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/ 28.02.19 / 12:15

Aumann: Wachstumsstory bekommt deftigen Knick

Die heute vorgelegten vorläufigen Zahlen für 2018 von Aumann (WKN: A2DAM0) - der ehemaligen Tochtergesellschaft von MBB (WKN: A0ETBQ) - weisen ein Umsatzwachstum gegenüber 2017 von +38% bei einem Rekordumsatz von 291 Millionen Euro aus. Beim Gewinn erzielte Aumann ein bereinigtes EBIT über 29 Millionen Euro (+40%).

Der für die zwischenzeitlich hohe Börsenbewertung von über 1 Milliarde Euro ausschlaggebende Wachstumstreiber - das E-Mobilitäts-Segment - erwirtschaftete 2018 105 Millionen Euro (+73%). Damit erzielt Aumann mit E-Mobilität nun mehr als ein Drittel seines Gesamtumsatzes. Der Ausblick kommt allerdings an der Börse nicht gut an. Die Aumann-Aktie fällt um über -8%.

Aumann bleibt ein Autozulieferer - E-Mobilitäts-Sparte wird "überkompensieren"

Aumann bleibt zu einem beachtlichen Teil ein klassischer Automobilzulieferer und wird durch die anhaltende Schwäche der Branche voll getroffen. Dazu kommen die reduzierten Erwartungen, was die Zukunft der Elektromobilität angeht. Diesbezüglich erlebte die Branche 2017 schon deutlich optimistischere Zeiten.

Nach heutigen Angaben von Aumann will das Unternehmen seinen Wachstumskurs in den nächsten 5 Jahren mit "durchschnittlich deutlich zweistelligen Wachstumsraten" weiter fortsetzen.

Das Zukunftsgeschäft mit der E-Mobilität performt weiter gut. Trotzdem kann Aumann auf Unternehmensebene die Wachstumserwartungen nicht erfüllen. Quelle: Aumann AG

Für 2019 agiert der Maschinenbauer nun deutlich vorsichtiger und erwartet auf Unternehmensebene bei Umsatz und EBIT lediglich eine "leichte Steigerung". Allerdings - und das ist positiv - wird die Entwicklung in der E-Mobilität das hinkende Geschäft der klassischen Automobilzulieferung "überkompensieren".

Aumann betonte heute seinen hohen Bestand an Geldmitteln in dreistelliger Millionenhöhe, der es dem Unternehmen erlauben dürfte, weitere Zukäufe zu tätigen. Der Maschinenbauer tut sicher nicht schlecht daran, die benötigte Wachstumsphantasie wieder anzuregen.

Börsenbewertung zum IPO war viel zu hoch

Aumann war mit großen Vorschusslorbeeren vor knapp zwei Jahren im März 2017 als börsennotiertes Unternehmen gestartet und wurde damals bei einem Umsatz von 156 Millionen Euro und einem EBIT von 19,3 Millionen Euro kurze Zeit später mit einer Marktkapitalisierung von deutlich über 1 Milliarde Euro bedacht. Vereinzelte Stimmen, die den damals exorbitant hohen Börsenwert in Frage stellten, wurden ignoriert.

Aumann-Papiere wurden zum IPO zu 42 Euro ausgegeben, die Erstnotiz lag bei 48,20 Euro und in der Folge war ein Anteilsschein sogar über 90 Euro wert. Bereits ein Jahr nach dem Börsenstart im Prime Standard stieg der Entwickler von sog. "Wickeltechnologie", die zum Bau von Elektromotoren genutzt wird, in den TecDAX auf. Aufgrund einer Änderung in der Branchenklassifizierung wechselte man das Segment und notiert nun im SDAX. Aumanns Wickeltechnologie kann sowohl zur Serienproduktion rein elektrischer wie auch von hybriden Fahrzeugantrieben eingesetzt werden.

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