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/ 05.08.19 / 11:47

Infineon: Bald ist die Katze aus dem Sack

Infineon Technologies (WKN: 623100) präsentierte letzte Woche solide Zahlen. Abgesehen von der operativen Entwicklung stand auch im Juni-Quartal die Übernahme des US-Konkurrenten Cypress Semiconductor im Fokus, ebenso wie Infineon ein Hersteller von Chips zum Power Management von High-Tech-Geräten. Und langsam wird es konkret. 

Analysten lobten nach der Zahlenpräsentation die stabile Verfassung von Infineon. Vor dem Hintergrund eines schwachen Halbleitermarktes profitiere die Firma von einer insgesamt soliden Nachfrage, so Goldman Sachs. Solche Worte tun gut, denn die Lieblingsaktie vieler Anleger zwischen 2012 bis 2017 schwächelt. Die Übernahme von Cypress Semiconductor soll das ändern.

Q3 durchwachsen - Ziele für 2019 unverändert

Der Konzernumsatz entwickelte sich in den drei Monaten des Juni-Quartals leicht über dem Vorjahresniveau mit einem Wachstum von 2% auf 2 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis ging im Jahresvergleich um -11% auf 317 Millionen Euro zurück. Beim Gewinn erwirtschaftete Infineon im dritten Quartal 0,23 Euro pro Aktie. Vorstandsvorsitzender Dr. Reinhard Ploss kommentiert:

Infineon hält Kurs. Obwohl die Weltwirtschaft weiterhin schwächelt, ist der Konzernumsatz im dritten Quartal weiter gewachsen.

Der enttäuschenden konjunkturellen globalen Entwicklung kann sich der DAX-Konzern weitgehend entziehen. Für das laufende Geschäftsjahr rechnet das Unternehmen nach wie vor mit Erlösen in Höhe von 8,0 Milliarden Euro nach 7,5 Milliarden Euro im Vorjahr.

Übernahme von Cypress Semiconductor wird konkret

Die am 3. Juni 2019 durch Infineon öffentlich angekündigte Übernahme der Cypress Semiconductor Corporation nimmt Form an. Um 9 Milliarden Euro Kaufpreis zu stemmen, wurde im Juni 1,5 Milliarden Euro frisches Kapital im Gegenzug für neue Aktien eingeworben. Laut Quartalsmitteilung sei die "verbleibende Akquisitionsfinanzierung" in der Zwischenzeit "erfolgreich syndiziert" worden.

Nach eigenen Angaben möchte der Vorstand die Transaktion zu knapp einem Drittel mit Eigenkapital finanzieren. Viele Experten verweisen in dem Zusammenhang auf die Monsanto-Transaktion des Bayer-Konzerns, die mit einem hohen Fremdkapitalanteil gestrickt war, und sich gerade für die Bayer AG als Herausforderung entpuppt. Bei einem Börsenkurs von 15,80 Euro ist Infineon knapp 20 Milliarden Euro wert.

Dabei soll sich diese Mega-Übernahme laut Infineon-Firmenlenker Ploss gleich sehr positiv auf die Ergebnisentwicklung und Finanzkraft auswirken. Zeigen wird sich das durch eine Verringerung der Kapitalintensität des Unternehmens. Der freie Cashflow soll zeitnah deutlich steigen. Das Management hält bis 2022 jährliche Kostensynergien von 180 Millionen Euro für möglich.

Infineon, kürzlich von Continental wegen "herausragender Leistungen" zum Zulieferer des Jahres gekürt, beliefert mit sogenannten Automotive-Bausteinen wie Sensoren, Mikrocontroller und Leistungshalbleiter sowie Leistungsmodule für Fahrzeuge schwerpunktmäßig die Automobilbranche. Im letzten Jahr lieferte Infineon mehr als 7 Milliarden Bausteine aus. Weniger als 0,00001% davon seien von den Kunden beanstandet worden. Infineon unterhält Kooperationen mit wichtigen Industrievertretern, darunter Toyota und Hyundai-Kia. Infineon will seine Vorreiterrolle in der Elektromobilität ausbauen.

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