CrowdStrike: Die Top-Performer beginnen zu schwächeln!

von (sh)  /   09. September 2019, 20:04  /   unter Technologie-Aktien  /   Keine Kommentare

In den letzten Jahren strebten viele junge Unternehmen – wie CrowdStrike (WKN: A2PK2R) – an die NASDAQ. Die meisten von ihnen wurde freudig begrüßt und so gingen die entsprechenden Aktien durch die Decke. Trotzdem kennen leider nur sehr wenige Anleger in Deutschland solche Top-Performer wie Coupa Software, CyberArk Software, MongoDB, Okta, Roku, Splunk, The Trade Desk, Twilio oder Workday.

Doch inzwischen können deutsche Anleger wohl langsam sogar von Glück sprechen, dass sie diese Titel (noch) nicht kennen. Denn in den letzten Tagen und Wochen kam es gerade bei diesen bisherigen Top-Performern zu regelrechten Sell Offs. So verlor mancher dieser Top-Performer in wenigen Wochen -25% und mehr an Wert – und noch scheint eine Bodenbildung nicht absehbar. Ja, das trifft auch auf CrowdStrike zu.

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Daher schauen wir uns heute gemeinsam das Unternehmen CrowdStrike an und versuchen abzuschätzen, auf welchem Kursniveau die Aktie wieder kaufenswert sein könnte. Lassen Sie uns daher an dieser Stelle auch gar nicht mit langem Vorgerede aufhalten, sondern sofort zur Sache kommen. Was also macht CrowdStrike? Nun, das Unternehmen ist ein Spezialist im Bereich der Cyber Security.

Unternehmensprofil und Geschäftsentwicklung zuletzt

Konkret bietet die Gesellschaft eine Bedrohungsanalyse sowie darauf basierend Lösungen zur Abwehr von Cyberattacken und zur Endgerätesicherheit. Aufgrund seines guten Rufs war das Unternehmen an Untersuchungen zu mehreren berühmten Cyberangriffen beteiligt, wie beispielsweise der Analyse des Sony Pictures-Hack oder dem eMail-Leck der Demokratischen Partei im US-Präsidentschaftswahlkampf 2016. Zu den Kunden zählten zuletzt 44 der Fortune-100-Unternehmen sowie 37 der 100 weltweit führenden Konzernen.

Im Geschäftsjahr 2016 – das Geschäftsjahr ist hier leicht verschoben und endet immer per Ende Januar, so dass dieses zum 31. Januar 2017 endete – erzielte CrowdStrike einen Jahresumsatz von knapp 52,75 Mio. US-Dollar bei einem Nettoverlust von -91,34 Mio. US-Dollar. 2017 wurde dann schon ein Jahresumsatz von circa 118,75 Mio. US-Dollar (+125,1%) bei einem Nettoverlust von knapp 135,5 Mio. US-Dollar eingefahren. 2018 lag der Jahresumsatz dann bei knapp 250 Mio. US-Dollar (+110,4%), wobei der Nettoverlust nur noch leicht auf rund -140 Mio. US-Dollar stieg.

Die Software-Lösungen von CrowdStrike helfen auch Smartphones gegen Cyberattacken zu sichern…

Umsatz- und Gewinnschätzungen sowie darauf basierende fundamentale Bewertung

Im laufenden Geschäftsjahr 2019 wurde bereits zum Halbjahr ein Umsatz von knapp 204,2 Mio. US-Dollar sowie ein Nettoverlust von knapp 77,9 Mio. US-Dollar erzielt. Im Gesamtjahr 2019 soll daher ein Jahresumsatz von circa 450 Mio. US-Dollar (+80,1%) bei einem Jahresverlust von knapp 121,5 Mio. US-Dollar respektive 0,63 US-Dollar je Aktie. Weiter in die Zukunft zu schauen traut sich das Management derzeit noch nicht zu, so dass es auch noch keine wirklich belastbare Analystenschätzungen gibt.

Aber auch auf Basis der Umsatz- und Gewinnschätzungen für das laufende Geschäftsjahr 2019 lässt sich arbeiten. So weist die Aktie auf Basis der Konsensschätzungen ein KUV 2019e von knapp 29 auf, ein KGV lässt sich – angesichts weiterhin anfallender Verluste – natürlich noch gar nicht errechnen. Da selbst in 2019 keine erneute Umsatzverdopplung mehr gelingen wird, kann man wohl auch für 2020 nicht von einer solchen ausgehen. Insofern dürfte das KUV 2020e auf jeden Fall auch weiterhin über 15 liegen. Insofern ist die Aktie kein Schnäppchen!

Der erfolgreiche Börsengang (IPO) von CrowdStrike an der NASDAQ wurde – wie alle erfolgreichen Börsengänge – natürlich groß gefeiert.

Fazit: Vor einem Einstieg ein Ende der laufenden Korrektur abwarten!

Die Aktie von CrowdStrike befindet sich derzeit in einer Korrekturbewegung, wie viele andere bisherige Top-Performer aus dem US-Hightechsektor auch. Diese Korrektur war und ist, aufgrund der kurzfristig (zu) hohen fundamentalen Bewertung, absolut begründbar. Allerdings sind gute Aktien immer teuer und so wird die Aktie nicht ins Bodenlose fallen. Mit anderen Worten: Man wird sie, allerdings erst nach Abschluss der laufenden Korrektur, immer noch recht teuer kaufen müssen.

Ein Hinweis darauf, wo die laufende Korrektur enden könnte, liefert uns dabei die Charttechnik. Denn die Aktie hat zuletzt eine Schulter-Kopf-Schulter (SKS) Formation vollendet, deren Kursziel bei 58 US-Dollar liegt. Derzeit wird die Aktie jedoch noch um 68 US-Dollar gehandelt. Daher erscheint ein Einstieg oder Nachkauf noch zu früh. Mutige Anleger arbeiten daher mit einem Abstauberlimit unterhalb von 60 US-Dollar. Das Kursziel auf Sicht von 12-18 Monaten liegt dann um 80 US-Dollar.

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