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Capricorn: Goldherz-Leser feiern 70% Sonderdividende!

Andreas Lambrou / 30.09.22 / 11:48

Beim Junior Öl- & Gasproduzenten Capricorn Energy (WKN: A2QJTR) wurde gestern eine Sonderdividende über mehr als 600 Millionen US$ oder umgerechnet 174 Pence pro Aktie vorgeschlagen. Diese Sonderdividendenzahlung entspricht über 70% des Aktienkurses. Zudem wird im Rahmen einer weiteren Aktienausgabe die Fusion mit der israelischen NewMed Energy verfolgt. Damit könnte Capricorn einer der wichtigsten außer-russischen Gasversorger der EU werden.

Capricorn Energy ist ein kleiner Öl- & Gasproduzent, der sich über die letzten Jahre von seinen älteren Ölquellen in der Nordsee trennte und sich vor etwas über einem Jahr entschlossen hat, die Ägypten-Aktivitäten des Ölkonzerns Shell zu einem Spottpreis zu übernehmen. Damit war die Neuausrichtung des Ölproduzenten noch lange nicht beendet.

Unerwarteter Geldsegen

Eine Steuerrückzahlung aus Indien über rund eine Milliarde US$ spülte unerwartet viel Geld in die Kasse.

So kam es zum Kuriosum, dass die Capricorn-Aktionäre bis heute auf einem Geldberg in Höhe von 937 Millionen US$ sitzen, der die derzeitige Marktkapitalisierung von rund 880 Millionen US$ übertrifft. Selbst unter Berücksichtigung aller Verbindlichkeiten wird Capricorn aktuell mit einem Unternehmenswert von unter 150 Millionen US$ bewertet, wobei enorme künftige Cashflow-Erwartungen im dreistelligen Millionenbereich zu absurd günstigen Bewertungsparametern führen.

Dieser hohe Kapitalbestand sorgte immer wieder für Diskussionen. Zu Jahresbeginn wollte der Vorstand von Capricorn ein Schnäppchen machen durch eine Fusion mit der relativ hoch verschuldeten Tullow Oil. Durch Tilgung von deren erheblichen Verbindlichkeiten wäre ein neuer, starker und nach analytischen Maßstäben auch augenscheinlich stark unterbewerteter Junior-Ölproduzent mit Fokus auf dem afrikanischen Kontinent entstanden.

Allerdings hielten einige Hedgefonds und Kernaktionäre von Capricorn das vorgeschlagene Umtauschverhältnis für unattraktiv und torpedierten die Fusion im Vorfeld der Generalversammlung von Capricorn, die ihre Zustimmung erteilen müsste.

Im Hintergrund arbeitete nun Capricorn eine Alternative aus, die für Aktionäre noch lukrativer wirken könnte.

Monsterdividende sowie Fusions-Ankündigung

Durch den vom Vorstand unterbreiteten Vorschlag einer satten Monsterdividende im Umfang von 620 Millionen US$ oder 174 Pence je Aktie könnten zwei Ziele erreicht werden. Einmal erhalten die „gierigen" Aktionäre den direkten Zugriff auf mehr als zwei Drittel der Barreserven von Capricorn. Desweiteren wurde eine attraktive Aktientransaktion vorbereitet.

So soll Capricorn nach Ausschüttung der Dividende mit der israelischen NewMed verschmolzen werden.

Im Rahmen der Transaktion sollen die Inhaber der nicht börsennotierten NewMed-Aktien je eigener Aktie 2,337344 neue Capricorn-Aktien erhalten.

Eine Kröte müssten die Capricorn-Aktionäre allerdings schlucken, denn sie würden nach der Transaktion nur noch etwa 10,3 Prozent des neuen fusionierten Unternehmens halten.

Entsprechend fiel gestern mit der neuen Ankündigung auch die unmittelbar sehr positive Kursreaktion bei Capricorn zunächst wieder zusammen.

Das lag aber auch daran, dass es bereits im Vorfeld Spekulationen über einen neuen Deal gab und sich die Capricorn-Aktien zuletzt abermals deutlich von ihrem Umtauschverhältnis mit Tullow Oil abgesetzt hatten.

Bei näherer Analyse könnte sich nun die Alternative zur Tullow-Fusion als ein weiterer Geniestreich des hochkompetenten Capricorn-Managements herausstellen.

Profiteur des EastMed Poker um die Erdgasvorkommen im Mittelmeer

So hatte die israelische Delek Group nach ihrem Rückzug ihrer Beteiligungen von der Londoner Börse immer wieder den Plan, dorthin zurückzukehren.

Der bei weitem attraktivste Vermögenswert war dabei stets die aktuelle 44% Beteiligung an der ersten Produktionsstufe des vor Jahren entdeckten riesigen Gasfelds Leviathan vor der Küste von Israel. Dieses fördert aktuell Erdgas in einem Umfang von rund 150.000 Barrel Öläquivalent täglich und ließe sich mit weiteren Investitionen noch über 350.000 Barrel Öläquivalent ausbauen.

Für die Lösung der EU-Energiekrise nach dem kompletten Gaslieferstopp käme zudem das ebenfalls bei NewMed in der Pipeline befindliche Gasfeld Aphrodite hinzu.

