BMW: Freude an der E-Mobilität – oder doch nicht?
BMW ist gemessen am Gesamtabsatz 2021 mit 2,21 Millionen Fahrzeugen der erfolgreichste der drei deutschen Premium-Autohersteller. An der Börse erreicht BMW eine Marktkapitalisierung von 50 Milliarden €.
Der i7: eine komische Mischung
Der i7 wirkt an der Nase dank des BMW-Markenzeichens Kühlergrill auffällig bullig und am Heck dagegen wiederum auffällig schmal im Direktvergleich mit seinen Verbrenner-Vorgängermodellen. Gegenüber der direkten Konkurrenz von Lucid Motors und seinen „Air“-Modellen scheint der i7 gar aus der Zeit gefallen.
Das Resümee des als Autopapst von Deutschland geltenden Ferdinand Dudenhöffer vom Center Automotive Research (CAR) in Duisburg in der Bild-Zeitung fällt bescheiden aus. Einerseits sei die Plattform-Architektur nicht zeitgemäß und zusätzlich sei die fehlende Überzeugung zugunsten einer Pure-Electric-Ausrichtung ein Negativfaktor. Der Experte meint:
Während Tesla, Mercedes, Audi, Porsche, VW, junge Chinesen wie XPeng, Polestar oder Nio sich klar auf Skateboard-Architekturen festgelegt haben, sind die Münchner mit dem neuen 7er konventionell unterwegs.
Sand im Getriebe
BMW hatte in puncto Modellpalette immer (Zeit-)Vorteile gegenüber der Premium-Konkurrenz Daimler und Audi. Diese scheinen sich langsam, aber sicher in Luft aufzulösen.
Ich bleibe natürlich bei meinem Fazit von vor zwei Jahren: Die Konzerntransformation ist für BMW und seine Markenidentität mehr Risiko als Chance.
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