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Günther / 09.03.20 / 10:45

Preiskrieg der OPEC+: Öl-Crash eine Kaufchance?

Ölpreis-Crash – so lautet die Schlagzeile der Medien heute. Weil sich Saudis und Russen beim Treffen der OPEC+ in Wien nicht verständigten, rauscht der Ölpreis in den Keller. Was bedeutet das für Aktien wie Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S), BP (WKN: 850517), Lukoil (WKN: A1420E) oder Gazprom (WKN: 903276)?

Heute sind die Ölmärkte im Panikmodus. Es fing schon damit an, dass die saudische Delegation beim Treffen in Wien mutmaßlich ein kleines Tischfähnchen der Russen umlegte, um denen ihre Meinung unmissverständlich klar zu machen. Eigentlich wollte der Ölmarkt eine Förderkürzung sehen. Doch jetzt wollen die Russen ungeniert weiter das Öl pumpen und Saudi-Arabien kontert damit, dass man ebenfalls bis zu 2 Millionen Barrel täglich mehr fördern würde. 

Beim gegenwärtigen rund 100 Millionen Barrel Tagesbedarf, könnte man meinen, dass dies eine relativ kleine Menge ist. Doch wenn auch nur 2 Prozent mehr Öl verkauft werden wollen, als kurzfristig nachgefragt wird, wirkt sich das äußerst negativ auf das Preisgefüge aus. Allerdings auch nur temporär, denn zum aktuellen Ölpreis kann praktisch niemand mehr mit den Russen oder Saudis mithalten. Vor allem die weltweite Offshore-Förderung und die Schieferindustrie in den USA – gemeinsam machen diese fast 40 Prozent der Weltproduktion aus – sind jetzt hochgradig von Förderkürzungen bedroht. 

Auch wenn die aktuellen Sorgen und Gesundheitsmaßnahmen der Top-Industrieländer rund um den sich ausbreitenden Coronavirus an den Börsen eingepreist werden, sehe ich für den Öl-Markt am Ende des Tages trotzdem Licht am Ende des Tunnels. Kurzum: Die Erholungschancen sind da, für einen langfristig denkenden Anleger!

Achtung: Auf das Timing kommt es an! 

Alles zeigt im Öl eine massive überverkaufte Lage an, seitdem sich zum Beispiel die Preise für ein Fass Rohöl der US-Sorte WTI (West Texas Intermediate) ab Jahresbeginn um etwa 50 Prozent verbilligt haben. Eine erste Stabilisierung bei Kursniveaus zwischen 20-30 USD deutet sich an.

Obgleich sich die Top-Erdölproduzenten innerhalb der OPEC nicht verständigen konnten, würde ich ebenso klar darauf hinweisen, dass

  • langfristige Anleger die aktuelle Unsicherheitsphase beim Öl weitgehend ignorieren und
  • stattdessen Kaufchancen nutzen sollten!

Die aktuellen Kursschwächen sind beste Gelegenheiten!

Warum? Chinas Ölnachfrage bleibt trotz kurzfristiger Rücksetzer weiter auf Wachstumskurs. Dass die Aktienkurse der meisten chinesischen Energiekonzerne zuletzt nicht so stark gefallen sind wie zum Beispiel Technologie-, Banken- oder Versicherungsaktien, deute ich als klares Signal. Und zwar dafür, dass der Markt den Ölpreis in einem Zustand bewertet, in welchem er das Gröbste an Negativem eingepreist haben könnte.

Natürlich habe ich nicht die Glaskugel und kann garantieren, dass nicht doch noch ein weiterer Ausverkauf auf Niveaus rund um 20 USD pro Barrel (WTI) möglich wäre. Das halte ich aber aus mehreren Gründen für unwahrscheinlich:

  • Es gibt Anzeichen, dass Russland schon in wenigen Wochen wieder mit Saudi-Arabien, zusammen mit seinem wichtigsten Verbündeten im OPEC+, wieder zurück zur Linie findet. Jedenfalls hat laut Tsvetana Paraskova von Oilprice.com erst kürzlich der russische Präsident Wladimir Putin vorgeschlagen, dass Moskau – auch weiterhin – mit der OPEC zusammenarbeiten werde. Die nächste Produktionskürzung der OPEC dürfte darum heftiger sein als die bisher eingepreiste Senkung um mindestens 600.000 Barrel pro Tag. Es spricht alles für eine "große Senkung" der Produktionsmengen innerhalb weniger Monate. 

  • Sehr spitzfindige Analysten wie zum Beispiel aus dem Haus des weltbekannten Bernstein Research weisen darauf hin, dass die Ölnachfrage in China nach dem SARS-Schock 2003 sogar sehr schnell und sehr deutlich zunahm.

  • Der Grund: Viele Menschen sind mit dem Auto statt weniger eben mehr gefahren, weil sie unter anderem den ÖPNV als Transportmittel aus hygienischen Gründen meiden wollten. Auch damals bei der SARS-Epedmie wurden die Einschränkungen für das Fliegen und den öffentlichen Verkehr durch weniger sparsames Fahren mehr als kompensiert. Beweis: Chinas Ölverbrauch stieg nach SARS im Jahr 2003 um 11 und 2004 um 16,5 Prozent! Es könnte laut Öl- und Gasexperten Andrew Butter von "Seeking Alpha" stattdessen zu einer Ausweitung der Öl-Nachfrage von neun Millionen Barrel pro Tag kommen, wenn man das SARS-Modell in punkto China auf die aktuelle Corona-Pandemie von 2020 hochrechnet.

Denken wir auch an die enorme US-Ölschieferproduktion, die bei den aktuellen Preisniveaus gewaltig betriebswirtschaftlich "im Feuer" steht. Zu diesen Preisen ist die Produktion absolut unrentabel und die Finanzierer dürften sehr nervös sein. Daher: Die US-Schieferproduktion wird bestimmt wieder zurückgehen (müssen!) und wir sehen dann starke Rebounds!

Daher meine ich, dass es jetzt auf das richtige Timing ankommt, was nicht so leicht sein wird: Jedoch sehe ich, dass wir in den nächsten Monaten – wobei ich meinen PLUS-Lesern eine exakte Prognose biete – die gröbsten Tiefs gesehen haben könnten.

Es kann zwar noch ein zusätzlicher neuer Kurs-Dip eintreten. Aber deswegen sollte jetzt Zug um Zug in mehreren Tranchen langsam aber sicher eine Position aufgebaut werden, um die kurzfristige Schwäche noch nutzen zu können.

Starke Aktien bleiben kaufenswert!

Dafür empfehle ich, nur bei Aktien von starken Ölfirmen zuzugreifen. Hier spricht vor allem auch das Argument der bisher üppig fließenden Dividendenzahlungen. Mit der bisher sehr hohen Dividendenrendite rund um 8,0 Prozent ist die Royal Dutch Shell (WKN: A0ER6S) auch aufgrund ihrer breit gestreuten Raffinations- und Vermarktungsaktivitäten und derzeit guter Bewertungsniveaus ein ausgesprochener Kauf. Dasselbe gilt für eine BP (WKN: 850517) nach letzten Kurszielanhebungen.

Besonders interessant finde ich nach wie vor die russischen Bigplayer wie Lukoil (WKN: A1420E) und Gazprom (WKN: 903276), die bekanntlich besonders dividendenstarke Titel geblieben sind sowie einige Spezialwerte, die nur meine Abonnenten kennen.

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