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Sascha / 28.07.20 / 17:11

Eastman Kodak +320%: Diese Überraschung lässt die Aktie explodieren!

Eastman Kodak (WKN: A1W4RC) ist ein Unternehmen, das dem Namen nach fast jeder kennen dürfte. Kodak, Fotos, klingelt es jetzt bei dir? Ich denke schon!

Obwohl Eastman Kodak bis heute zurecht als Erfinder der digitalen Fotografie gilt, führte genau deren rasante Entwicklung im Jahr 2011 zur Pleite des Konzerns, dessen Aktie übrigens viele Jahre im Dow Jones-Index gelistet war. Nach Reorganisation der Company auf Basis des Chapter 11 des US-Insolvenzrechts ist Eastman Kodak heute jedoch wieder aktiv – und konzentriert sich einerseits auf die beiden Geschäftsbereiche Druck und Fotografie.

Unternehmen erhält 765 Millionen Dollar Kredit...

Schon die alte, inzwischen untergegangene Eastman Kodak war zum Teil ein Chemiekonzern, da man zur Entwicklung von Fotos entsprechende Chemikalien benötigte. Diese Kompetenz hat sich die Gesellschaft bis heute bewahrt, was ihr nun – etwas unverhofft – in die Karten spielt. Denn einige der Chemikalien, die Eastman Kodak produzieren kann, werden zur Herstellung des Malaria-Medikaments Hydroxychloroquin benötigt, dass auch gegen das SARS-CoV-2-Virus eingesetzt wird.

Um die Produktion dieses, aus Sicht der US-Regierung von Präsident Donald Trump essentiell wichtigen Medikaments, sicher zu stellen, hat die U.S. International Development Finance Corp. dem Unternehmen daher nun einen Kredit im Volumen von 765 Millionen USD gewährt. Vergeben wurde dieser Kredit dabei auf Basis des Defense Production Act, wie das "Wall Street Journal" (WSJ) heute exklusiv berichtete.

Ein Kredit ist leider nur ein Kredit!

Selbst nach dem heutigen Kursfeuerwerk von zeitweise mehr als +300% liegt der Börsenwert von Eastman Kodak noch deutlich unterhalb von 500 Millionen US-Dollar. Hier also nun schon von einem Comeback der Company zu schreiben, hielte ich für überzogen. Zumal es hier zunächst einmal nur um einen Kredit geht, der bewilligt wurde. Ein Kredit ist aber eben leider immer nur ein Kredit, sprich: Dieses Geld, das man nun erhält, muss zurückgezahlt werden!

Insofern halte ich auch das heutige Kursfeuerwerk für überzogen, zumal die Bilanz des Unternehmens auch ohne diesen Kredit recht solide wirkt. So standen hier zuletzt Assets im Gesamtwert von mehr als 1,2 Milliarden US-Dollar nur Schulden in Höhe von deutlich weniger als 200 Millionen US-Dollar gegenüber. Warum Anleger die vergleichsweise günstig bewertete Aktie nicht haben wollten, hatte daher andere Gründe.

Denn leider war zuletzt gleich mehrfach in Folge der Jahresumsatz rückläufig. Gleiches gilt auch für den Nettogewinn, wobei aus diesem schon im laufenden, spätestens jedoch wohl im kommenden Geschäftsjahr, schon wieder ein Nettoverlust werden dürfte. Das Management von Eastman Kodak hat es also, trotz Reorganisation, bis heute nicht geschafft das Unternehmen auch nur ansatzweise auf alte Wachstumspfade zurückzuführen. Daran kann und wird wohl leider auch dieser Kredit nicht viel ändern, so dass Anleger die Aktie weiterhin meiden sollten!

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Kommentare
Anton Huber / 29.07.20 / 11:54 Uhr Super, das nächste Insider Geschäft in der corona Krise und wieder zocken alle wie die Lemminge mit und die letzten bezahlen dann wieder, immer das gleiche lustige börsenspiel ..
Kalle / 29.07.20 / 18:14 Uhr Die letzten beißen die Hunde
Sascha Huber / 05.08.20 / 11:40 Uhr Dazu: https://www.watson.ch/wirtschaft/analyse/674194178-kodak-skandal-ceo-erhielt-einen-tag-vor-us-deal-millionenpaket