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Lenzing-Aktie: Es gibt mehr Dividende – kaufen?

Frank / 22.06.22 / 10:11

Dividendenjäger, aufgepasst: Die Aktie von Lenzing (WKN: 852927) könnte interessant sein. Denn der österreichische Faserhersteller will seine Aktionäre mit dauerhaft attraktiven Ausschüttungen beglücken, wie er heute bekanntgegeben hat. Dividenden sind aber natürlich nicht alles. Es stellt sich auch die Frage, ob das Papier, das heute bei Tradegate um fast -5% auf 78,10 € einbricht, günstig bewertet ist und Aussichten auf Kursgewinne hat.

Die Lenzing-Gruppe mit Hauptsitz in Lenzing, Österreich, ist ein weltweit agierendes Unternehmen, das aus dem Rohstoff Holz Fasern herstellt. Diese Fasern sind Ausgangsmaterial für eine Vielzahl von Textil- und Vliesstoff-Anwendungen, kommen aber auch in technischen Anwendungen sowie in Schutz- und Arbeitskleidung zum Einsatz. Das Unternehmen beschäftigt rund 8.100 Mitarbeiter.

Dividendenpolitik wird geändert

Das klingt doch schon mal gut: „Lenzing AG ändert Dividendenpolitik“, heißt es heute Morgen. Nach Abschluss seines Strategie-Updates habe der Vorstand beschlossen, ab dem Geschäftsjahr 2023 je Aktie 4,50 € auszuschütten. Die zuletzt gezahlte Dividende betrug 4,35 €.

Selbstbewusst wird angefügt: „Mit diesem Schritt zeigt der Vorstand sein Vertrauen in die ehrgeizigen Wachstumspläne und damit in die Fähigkeit, den Aktionären dauerhaft attraktive Dividenden zu zahlen.“

Die Dividende von 4,50 € je Aktie fürs Geschäftsjahr 2023 käme dann erstmals 2024. Beim Kurs von 78,10 € wäre das eine bemerkenswerte Dividendenrendite von 5,6%.

Aktie ist ziemlich abgestürzt

Wir schauen genauer hin und stellen als Erstes fest: Zunächst gut ins Jahr gestartet, ist die Aktie seit dem Hoch bei 131 € Mitte Januar ziemlich brutal abgestürzt und hat seit Jahresbeginn fast -35% verloren. Aktuell notiert sie sogar nur knapp über dem 52-Wochen-Tief, das bei 77,70 € liegt. Anteilseigner hatten hier also wenig Spaß.

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Anfang Mai hat der Faserspezialist nach eigener Einschätzung solide Zahlen für das erste Quartal vermeldet. Auch Lenzing war logischerweise von den extremen Entwicklungen an den globalen Energie- und Rohstoffmärkten betroffen. Die höheren Kosten seien jedoch zum größten Teil kompensiert worden.

Die Umsätze stiegen gegenüber dem Vorjahresquartal um 25,7% auf 615 Millionen €. Hier spielte laut Unternehmen die Nachfrage nach holzbasierten, biologisch abbaubaren Spezialfasern und höhere Faserpreise die Hauptrolle.

Ausblick fürs Gesamtjahr bestätigt

Die hohen Kosten für Energie, Rohstoffe und Logistik führten jedoch zu einem Rückgang des Betriebsergebnisses vor Abschreibungen (EBITDA) um 7% auf 88 Millionen €. Was Börsianer überhaupt nicht gerne sehen: Die EBITDA-Marge verringerte sich von 19,3 auf 14,3%. Und der Cashflow aus der Betriebstätigkeit ging um 28,5% auf 79,7 Millionen € zurück.

In seinem Ausblick aufs Gesamtjahr geht das Management „weiterhin davon aus, dass das EBITDA deutlich über dem Niveau von 2021 liegen wird“.

Strategisch fokussiert sich die Lensing-Gruppe auf weiteres Wachstum ihres Quotenbringers: Der Anteil der Spezialfasern am Faserumsatz liegt derzeit bei 73,3% und soll bis 2024 auf 75% ausgebaut werden.

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Im März hat der Konzern ein neues, hochmodernes Lyocellwerk in Thailand eröffnet. Die Produktionsanlage, die mit einer Nennkapazität von 100.000 Tonnen pro Jahr die größte ihrer Art ist, soll die wachsende Nachfrage der Kunden nach Lyocellfasern noch besser bedienen.

Ein großes Thema für den Konzern: Nachhaltigkeit. Lenzing hat sich 2019 als erster Faserhersteller zum Ziel gesetzt, die CO₂-Emissionen bis 2030 um 50% zu reduzieren und bis 2050 die Netto-Null zu erreichen. Das hören Klimaschützer gerne.

Umbrüche in der Führungsetage

In der Führungsetage des Konzern gibt es einige gravierende Umbrüche. Erst im April hat der neue Vorstandschef Stephan Sielaff das Ruder übernommen. Neuer Chef des Aufsichtsrats ist Cord Prinzhorn, der zuvor Interims-CEO war. Finanzvorstand Thomas Obendrauf will seinen im Juni auslaufenden Vertrag nicht verlängern, ein Nachfolger wird gesucht.

Die Kursziele verschiedener Analysten, von denen die meisten kaufen oder halten empfehlen, haben eins gemeinsam: Sie liegen allesamt jenseits der 100 €. Bis dahin wären es also schon mal +30%.

Fazit: Attraktive Dividendenrendite

Aus meiner Sicht spricht wenig dagegen, sich eine kleine Position des derzeit an der Börse mit rund 2 Milliarden € bewerteten Unternehmens zu können, wenngleich das Papier bei einem KGV von 20 nicht besonders günstig ist. Eine Dividendenrendite von 5,6% ist durchaus attraktiv. Interessenten sollte ihre Order angesichts des niedrigen Handelsvolumens streng limitieren.

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