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Sascha / 23.11.20 / 16:16

Alfen: Der E-Mobilität-Profiteur aus den Niederlanden!

Alf, kurz für: Außerirdische Lebensform, kennt wohl fast jeder. Aber Alfen (WKN: A2JGMQ)? Dabei handelt es sich um eine im niederländischen Almere ansässige Gesellschaft, die als Profiteur des Megatrends Elektromobilität gelten muss.

Denn Alfen beschäftigt sich mit Ladestationen für Elektroautos sowie darüber hinaus mit Energiespeichersystemen, Umspannstationen sowie intelligenten Stromnetzen (Smart Grids). Auch den letztgenannten Markt (Smart Grids) sollte man dabei nicht unterschätzen. Denn hier hat sich kein Geringerer als Cisco Systems schon vor Jahren positioniert, da man dies als einen der wichtigsten Zukunftsmärkte identifiziert hat.

Aktien von E-Auto-Ladestation-Herstellern boomen...

Damit ist Alfen, zumindest in Teilbereichen, ein direkter Konkurrent der deutschen Compleo Charging Solutions. Aber auch die Aktie der US-amerikanischen Blink Charging ging zuletzt durch die Decke. Zudem steht wohl der Börsengang (IPO) der Daimler-Beteiligung ChargePoint kurz bevor. Es sieht also ganz danach aus, dass auch dank der entsprechenden Subventionen der Elektroautomarkt boomt und mit ihm auch der Markt für die entsprechenden Ladestationen.

Insofern ist es auch kein großes Wunder, dass die Tesla-Aktie zuletzt wieder deutlichere Kursgewinne verzeichnen konnte. Vordergründig natürlich wegen der anstehenden Aufnahme in den S&P 500. Aber sicherlich auch, weil Elon Musk auch beim Thema Ladestationen Weitsicht bewiesen hat. So gehört Tesla heute schon das größte Netz an Ladestationen für Elektroautos weltweit. Und auch im Bereich der Solarenergie (dank der Übernahme von SolarCity) sowie der Energiespeichersysteme ist Tesla schon heute führend.

Alfen fundamental günstig und charttechnisch aussichtsreich!

Die Heimatbörse von Alfen ist natürlich die Euronext Amsterdam. Dabei weist das Unternehmen aktuell schon einen Börsenwert von 1,5 Milliarden Euro auf. Demgegenüber stand 2019 ein Jahresumsatz von 143,2 Millionen Euro (+42%), ein bereinigtes EBITDA von 14,5 Millionen Euro (+302,8%), ein bereinigter Nettogewinn von 6,2 Millionen Euro (+675%) bei einem erstmals positiven operativen Cash Flow in Höhe von 14,1 Millionen Euro.

Im laufenden Geschäftsjahr 2020 läuft es bis dato ebenfalls rund, so dass das Unternehmen mit Bekanntgabe seiner Q3-Zahlen nochmals seinen Ausblick bestätigte. Demnach möchte das Management in 2020 einen Jahresumsatz zwischen 180 und 200 Millionen Euro einfahren, was auf Basis der ersten drei Quartale kein großes Problem darstellen dürfte. So hat man nach neun Monaten beispielsweise schon einen Umsatz in Höhe von 140,2 Millionen Euro sowie ein bereinigtes EBITDA in Höhe von 17,5 Millionen Euro erzielt.

Damit liegt das bereinigte EBITDA heute schon drei Millionen Euro über dem gesamten Vorjahr, so dass es letztlich um die 25 Millionen Euro werden dürften. Damit weist die Aktie derzeit ein KUV von knapp acht auf, was sicherlich noch nicht völlig überteuert ist. Aber auch charttechnisch scheint die Aktie aktuell vor dem Sprung zu stehen. So hat der charttechnische Ausbruch über die runde Marke von 60 Euro sowie anschließend auch noch über die Marke von 62,50 Euro ein Kaufsignal mit Kursziel 75 Euro generiert!

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