Microsoft & Activision: Deal wird immer wahrscheinlicher!

29.03.23 um 14:52

Der Deal zwischen Microsoft (WKN: 870747) und Activision-Blizzard(WKN: A0Q4K4) wird immer wahrscheinlicher, urteilt zumindest die Citibank. Ergeben sich dadurch neue Chancen für Investoren?

Microsoft gehört zu den größten Unternehmen der Welt und wurde einst mit Windows und den Office-Produkten zum Software-Gigant. Inzwischen steht das Unternehmen durch die X-Box und Minecraft auch fest im Gaming Sektor. Activision hingegen ist einer der größten Spieleentwickler weltweit und besonders bekannt für das Ego-Shooter-Spiel Call of Duty.

Citi hebt den Daumen

Nach der überraschenden Teilfreigabe des Deals zwischen Microsoft und Activision in Großbritannien hat die Citibank nun in einer am Montag veröffentlichten Studie die berechnete Wahrscheinlichkeit, dass der Deal eintritt, von 50% auf 70% angehoben.

Allerdings betonten die Analysten auch, dass die Wettbewerbsbehörden in Großbritannien am vergangenen Freitag keinerlei Aussagen zum Cloud-Gaming-Markt gemacht hatten. Dementsprechend und wegen der Vielzahl der Dienststellen, welche dem Deal ebenfalls noch zustimmen müssen, mahnte die Citibank ebenfalls an, dass die aktuell bei 84,35 US$ notierende Aktie von Activision Blizzard auch kurzfristig auf 68 US$ fallen könnte, wenn der Deal platzt.

Positive Signale aus Japan

Positive Signale, dass der Deal aber trotzdem durchgehen könnte, kamen dagegen am Dienstag aus Japan. Hier teilte die zuständige Aufsichtsbehörde mit, dass die Activision-Übernahme durch Microsoft keine langfristige Wettbewerbsverzerrung darstellen würde.

Aktuell wartet man aber trotzdem noch auf die Entscheidungen einiger Behörden, allen voran auf die der Europäischen Union. Damit sich hier die Chancen für einen Deal steigern, hat Microsoft inzwischen nicht nur eine Kooperation mit Nintendo gestartet, um die Spiele von Activision perspektivisch auch weiterhin auf anderen Endgeräten zu vertreiben, sondern auch angeboten, Videospiele an alle Hardware-Produzenten zu lizenzieren.

Finger weg

Anders als in meinem Artikel von Dienstag dargestellt hat die Citibank in ihrem Modell die Wahrscheinlichkeit für das Eintreten des Deals also nicht gesenkt, sondern erhöht. Ich entschuldige mich an dieser Stelle für die Falschinformation, die ich leider unkritisch von einer sonst verlässlichen Sekundärquelle übernommen habe.

Trotzdem bleibt das Fazit zum Deal bestehen, denn jetzt Merger-Arbitrage zu betreiben, scheint vor dem Hintergrund der Fallhöhe der Activision-Aktie nicht die beste Idee und ist nur eine Wette für eingefleischte Spekulanten, die sich des Risikos bewusst sind.

Konservativere Anleger sollten stattdessen, wenn sie von dem Deal profitieren wollen, auf Microsoft setzen, da das Unternehmen von der potenziellen Akquisition langfristig profitieren sollte.

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