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Sascha / 14.05.20 / 13:19

Deutsche Telekom: Fels in der Brandung?!

Zu den ganz wenigen Gewinnern in einem heute sehr schwachen DAX zählt heute das Papier der Deutschen Telekom (WKN: 555750). Generell zeigte sich die T-Aktie zuletzt sehr robust.

Für Anleger, die die Aktie seinerzeit zu Höchstkursen von über 100 Euro gekauft haben, mag dies nur ein schwacher Trost sein. Aber zu Zeiten einer Pandemie, wie sie die Welt sie seit mehr als 100 Jahren ("Spanische Grippe" im Jahr 1918) nicht mehr gesehen hat, spielt die Aktie ihre Stärke aus. Zumal die positive Kursentwicklung zuletzt heute auch von starken Quartalszahlen fundamental untermauert wurde.

Versorgeraktien generell vergleichsweise stark...

Schon in der Vergangenheit zeigten sich die Aktie sogenannter Versorger in Krisenzeiten vergleichsweise stark. Nicht umsonst waren Titel wie E.ON oder RWE daher bei Anlegern – bis zur verkorksten Merkelschen Energiewende – sehr beliebt. Denn zumeist stiegen die Kurse dieser Aktien mit dem Gesamtmarkt – und eine hohe Dividende sorgte schließlich für eine entsprechende Outperformance. Was aber hat die Deutsche Telekom nun mit Energieversorgern wie E.ON oder RWE zu tun?

Nun, im Zeitalter des Internets ist die Telekommunikation inzwischen fast genauso wichtig geworden wie der elektrische Strom. Dies gilt gerade in Pandemie-Zeiten, wie die Geschäfts- und Aktienkursentwicklung zahlreicher Online-Unternehmen zuletzt zeigte. Ergo kann man Unternehmen wie die Deutsche Telekom oder United Internet heutzutage wohl getrost als (Telekommunikations)Versorger klassifizieren – und daher mit Energieversorgern wie E.ON oder RWE in einen Topf werfen.

Darum ist die T-Aktie jetzt endlich wieder ein Kaufkandidat!

Schauen wir uns mit diesem Wissen im Hinterkopf nun die heute vorgelegten Quartalszahlen an. Demnach erzielte der Bonner Konzern einen Quartalsumsatz von 19,9 Milliarden Euro (+2,3 Prozent) sowie einen Gewinn von 916 Millionen Euro (circa +2 Prozent). Bereinigt um Sondereffekte, wie sie beispielsweise durch den Genehmigungsprozess für den Sprint-Deal anfielen, hätte der Gewinn sogar um knapp neun Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zugelegt.

Ein Wachstumswunder ist die Deutsche Telekom damit zwar nicht. Dafür aber gibt es hier erhebliche stille Reserven, die die Anleger zuletzt ein wenig ignorierten. So wird die Deutsche Telekom an der Börse nur mit knapp 65 Milliarden Euro bewertet, obwohl schon die Beteiligung an T-Mobile US circa 50 Milliarden US-Dollar (rund 46,5 Milliarden Euro) wert ist. Trotz des bedauerlichen Abgangs des langjährigen, sehr erfolgreichen T-Mobile US-CEOs John Legere halte ich die T-Aktie zu Kursen um 13 Euro für kaufenswert!

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