Heidelberger Druck: Chinesen zahlen 77% mehr – Chance da?

von (mh)  /   25. März 2019, 15:57  /   unter Small Caps, Technologie-Aktien  /   Keine Kommentare

Frisches Geld für den angeschlagenen Konzern: 69 Millionen Euro nimmt Heidelberger Druck (WKN:731400) durch das Investment der chinesischen Masterwork Group ein. Heute vermeldet der Druckkonzern diesbezüglich Vollzug. Dadurch wird Masterwork Ankeraktionär von Heidelberg und hält 8,5% der Anteile. 

Die Chinesen nehmen die neuen Aktien zu jeweils 2,68 Euro – ein Aufschlag von +77% gegenüber dem heutigen Kursniveau von 1,51 Euro. Selbst gegenüber dem Kurs vom 23. Januar – damals wurde der Plan der Kapitalerhöhung bekannt – entsprach das einem unüblich hohen Premium. Die 69 Millionen Euro kann Heidelberg gut gebrauchen. Die neuen Mittel „stärken das Eigenkapital“ und dienen zur „beschleunigten Umsetzung“ der wichtigen Digitalisierungsstrategie.

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Masterwork ist nicht irgendwer

Die Masterwork Group aus Tianjin ist zugleich Partner und nun Ankeraktionär von Heidelberg. Damit ist die chinesische Gesellschaft für Heidelberg in strategischer Hinsicht von zentraler Bedeutung. Gemeinsam plant man Effizienzsteigerungen in der Produktion beim Verpackungsdruck über eine vertiefte Zusammenarbeit. Masterwork gilt als Spezialist im Bereich der Weiterverarbeitung in der Faltschachtelindustrie.

Künftig sollen „weitere Potenziale“ in China wie auch anderen Regionen erschlossen werden.

Masterwork ist bereit, 2,68 Euro pro HD-Aktie zu zahlen. Quelle: Heidelberger Druck

Interessante Randnotiz: Bei 2,68 Euro würde die Marktkapitalisierung Heidelbergs auf 816 Millionen Euro anwachsen.

Dass Masterwork nun ins Eigenkapital von Heidelberg geht, halten wir für keinen schlechten Umstand. Die Chinesen und Heidelberg sollten – zumindest kurzfristig – die gleichen Interessen verfolgen und an einer Steigerung des Aktionärswerts interessiert sein.

Investitionen belasten Geschäftsentwicklung – wie lange noch?

Der Markt hatte in den letzten Quartalen bereits mit einer Kapitalmaßnahme geliebäugelt. Notwendig geworden war dies, weil Heidelberg viel investiert. So lag der Geldabfluss für die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2018/2019 Ende Dezember (Heidelberg bilanziert vom 1. April bis 31. März) bei minus 120 Millionen Euro nach Investitionen.

Die Zahlen zum Jahresabschluss GJ 2018/2019 will Heidelberg am 6. Juni vorlegen. Bis dahin könnte noch Druck auf der Aktie lasten.

Die Heidelberg-Aktien handeln heute bei 1,50 Euro, knapp über dem Dezember-Tief von 1,49 Euro. Wir sehen hier in absehbarer Zeit Chancen nach oben, wenn der Gesamtmarkt sich erholt.

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