Griechische Banken: Jährlich grüßt das Murmeltier

von Redaktion  /   05. Oktober 2018, 14:31  /   unter Aktien  /   Keine Kommentare

Griechische Banken einmal mehr im freien Fall: Um -30% gibt die Aktie der Piräus Bank (WKN: A2DVJE) in der laufenden Woche nach. Dem Kurs des größten griechischen Geldhauses National Bank of Greece (WKN: A2N40X) sowie der Alpha Bank (WKN: A2AA50) erging es ähnlich in letzter Zeit. 

„Zurzeit sind Spekulanten am Werk“, sagt Griechenlands Vize-Ministerpräsident Giannis Dragasakis. Damit meint er die Marktteilnehmer, die auf eine schwindende Stabilität griechischer Finanzhäuser setzen. Denn diese haben mit immer mehr faulen Krediten zu kämpfen. Dazu kommen die Lira-Krise in der Türkei und wenig konstruktive Töne zwischen der EU und Italien.

Hier scheint die Luft erstmal raus – griechische Bankaktien stehen aktuell heftig unter Druck.

Angst vor neuem Kapitalbedarf

Das Problem wird klar, wenn man die Schuldenberge der Griechenbanken betrachtet. Ende Juni summierten sich die faulen Kredite griechischer Banken auf fast 90 Milliarden Euro, was rund der Hälfte der ausgereichten Darlehen entsprach.

Die Piräus Bank beispielsweise besaß zum 30. Juni Assets in Höhe von 86,1 Milliarden Euro. Davon waren jedoch nur 10 Milliarden durch Eigenkapital gedeckt.

Der Lira-Verfall in der Türkei und die Entwicklungen in Italien drücken auf die Kurse griechischer Bonds. Das erschwert die Rekapitalisierung.

Zudem können immer mehr Firmen ihre Fremdwährungskredite in türkischer Lira nicht bedienen und erhöhen das Ausfallrisiko. Die Piräus Bank hat inzwischen entsprechende Maßnahmen getroffen, um „Kapitalbuffer zu verbessern“.

Wie gelingt die Rekapitalisierung – Bad Banks die Lösung?

Eine Option wäre die Schaffung von Bad Banks. In diese können faule Kredite ausgelagert werden und die Bilanzen entlasten, jedoch nicht ohne Risiko.

Offenbar bereitet die griechische Regierung bereits ein Art „Hilfsplan“ vor für wichtige Geldhäuser des Landes. Dieser soll zusammen mit dem Euro-Rettungsschirm ESM verwirklicht werden.

Noch im Mai hatten die griechischen Geldhäuser einen Stresstest der europäischen Bankenaufsicht erfolgreich überstanden.

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