Analysten kritisieren Management von Symantec

von (sh)  /   18. Juli 2019, 10:10  /   unter Finanznachrichten, Technologie-Aktien  /   Keine Kommentare

Wie kürzlich bekannt wurde, scheint der Chiphersteller Broadcom wohl ein Auge auf das Softwareunternehmen Symantec (WKN: 879358) geworfen zu haben. Bei Symantec handelt es sich um einen der Pioniere im Bereich Cyber Security – ein Sektor, der angesichts zunehmender Attacken durch Hacker, zu den zukunftsträchtigsten Marktsegmenten im Technologiesektor überhaupt gehört. Beide Unternehmen sollen sich in bereits weit fortgeschrittenen Verhandlungen über eine Übernahme befunden haben, die letztlich jedoch scheiterten.

Grund sollen unterschiedliche Preisvorstellungen des Managements von Broadcom und Symantec gewesen sein. So habe das Symantec Management um Interims-CEO Richard „Rick“ Hill keinen Übernahmepreis unterhalb von 28 US-Dollar je Aktie akzeptieren wollen. Dies sei dem Management von Broadcom um CEO Tan Hock Eng jedoch zu viel gewesen. Zwar habe man zunächst eine Übernahmeofferte über 28,25 US-Dollar je Aktie ins Auge gefasst. Dann sei man im Zuge der Due Diligence jedoch auf einige kritische Punkte aufmerksam geworden.

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Daher habe das Übernahmeangebot letztlich unter 28 US-Dollar je Aktie gelegen und die Übernahme in quasi allerletzter Sekunde doch noch gescheitert. Broadcom bleibe jedoch weiterhin an Symantec interessiert. An der Börse hatten Anleger bereits auf einen erfolgreichen Deal spekuliert und dabei einen Übernahmepreis von 28 bis 30 US-Dollar je Aktie ins Auge gefasst. Dies zeigt, dass der von Symantec geforderte Preis wohl keinesfalls absurd hoch war. Dennoch kritisieren Analysten nun das Management von Symantec und fordern es auf nicht so „stur“ zu sein.

Denn letztlich sei eine Übernahme von Symantec durch Broadcom im besten Interesse beider Seiten, weshalb ein solcher Deal nicht an wenigen US-Dollar scheitern sollte. Prinzipiell kann ich diese Sichtweise nachvollziehen, wenngleich ich die kämpferische Einstellung des Symantec Managements mag. Denn letztlich kämpft man dort ja um ein besseres Angebot für die eigenen Anteilseigner. Dabei sollte man jedoch in der Tat nicht zu hoch pokern. Ich denke mit einem Kaufpreis von beispielsweise 27,75 US-Dollar wäre beiden Seiten gedient.

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