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Gas-Krise: Was droht der BASF-Aktie? Wer profitiert?

André / 19.07.22 / 11:09

Kaum eine Aktie steht derzeit so im Fokus der Gas-Krise wie BASF (WKN: BASF11). Auch wir haben uns ausführlich zu Chancen und Risiken für BASF geäußert. Doch wie heißt es in Anlehnung an ein Sprichwort: Wo Schatten fällt, gibt es auch Licht. Und so gibt es in Europa durchaus Unternehmen, die vom aktuellen Gas-Engpass profitieren können. 

Nord Stream 1 hin oder her – im Herbst steigt der Gaspreis

Unabhängig davon, ob Russland den Gashahn wieder aufdreht oder zulässt: Spätestens im Herbst wird die Nachfrage nach Gas schlagartig zunehmen. Allen Duschspar-Tipps zum Trotz. Auf der Angebotsseite ist aber, von einigen Absichtserklärungen und dem Baustart eines LNG-Terminals in Wilhelmshaven abgesehen, nicht viel passiert. Steigende Gas-Preise im Herbst sind vorprogrammiert. 

Doch nicht alle EU-Länder befinden sich in so einer dramatischen Gas-Klemme wie Deutschland, Österreich oder Ungarn. Dies liegt nicht zuletzt daran, dass unsere Nachbarn an Nordsee und Mittelmeer schon lange über eine diversifizierte Infrastruktur verfügen und demzufolge ihr Gas von vielen verschiedenen Abnehmern beziehen können.

BASF: Chancen und Risiken der Gas-Krise

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  • Warum es diesmal wirklich ernst werden könnte und sogar eine Werkschließung droht
  • Was es für die BASF-Aktie bedeutet, wenn der Gas-Hahn zu bleibt.

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Als Vorbilder seien hier zum Beispiel Frankreich, Spanien oder Belgien genannt, wovon Frankreich mit 16,9% noch den größten russischen Anteil am Erdgas-Mix hat. Spanien kommt dagegen nur auf 10,5% russischen Anteil, Belgien sogar nur auf 6,7%. Dies sind auch die Länder, wo die potenziellen Profiteure einer europäischen Gas-Krise sitzen. 

Gas-Krise: Bedrohung für Deutschland, Chance für Dein Portfolio? 

Ein Blick in die Tageszeitungen genügt, um festzustellen: Weder die EU noch die betroffenen nationalen Regierungen haben bisher Lösungen präsentieren können, die kurzfristig helfen können. Für deutlich realistischer halte ich es, dass mittelfristig Länder mit bereits existierender Infrastruktur in die Bresche springen. 

Profitieren davon könnte zum Beispiel der belgische Gasnetz-Monopolist Fluxys Belgium (WKN: A1JX9C). Das Unternehmen betreibt nicht nur das belgische Gasnetz, sondern besitzt auch ein Flüssiggas-Terminal in der Nähe der Hauptstadt Brügge. Aufgrund der deutlich vielfältigeren Lieferantenstruktur könnte Belgien – und damit Fluxys – einen Beitrag leisten, den europäischen Gas-Engpass zu reduzieren. 

Fluxys zahlt immer im Mai Dividende, so dass die Aktie aktuell bereits ex-Dividende handelt. Basierend auf einem Kurs von 30,00 € liegt die Dividenden-Rendite aktuell bei rund 3%.  

Ein weiterer Kandidat wäre der spanische Netzbetreiber Enagas (WKN: 662211). Das spanische Unternehmen ist für die Gasdistribution in ganz Spanien verantwortlich und bezieht den Großteil (ca. 30%) seines Gases aus Algerien. Russland spielt mit 10% eine untergeordnete Rolle und kann, dank aktiver LNG-Terminals, flexibel durch andere Lieferanten ersetzt werden.  

Auch Enagas handelt seit dem 5. Juli ex-Dividende. Grundsätzlich ist die Bewertung im Vergleich zu Fluxys mit einem geschätzten 2022er KGV von 15 und einer Dividenden-Rendite von 5,5% aber noch einen Tick attraktiver. Dabei gilt es zu berücksichtigen, dass Spanien 19% Quellensteuer einbehält, davon in Deutschland aber nur 15% angerechnet werden. Die Differenz von 4% kannst Du Dir vom spanischen Finanzamt direkt zurückholen, was sich aber nur bei größeren Beträgen lohnt.  

Enagas könnte zukünftig bei der europäischen Gasversorgung eine größere Rolle spielen, was sich darüber hinaus positiv auf die Bewertung des Unternehmens auswirken dürfte. Dafür müsste allerdings die Lücke im Gasnetz zwischen Spanien und Frankreich geschlossen werden. Im Vergleich zum Bau neuer Terminals an der Nordsee dürfte dies aber die leichtere Übung sein.

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Risikoarme Absicherung gegen steigende Gaspreise

Sowohl Fluxys Belgium als auch Enagas dürften von im Herbst steigenden Gas-Preisen in Europa profitieren. Kurzfristig könnte Fluxys vermutlich die größere Unterstützung zur Versorgung in Europa leisten. Langfristig ist das Potenzial, bei entsprechendem politischen Willen, mit Enagas größer. Bis dahin wird die Wartezeit mit einer ansehnlichen Dividende versüßt. 

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