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Manuel / 29.06.21 / 7:30

Didi Chuxing: Warum dieser Börsengang Aufsehen erregt

Der chinesische Ride-Plattform-Anbieter Didi Chuxing wählt für sein Initial Public Offering (IPO) die Weltfinanzhauptstadt New York und nicht etwa Hongkong. Das hat direkte Relevanz für meine Tenbagger-Chance Uber Technologies (WKN: A2PHHG).

Die Geschichte beider Firmen reicht zurück ins Jahr 2016, als Uber sein China-Business samt Technologieplattform an Didi abtreten musste. Didi und Uber China fusionierten und Uber erhielt einen Anteil von 20% am chinesischen Betrieb. Didi dominiert den chinesischen Markt für Angebote rund um Car-Sharing und -Hailing.

Kartellrechtliche Untersuchung läuft

Eigentlich hatte Didi für seine Börsennotiz ein Listing in Hongkong avisiert (wir berichteten). Dass daraus nichts wird, liegt auch an den kartellbehördlichen Entwicklungen. Erst vor wenigen Tagen hätten laut Reuters-Informationen chinesische Behörden sogenannte „Antitrust Probes“ gegen den Car-Hailing-Giganten eingeleitet. Auch gegen Tencent und weitere Dutzende Internetfirmen des Landes wird ermittelt.

Didi Global hat am Montag das obligatorische S1-Filing bei der US-Börsenaufsichtsbehörde SEC eingereicht. Das Management erwartet Aktienzusagen im Wert von maximal 4 Milliarden US$, on top zu den 23 Milliarden US$, welche in Didi laut Crunchbase in bis dato 24 Finanzierungsrunden geflossen sind. Damit wäre der Börsengang einer der wertvollsten an der Wall Street in jüngerer Vergangenheit.

Abstriche bei Bewertung

Didi gibt an, dass es trotz Nachfragerückgang infolge der Covid-19-Pandemie im Segment China Mobility im Jahr 2020 auf Basis des bereinigten EBITA profitabel wirtschaftete. Didi hat viele Probleme, die Uber teilt – vor allem den Cashburn. In puncto Bewertungsspanne muss Didi Chuxing Abstriche machen. Kenner gehen von über 60 Milliarden US$ pro-forma Equity-Wert aus. Bullishe Vertreter hatten bis zu 100 Milliarden US$ für möglich gehalten.

Das bedeutet der Börsengang für Uber

Dieses Initial Public Offering hat besondere Aussagekraft für Uber, da es über den Wert der in der Konzernbilanz bilanzierten Didi-Beteiligung entscheidet, die Uber pandemiebedingt um einen Milliardenbetrag abschreiben musste. Zum 31. März stand die Didi-Beteiligung mit 5,9 Milliarden US$ Wert in der Bilanz, Ubers Grab-Investment war mit 3,6 Milliarden US$ bilanziert.

Interessanterweise ist an Didi Chuxing neben Uber und Apple auch die globale Finanzelite um Goldman Sachs, JP Morgan oder SoftBank beteiligt. Uber-Aktien reagierten am Montag zunächst enttäuscht auf die neuen Entwicklungen und beendeten den Tag leicht tiefer bei 51,11 US$.

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