Diese Vorkommen dürfen als die zurzeit mit Abstand am weitesten entwickelten Kernprojekte der gemeinhin als EastMed bezeichneten Gasvorkommen im Mittelmeer bezeichnet werden.

EastMed dürfte den immensen Gasbedarf der Region decken und nach dem Bau einer entsprechenden Pipeline sogar in der Lage sein, zur erheblichen Verbesserung der Gasversorgungslage der EU beizutragen. Vornehmlich wären dies zunächst die südlichen Länder, in erster Linie Italien. Doch damit würde die Energiekrise in einigen Jahren entschärft und die Abhängigkeit von russischen Gaslieferungen sowie US-amerikanischen Interessensphären reduziert.

Kein Wunder, dass sich das US-Außenministerium, nicht zuletzt wegen der Türkei- und Zypern-Frage, schon mehrfach gegen die Entwicklung der EastMed Pipeline ausgesprochen hat.

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Capricorn: Eine starke Aktie mit überschaubarem Risiko

Stammleser meines PLUS-Börsenbriefs sind schon seit dem Pandemieausbruch im März 2020 bestens mit Capricorn Energy vertraut, die früher noch unter dem Namen Cairn Energy firmierte.

Damals hatte ich die Aktie als den bilanziell gesündesten Nordsee-Öltitel identifiziert und bei Kursen von teils weit unter 100 Pence als Kaufgelegenheit präsentiert. Mittlerweile erhielten Investoren ihren ursprünglichen Kaufkurs bereits mit den ausgeschütteten Sonderdividenden aus dem Verkauf der Nordseeproduktion sowie rasanten Kursanstiegen praktisch vollständig zurück.

Eine neue attraktive Investitionschance erkannte ich vor knapp einem Jahr, als die Rückerstattung aus dem Indien-Geschäft absehbar wurde.

Deshalb habe ich die Aktie noch einmal bei Kursen von rund 170 Pence als attraktive Investition vorgestellt.

Nun stehen die Chancen ausgesprochen gut, dass Anleger auch mit der zweiten Kaufchance nun den gesamten Kaufpreis über den Weg der Dividendenausschüttungen zurück erhalten und zudem weiterhin an einem sehr aussichtsreichen Gasunternehmen beteiligt bleiben.

Allerdings möchte ich an dieser Stelle einschränken, dass ich die unmittelbaren Kursaussichten der neuen Capricorn-Aktie noch nicht euphorisch beurteile. Weiterhin gibt es Spannungen zwischen den einzelnen Interessengruppen, welche die EastMed Gasvorkommen kontrollieren.

Außerdem befand sich die überschuldete Mutter von NewMed, die Delek Gruppe, wegen des Pandemieausbruchs und einer Verzettelung ihrer Beteiligungsstrategie in einer recht großen finanziellen Notlage, die man über die letzten Jahre auf dem Weg der Entflechtung ihres Konglomerats lösen musste.

Viele Capricorn-Aktionäre dürften sich darum auch vor und nach Erhalt ihrer Dividenden entscheiden, die starken Renditen mitzunehmen.

Ein positiver Aspekt: Die NewMed/Capricorn-Aktien von Delek Group unterliegen zunächst einer 12-monatigen Sperrfrist.

Ich meine, die Chancen stehen ausgezeichnet, dass Sie langfristig nun den dritten Teil der Capricorn-Erfolgsstory erleben werden.

Könnte Tullow Oil jetzt noch mal nachlegen?

Eine Erhöhung des Tullow-Tauschverhältnisses zugunsten von Capricorn scheint derzeit unwahrscheinlich, weil der Capricorn-Vorstand den neuen Deal wohl im Zusammenwirken mit interessierten Ankerinvestoren aushandelte, die ihre Zustimmung signalisierten. Doch abgestimmt wird bekanntlich erst zur Hauptversammlung, und bei dieser könnten die Vorstände von Tullow und Capricorn tatsächlich noch immer ein Interesse haben, dass die Fusion durchgeht.

Es geht schließlich dabei nicht nur um ein deutlich besseres Angebot für die Aktionäre. Auch das Kernmanagement beider Firmen würde bei einem Zusammenschluss sicher einige Senior-Managementpositionen erhalten, nebst ihren obligatorischen goldenen Fallschirmen.

Zu guter Letzt befindet sich Tullow wegen seiner hohen Nettoverschuldung um rund 3 Milliarden US$ weiterhin unter Zugzwang und könnte bei wieder explodierenden Ölpreisen leicht zum Übernahmeopfer eines so genannten Geierfonds werden, der nichts anderes im Schilde führt, als die Schulden mit Cashflow zu tilgen und das Unternehmen zu zerschlagen oder weiter zu verhökern.

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Meine Spezialität ist es, mit Weitblick stark unterbewertete Rohstoffaktien wie Capricorn zu finden und mein Geld dort zu investieren. Auch diese Transaktion, die ich seit 2020 verfolge, ging nun buchstäblich wie geplant auf.

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Interessenkonflikt: Autor, Herausgeber und Mitarbeiter halten zum Zeitpunkt der Veröffentlichung Aktien des besprochenen Unternehmens Capricorn und haben die Absicht, diese je nach Marktsituation – auch kurzfristig – zu veräußern bzw. Optionen auszuüben und könnten dabei insbesondere von erhöhter Handelsliquidität profitieren. Somit besteht konkret und eindeutig ein Interessenkonflikt.

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