NBI), aktuell vergleichsweise schwach unterwegs. Das müssen wir uns jedoch etwas genauer ansehen. So legte der NBI insbesondere zwischen 2010 und Mitte 2015 eine beeindruckende Kursrally aufs Börsenparkett. In dieser Zeit konnte sich der Branchenindex etwa verfünffachen.

Nachdem jedoch im Wahlkampf für die US-Präsidentschaftswahl 2016 Kritik an der Branche aufkam (Hillary Clinton wollte daraufhin Medikamentenpreise sogar sozialistisch staatlich deckeln) ging der Index in eine Konsolidierung beziehungsweise Korrektur über. Als der Index dann zu Jahresbeginn drauf und dran war sein altes Allzeithoch aus 2015 endlich wiederzusehen, kam der Corona-Crash.

Die anschließende V-förmige Erholung hievte den Leitindex der Branche dann sogar auf ein neues Allzeithoch, was prinzipiell ein charttechnisches Kaufsignal darstellt. Allerdings blieben die Bullen zuletzt nicht mehr am Ball, so dass dieses Kaufsignal zu einem Fehlsignal zu mutieren droht. Mit anderen Worten: Greifen die Bullen nicht bald wieder bei den US-Biotechs zu, droht hier möglicherweise doch nochmal ein deutlicher Kursrückgang.

Im US-Biotechsektor ist Stockpicking Trumpf, ETFs sind daher ungeeignet!

Da stellt sich natürlich die Frage, wie das angesichts der eingangs besprochenen Entwicklung sein kann. Schließlich müssten die Anleger ja schon aufgrund der latenten Übernahmephantasie bei den US-Biotechs zugreifen, was dem Leitindex der Branche helfen müsste. Nun, die Sache ist ganz einfach. Zwar sind die Aktien der meisten Unternehmen, die zuletzt übernommen wurden, in dem Index vertreten. Deren Gewichtung ist jedoch vergleichsweise gering. Was auch kein Wunder ist!

Schließlich bringen Biotechgiganten wie Amgen, Gilead Sciences oder Regeneron Pharmaceuticals Marktkapitalisierungen von weit über 50 Milliarden US-Dollar auf die Börsenwaage und sind in dem Index entsprechend hoch gewichtet. Demgegenüber werden Unternehmen wie Principia Biopharma oder Momenta Pharmaceuticals – selbst nach entsprechenden Aufschlägen – zu Preisen unter zehn Milliarden US-Dollar übernommen. Diese Aktie haben also schlicht und einfach eine zu geringe Gewichtung im Leitindex.

Wenn man so will, sieht man hier also das genaue Gegenteil von dem, was viele bei den großen, marktbreiten Indizes immer monieren. Dort heißt es nämlich, dass deren Entwicklung ja in erster Linie von großkapitalisierten Titeln wie Alphabet, Amazon.com, Apple, Facebook oder Microsoft abhängig wäre, was deren Outperformance erkläre. Im NBI dagegen bremst die hohe Gewichtung von schwerfälligen Schwergewichten den Index aus. Was aber bedeutet das für Sie als Anleger? Nun, das im US-Biotechsektor Stockpicking sehr wichtig ist!

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