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BYD legt nächste Woche Zahlen vor – das können Anleger erwarten

Simon Ruic / 23.10.22 / 10:47

Kommende Woche werden die 5 US-Tech-Giganten für das dritte Quartal ihre Bücher öffnen; den Schlusspunkt dieser Super-Zahlenwoche setzt jedoch am Samstag der chinesische E-Autobauer BYD (WKN: A0M4W9). Im außergewöhnlich schwachen Marktumfeld sehen Anleger den Berichten nervös entgegen, vor allem in China ist der Markt auf der Hut. Muss man nun auch beim Tesla-Konkurrent aus der Volksrepublik auf böse Überraschungen gefasst sein?

BYD ist ein agiler chinesischer Mischkonzern, der sich in drei Hauptgeschäftsfelder aufteilt: Automobile, das Batterie- und Solarsegment und die eigenständige Holding BYD Electronics. Fahrzeug-Komponenten wie Halbleiter und Akkus erhalten die Chinesen damit aus erster Hand – in Zeiten knapper Rohstoffe und Vorprodukte ein großer Wettbewerbsvorteil. Bei derzeitigen Kursen an der Hongkonger Börse von rund 195 HK$ kommt das Unternehmen auf eine Marktkapitalisierung von umgerechnet 93 Milliarden US$.

Markt zittert der Berichtssaison entgegen

Nächste Woche kommt die Berichtssaison so richtig ins Rollen. Zwischen Dienstag und Donnerstag werden die großen US-Tech-Schwergewichte für das dritte Quartal ihre Bücher öffnen – gemeint sind natürlich der Facebook-Konzern Meta, die Google-Mutter Alphabet, Twitter, Amazon und Apple. Den Schlusspunkt dieser Super-Zahlenwoche setzt jedoch am kommenden Samstag, dem 29. Oktober, BYD.

Bei der aktuell desaströsen Marktlage wird vielen Anlegern angst und bange bei dem Gedanken, welche Panikverkäufe bereits eine leicht verfehlte Ergebnisprognose auslösen kann. Insbesondere gegenüber chinesischen Aktien ist der Markt sehr vorsichtig geworden. Im Fall von BYD fürchten sich die Anteilseigner zudem vor möglichen Berichten über weitere Verkäufe des berühmten Großaktionärs Warren Buffett.

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BYD trotzt allen Widerständen

Die ängstliche Grundstimmung der Anleger spiegelt aus meiner Sicht jedoch nicht im Geringsten die langfristige Wachstumsstory des Autobauers wider. Einen Beleg dafür hat der Markt am vergangenen Dienstag erhalten, als das Unternehmen eine überraschend starke Gewinnprognose für das dritte Quartal abgegeben hat, die sofort ein Kursplus von +8% nach sich zog. So sollen sich die Nettoerträge gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf umgerechnet 765 bis 820 Millionen US$ fast vervierfachen.

Ein derart starkes Ergebnis zeigt im Moment vor allem eins: eine starke Resilienz gegenüber der schwachen Konjunktur in China. So wurde in der Volksrepublik am gleichen Dienstag die Veröffentlichung von BIP-Daten verzögert – aus meiner Sicht ein klares Signal für eine weitere Verlangsamung des chinesischen Wirtschaftswachstums.

Diese Diskrepanz unterstreicht die Widerstandsfähigkeit des Geschäftsmodells von BYD. Nach Schätzungen der China Passenger Car Association beansprucht der Mischkonzern im Reich der Mitte nun einen erstaunlichen Marktanteil von 29,7% für „New Energy Vehicles“ – ein Markt, der laut dem Informationsdienst Bloomberg bis 2025 mit einer durchschnittlichen Rate von +25 % wachsen soll.

Die Wachstumsstory geht weiter

In diesem Jahr hat BYD bereits drei erstaunliche Wachstumsmeilensteine erreicht: Der Mischkonzern hat mehr E-Autos als der US-Pionier Tesla verkauft und den Branchenkönig damit entthront. Beim Absatz von Batterieeinheiten haben die Chinesen zudem den koreanischen Konzern LG überholt und rangieren damit auf Platz zwei hinter Marktführer CATL. Drittens hat das Unternehmen Volkswagen von Rang drei der wertvollsten Automobil-Konzerne verdrängt und liegt nun nur noch hinter Tesla und Toyota.

Doch damit ist die Wachstumsgeschichte von BYD noch lange nicht beendet. Schließlich hat das Unternehmen erst vor Kurzem damit begonnen, in vielversprechende internationale Märkte zu expandieren – darunter Europa und Südostasien.

Es bleibt natürlich erstmal abzuwarten, wie sich der Konzern mit seinen drei 3 E-Modellen etwa in Deutschland gegen die angestammten Schwergewichte Mercedes, BMW und VW durchsetzen kann. In der neuen Präsenz in Indien, Vietnam und Thailand sehe ich aber schon zeitnah eine milliardenschwere Chance.

In den letztgenannten Märkten leben schließlich fast 2 Milliarden kostenbewusste Kunden, die ein preisgünstiges E-Fahrzeug den Teslas, BMWs und Porsches vorziehen dürften. So kann BYD dank der vertikal integrierten Produktionskette und billigeren Arbeitskräften deutlich niedrigere Preise verlangen als die westliche Konkurrenz: Während der günstigste Tesla bei 47.000 US$ beginnt, ist ein vergleichbares BYD-Modell bereits ab weniger als 30.000 US$ zu haben.

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Viel Luft nach oben

Wir gehen davon aus: Wenn BYD am kommenden Samstag seine Bücher öffnet, dürften Anleger von bösen Überraschungen verschont bleiben. Der massive Gewinnsprung, den der Mischkonzern trotz der vielfältigen Herausforderungen für die chinesische Wirtschaft bereits angekündigt hat, macht uns zuversichtlich, dass auch die Guidance für das Schlussquartal nicht enttäuschen wird.

Auf dem aktuellen Bewertungsniveau (KGV '23e: ~ 35) ist die BYD-Aktie per se zwar nicht billig; angesichts der weiteren Wachstumsaussichten und der Krisenresilienz des Unternehmens sind jedoch derzeit auf Sicht von 12 Monaten bis zu +40% Kurspotenzial drin. Sowohl Langzeit-Investoren als auch Positions-Trader können in unseren Augen daher auch vor der Zahlenvorlage umbekümmert zugreifen.

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Kommentare

JEH
Woher wissen Sie, dass die Zahlen von BYD richtig sind?
Simon Ruic
Hallo, danke für den Kommentar. Eine grundsätzliche Vorsicht/Skepsis, was den chinesischen Markt angeht, ist auf jeden Fall nicht unangebracht – insbesondere nach den Bilanzfälschungs-Anschuldigungen gegen NIO. Die hat eine unabhängige Stelle aber als nicht haltbar eingestuft. Was BYD angeht: Man muss sich nur die Liste der Großaktionäre ansehen (Berkshire, Vanguard, Blackrock, der norwegische Staatsfonds usw.), um sich vorstellen zu können, wie viel Ressourcen in die ständige Due-Dilligence-Prüfung des Unternehmens fließen müssen. Die Wahrscheinlichkeit, hier eine böse Überraschung zu erleben im Sinne von Zahlen-Mogelei, halte ich daher für vernachlässigbar. Beste Grüße, Simon