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Hensoldt, Rheinmetall & Co: Profitieren vom ESG-Upgrade?

Jens Lion / 02.03.22 / 10:40

Mit scheinbar absurden News macht die Rüstungsindustrie auf sich aufmerksam: Wertpapiere der Verteidigungsunternehmen wie Rheinmetall (WKN:703000) oder Hensoldt (WKN:HAG000) sollen als ESG-konform eingestuft werden, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

Aus meiner persönlichen Erfahrung gehören Rüstungskonzerne, um ehrlich zu sein, häufig ziemlich exakt genau zu jener Branche, die viele Anleger mit ESG-Fonds umgehen wollen. Auf den ersten Blick würde ich diese Forderungen daher als unrealistisch ansehen.

Dass die Verteidigungsindustrie ein notwendiges Übel ist und Europa sich nicht darauf verlassen kann, eigene pazifistische Wertevorstellungen gerade in fremden Diktaturen und Regimes wiederzufinden, ist sehr deutlich geworden. Grundsätzlich leiden Rüstungsfirmen unter dem ESG-Ausschluss, da dadurch die Kosten für Fremd- und Eigenkapital erhöht werden.

Gunst der Stunde nutzen?

Während ich zwar eine Auflockerung eventuell für möglich halte, ist eine Komplettumkehr wohl unrealistisch. Kann sich die Lobby durchsetzen und die ESG-Kriterien aufweichen, wäre das neben den erhöhten Verteidigungsausgaben aber ein weiterer struktureller Pluspunkt für die Branche.

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Dennoch gilt es, nun durch maximale Lobbyarbeit so viel Verständnis wie möglich zu erarbeiten. Ähnlich wie Unternehmen „Green Bonds“ emittieren können, die in der Regel weniger Zinsen kosten und deren Erlöse einem entsprechenden Zweck zukommen müssen, wäre es zumindest nicht komplett abstrus, dass Rüstungsfirmen „Defense Bonds“ emittieren, deren Erlös nur für Verteidigungstechnologien verwendet werden darf.

Es wäre definitiv weder die erste noch die letzte Finanzinnovation, die eigentlich kein Mensch braucht. Persönlich bin ich aber der Meinung, dass sich eine auf Verteidigungstechnologien spezialisierte Firma unter ESG-Kriterien von einem Tabakunternehmen durchaus abgrenzen sollte. Da der ESG-Trend noch vergleichsweise jung und in der Findungsphase ist, kann ich mir wenigstens eine Aufweichung vorstellen.

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Sowohl für spekulativere Anleger und Momentumtrader gibt es derzeit hochspannende Papiere (Rheinmetall und Hensoldt), aber auch für konservativere Investoren sind die britische BAE Systems und italienische Leonardo einen tieferen Blick wert.

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